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Volleyball: Das Männerteam des SC Halle hat den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt gemacht

Oberliga-Aufstieg per Telefon

Halle  (WB/arz). Bei Würstchen und Bier ließen die Haller Volleyballer ihr letztes Heimspiel gemütlich ausklingen – ohne zu wissen, dass der Gütersloher TV gerade den direkten Verfolger Augustdorf in die Knie gezwungen und den SC somit in die Oberliga katapultiert hatte. Ein Anruf später – und von Gemütlichkeit war keine Rede mehr.

Oberliga-Aufsteiger SC Halle – hintere Reihe von links: Sebastian Liese, Michel Thies, Cedric Dessin, Jörg Mortsiefer, Philip Rosenthal, Julian Scheller, Maximilian Köhne, David Rietz; vorne: Trainer Bori Rzeha, Nicolas Schlüter, Johannes Katzer, Niklas Feix, Tejas Kosfeld, Aaron Geiß, Henning Herrndörfer, Dennis Luckas.

Männer-Verbandsliga: SC Halle – SG Levern/Rahden 3:0 (25:21, 25:10, 25:18). Um 19.08 Uhr hallten laute Jubelschreie über das ganze Maschgelände. Eine Horde wild gewordener Männer lag sich in den Armen und konnte es nicht fassen. Per Telefon hatte die Mannschaft erfahren, dass ihr direkter Konkurrent Augustdorf 2:3 gepatzt hatte und den Hallern somit der Aufstieg in die Oberliga nicht mehr zu nehmen ist. »Wir hatten uns eigentlich schon damit abgefunden, dass wir erst in zwei Wochen aufsteigen. Mit dieser Sensation aus Gütersloh hatten wir nicht gerechnet«, sagte Trainer Bori Rzeha. Er schreibt mit seinem Team Vereinsgeschichte, denn der SC Halle stellte noch nie ein Team in der Oberliga. Die eigene Leistung an diesem Sonntagnachmittag geriet dabei fast in Vergessenheit, so überlegen hatte man auch diese Partie gestaltet.

Frauen-Verbandsliga: TV Gütersloh – SC Halle 1:3 (25:14, 24:25, 18:25, 15:25) . »Das war definitiv nicht unser bestes Spiel, aber wir haben das Ruder rechtzeitig herumgerissen und dann verdient gewonnen«, berichtete Trainerin Maria Wiedenlübbert. Im ersten Satz erlaubten sich ihre Schützlinge viele unnötige Fehler, während der Gütersloher TV sich Punkt für Punkt einen großen Vorsprung erarbeitete. Mit druckvollen Aufschlägen und clever gelegten Angriffsbällen zog der SC dem bereits feststehenden Absteiger dann aber den Zahn. Da der direkte Konkurrent aus Sorpesee auch punkten konnte, fällt die Entscheidung über eine mögliche Abstiegsrelegation am letzten Spieltag. Halle muss drei Punkte aufholen.

Männer-Bezirksliga: Spvg. Steinhagen –Bielefelder TG 1:3 (25:20, 12:25, 21:25, 8:25). Im letzten Saisonspiel reichte es für die Steinhagener nicht, um gegen den Tabellendritten zu gewinnen. Sie beenden die Saison vermutlich auf dem sechsten Tabellenplatz und dürfen sich schon jetzt in die Pause verabschieden.

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