1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Halle
  6. >
  7. Verabredung mit Djokovic statt Titelverteidigung

  8. >

Tennis-Weltranglistenturnier Reinert Open im Tennispark Versmold

Verabredung mit Djokovic statt Titelverteidigung

Versmold

Furiose Qualifikantinnen besiegen die Top 3 der Setzliste. Tamara Korpatsch, Lara Arruabarrena und Julia Grabher scheitern im Achtelfinale. Yana und Tayisiya Morderger (Tennispark Versmold) erreichen das Doppel-Halbfinale.

Von Stephan Arend

Yana und Tayisiya Morderger haben ihr Doppel-Viertelfinale gegen Foto: Stephan Arend

Als Nina Stojanovic im Juli 2019 beim Tennis-Weltranglistenturnier Reinert Open den Siegerpokal präsentierte, konnte die damals 22-jährige Serbin nicht ahnen, dass es ihr (vorerst) letzter Auftritt im Tennispark Versmold sein würde.

Stojanovic, damals die Nummer 250 im Ranking, hat sich seitdem in die Top 100 der Weltrangliste gespielt und sich vor allem im Doppel ins Rampenlicht gespielt. In diesem Jahr erreichte sie bei den Australian Open mit Partnerin Darija Jurak sogar das Halbfinale. Und so verteidigt Nina Stojanovic bei den Reinert Open nach der Turnierabsage 2020 in dieser Woche nicht ihren Titel. Stattdessen hat sie eine aufregende Verabredung mit dem besten Tennis-Spieler der Welt. Während einige ihrer Profikolleginnen am Donnerstag in Versmold um den Einzug ins Viertelfinale kämpften, zog die Serbin im mehr als 9.000 Kilometer entfernten Tokio im olympischen Mixed-Wettbewerb an der Seite von Novak Djokovic in die Vorschlussrunde ein und hat die Goldmedaille vor Augen.

Stojanic ist ein weiteres Beispiel dafür, dass das Turnier im Tennispark für junge Spielerinnen ein Sprungbrett auf dem Weg nach ganz oben sein kann. Und wer weiß, vielleicht geht die 18-jährige Russin Elina Avanesyan einen ähnlichen Weg. Die Nummer 512 der Welt rückte als Lucky Loser ins Hauptfeld und steht nach ihrem 4:6/7:6/6:0-Paukenschlag gegen die topgesetzte Tamara Korpatsch (WTA 150) im Viertelfinale. Am Tag der Außenseiter verabschiedeten sich auch die Nummer zwei und drei der Setzliste gegen Qualifikantinnen. Lara Arruabarrena (2/198) unterlag Cristina Ferrando sank- und klanglos 1:6/2:6. Und auch Julia Grabher (3/202) musste gegen Kamilla Bartone mit 2:6/6:7 die Segel streichen.

Da sich zudem die 2019er Finalistin Katharina Hobgarski (7:6/3:6/2:6 gegen Anna Danilina) und Qualifikantin Anna Klasen (4:6/4:6 gegen Federica Di Sarra) verabschiedeten, hält allein Anna Zaja im Einzel-Viertelfinale die deutschen Farben hoch. Sie besiegte die Holländerin Richel Hogenkamp 7:6/6:2. Ins Halbfinale des Doppel-Wettbewerbs sind zudem Yana und Tayisiya Morderger vom Zweitligisten Tennispark Versmold eingezogen.

Weitere Achtelfinal-Ergebnisse: Martina Caregaro - Mirjam Bjorklund 1:6/1:6, Jessica Bouzas Maneiro - Jaimee Fourlis 6:1/2:6/3:6.

Heute spielen, ab 13 Uhr - Centre Court: Elina Avanesyan - Anna Danilina, Jaimee Fourlis - Federica Di Sarra, Anna Zaja - Cristiana Ferrando. Doppel: Yana und Tayisiya Morderger/Bjorklund/Fourlis.

Court 2: Kamilla Bartone - Mirjam Bjorklund. Doppel: Danilina/Strakhova - Bhosale/Hartono.

Maximal 250 Fans

Neben dem reibungslosen sportlichen Ablauf der Reinert Open beschäftigt die Turnierorganisatoren weiterhin auch die Corona-Pandemie und dabei ganz speziell die Hochstufung des Landkreises Gütersloh in die Inzidenzstufe 1. Dies gilt ab Samstag und bedeutet, dass jeweils maximal 250 Zuschauer zu den letzten beiden Turniertagen zugelassen sind. Jeder erhält einen zugewiesenen Platz am Center Court. Maskenpflicht besteht am Sitzplatz nicht, dafür aber auf allen Flächen, auf denen der Abstand nicht eingehalten werden kann und in Innenräumen.

Aufgrund der notwendigen Rückverfolgbarkeit müssen sich die Besucher zudem in Listen eintragen, auf denen auch der entsprechende Platz am Center Court dokumentiert wird.

Startseite