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Wie 2017 – Stürmer verletzt sich im ersten Pflichtspiel schwer

Das böse Déjà-vu von Pechvogel Studtrucker

Gütersloh (WB). Nicht schon wieder! Stürmer Marwin Studtrucker fällt beim SC Wiedenbrück (wie berichtet) mit einem Teilabriss der Sehne im linken Schenkelbeuger drei Monate aus. Der Fußball-Regionalligist steht unter Zugzwang und beim 28-Jährigen weckt die Verletzung üble Erinnerungen.

Christian Bröder

Bitterer Moment: Marwin Studtrucker hat am Freitag einen Teilabriss der Sehne im linken Schenkelbeuger erlitten. Damit fällt der Wiedenbrücker Stürmer drei Monate aus. Foto: Wolfgang Wotke

Das böse Déjà-vu von Pechvogel Studtrucker: Am vergangenen Freitag sinkt der Angreifer nach fünf Minuten im Derby gegen den SC Verl (1:1) zu Boden, fasst sich an das linke Knie und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Schon da ahnt der gebürtige Hagener, dass er sich im ersten Pflichtspiel nach seiner Rückkehr zum SC Wiedenbrück eine schwerwiegende Verletzung zugezogen hat – wie schon ein Jahr zuvor.

Marwin Studtrucker

»In der letzten Saison habe ich mir bei meinem Einstand für den 1. FC Saarbrücken kurz vor Schluss einen Außenknöchelbruch zugezogen. Ich stand nur acht Minuten auf dem Platz. Das war ein Schock. Ich war am Ende«, fühlt sich Studrucker an jenen folgenschweren 6. August 2017 erinnert.

In Saarbrücken fehlte »Studti« satte 231 Tage

Danach geriet die Saison 2017/2018 für den jetzt mit Freundin Kerry in Essen lebenden »Studti« zu einer eine Spielzeit zum Vergessen. Satte 231 Tage lang fehlte er dem ehemaligen Bundesligisten, sein Comeback hat er erst am 27. März gegeben.

Stürmer gibt sich nach mentalem Rückschlag kämpferisch

In diesem Sommer ist er ins Jahnstadion zurückgekehrt, wo ihn nun vergangene Woche erneut das Verletzungspech ereilt hat. »Nach dem Tief in der letzten Saison hatte ich mir so viel vorgenommen. Hier sind Leute, die auf mich zählen. Deshalb war ich am Freitagabend schon sehr down und mental am Boden. Aber Rumjammern bringt es jetzt auch nicht. Ich muss die Verletzung in Ruhe auskurieren und abwarten, bis ich wieder genug Stabilität drin habe«, gibt sich Marwin Studtrucker kämpferisch.

SCW-Trainer Björn Mehnert zeigt Mitgefühl

Mitfühlend kommentiert SCW-Trainer Björn Mehnert das böse Déjà-vu: »Bitter! Marwin hat sich in der Vorbereitung sechs Wochen lang den Arsch aufgerissen und war heiß auf die Saison. Da fühlt man schon mit.« Der 41-Jährige rechnet nicht vor der Winterpause mit einer Rückkehr seines Stürmers.

Aktuell fallen beim Regionalligisten vier Offensivkräfte aus

Problem für die Wiedenbrücker: Aktuell fallen vier Offensivkräfte aus, denn auch Viktor Maier (Patellasehnenriss), David Loheider (Prellung unter der Kniescheibe) und Tammo Harder (Kapselriss am Zehgelenk) sind nicht einsatzfähig. Mehnert: »Das ist nicht einfach zu kompensieren. Ich verfalle nicht in Panik oder fordere etwas vom Vorstand, aber vielleicht müssen wir uns noch mal zusammensetzen.« Bis zum 31. August könnte der SCW nachlegen. Fest steht eins: Der in Lippstadt gefeuerte Ex-Wiedenbrücker Tobias Puhl ist kein Kandidat.

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