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Handballverband Westfalen und Handballkreis Gütersloh verlängern die Zwangspause

Keine Spiele mehr bis zum Jahresende

Halle (WB/guf). Nachdem der Deutsche Handball-Bund für 3. Liga und Jugend-Bundesligen den Spielbetrieb bis zum Jahresende ausgesetzt hat, zieht jetzt auch der Handballverband Westfalen (HVW) nach: Das Präsidium hat am Freitag den Beschluss verkündet, dass wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. Dezember keine Spiele stattfinden werden und sich somit die zunächst bis 30. November verordnete Zwangspause verlängert.

Keine Handballspiele bis zum 31. Dezember: Auch für Mika Retzlaff und seine Teamkollegen vom Verbandsligisten Spvg. Steinhagen verlängert sich die unfreiwillige Pause. Foto: Sören Voss

Auch der Handballkreis Gütersloh schließt sich mit den Ligen in seinem Zuständigkeitsbereich an. Darauf haben sich Kreisvorsitzender Marcel Machill und sein Stellvertreter Heinz-Hermann Jerrentrup, als TK-Vorsitzender zuständig für den Spielbetrieb, am Freitag verständigt. Jerrentrup: „Unter den gegebenen Umständen ist die Entscheidung des HV vollkommen in Ordnung. Zurzeit haben wir noch genug Luft im Rahmenterminplan. Aber aktuell muss man wegen der Infektionszahlen ja sogar skeptisch sein, dass es im Januar wieder losgehen kann.“

Die Verantwortlichen des HV Westfalen halten eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs oder den noch überfälligen Saisonstart für die Jugend im Dezember aktuell weder für realistisch noch förderlich. „Dies auch vor dem Hintergrund, dass selbst bei einem möglichen Trainingseinstieg im Dezember unsere Vereine eine notwendige Vorbereitungszeit benötigen und vor dem nun jüngst vorverlegten Ferienbeginn Spieltage im Dezember damit tatsächlich auch nicht zur Verfügung stehen würden“, argumentiert das Präsidium.

Wie es frühestens im Laufe des Januars weitergehen soll - diese möglichen Szenarien will die HV-Spitze mit den Vereinen gemeinsam erörtern. In einem ersten Schritt finden kommenden Dienstag Staffeltage für die Männer und Donnerstag für die Frauen statt. Ähnlich wie bei den Entscheidungen über Abbruch und Wertung der Saison 2019/20 im Frühjahr werden Lösungsmöglichkeiten zunächst mit den Vereinen besprochen, bevor sie bewertet und beschlossen werden. „Ob dieses zu geänderten Staffeln oder Spielmodi führen wird, bleibt abzuwarten“, heißt es aus Dortmund.

Insbesondere für den Jugendspielbetrieb, der bisher noch gar nicht begonnen hat und im Regelbetrieb bereits vor den Osterferien wieder beendet ist, ergeben sich hier besondere Herausforderungen, die in den nächsten Wochen auch gemeinsam mit den Vereinen erörtert werden.

Willi Barnhusen, Präsident des HV Westfalen, bedauert die Verlängerung der Saisonunterbrechung: „Wir würden natürlich gerne spielen, aber die aktuelle Situation lässt einen sinnvollen Spielbetrieb nicht zu.“ Patrick Puls, Vize-Präsident Jugend, ergänzt: „Besonders wichtig ist es aber zurzeit, dass unsere Kinder und Jugendlichen wieder trainieren können, ihnen somit neben der Schule ein Mannschaftstraining auch soziale Strukturen erhält und Isolation vermeidet. In dieser Saison werden vielleicht einmal nicht die Punkte und Tabellenstände im Vordergrund stehen, sondern der Ausblick, überhaupt wieder spielen zu können und nicht ein komplettes Jugendjahr zu verlieren.“

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