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SCW braucht zum Einzug in die zweite Pokalrunde die Verlängerung

Ernüchternder Auftritt der B-Elf

Hövelhof (WB). Wer am Mittwochabend in die langen Gesichter der Vorstandsmitglieder Burckhard Kramer und Christian Brentrup schaute, der muss der Meinung gewesen sein, dass der SC Wiedenbrück in der ersten Runde des Fußball-Westfalenpokals ausgeschieden ist.

Dirk Heidemann

David Loheider (links, hier im Zweikampf mit Chris Malena) rettet den SC Wiedenbrück am Mittwochabend beim Landesligisten Hövelhofer SV mit seinem Treffer in der 82. Minute in die Verlängerung und sorgt auch für den 3:1-Endstand. Foto: Jörn Hannemann

Es läuft die Verlängerung beim Landesligisten Hövelhofer SV und der im Vorfeld klar favorisierte Regionalligist hat inzwischen die Tore zum 2:1 durch Zlatko Muhovic (101). sowie zum 3:1 durch David Loheider erzielt (111.). Doch die Mienen der Herren aus dem Vorstand wollen sich auch nach dem Abpfiff der mit 3:1 (1:1/0:0) gewonnenen Partie nicht aufhellen.

Björn Mehnert

Zum Spaßen ist auch Björn Mehnert nicht zumute. Der Wiedenbrücker Trainer hatte gegenüber dem 2:2 in Aachen zehn neue Spieler auf den Platz geschickt – und muss eingestehen, mit dieser Maßnahme danebengelegen zu haben. »Zwischen Anspruch und Realität klafft bei dem einen oder anderen eine große Lücke«, beschreibt der Coach den lange Zeit lässig-lustlosen Auftritt seiner Mannschaft, bei dem er sich die Frage stellt, wer den nun der Regional- und wer der Landesligist sei.

SCW-Gegner wird am Donnerstag zwischen Theesen und Cappel ermittelt

»Daraus werde ich meine Schlüsse ziehen. Ich dachte, gegen den Tabellenletzten der Landesliga sollten wir das so lösen können. Aber zum nächsten Pokalspiel werde ich nur die besten 18 Mann mitnehmen«, so Mehnert. In der zweiten Runde muss der SCW beim Sieger der Partie SuS Cappel (Landesliga) gegen den VfL Theesen (Westfalenliga), die am Donnerstagabend um 18.15 Uhr angepfiffen wird, antreten.

Kleiner HSV lässt krasse individuelle Wiedenbrücker Fehler ungenutzt

In der Waldkampfbahn ermöglichen krasse individuelle Fehler von Tim Geller und Torhüter Tim Siegemeyer dem Hövelhofer SV bereits in der ersten Halbzeit zweimal die Möglichkeit zur Führung. Doch Eduardo Domingues (11.) und Bastian Gaube (31.) nehmen diese Geschenke nicht an. Für den SCW vergibt Tammo Harder (21.) die einzige zwingende Chance. Nach der Pause vergeben Nico Thieschneider (50./65.) und wiederum Domingues (67.) die längst verdiente Führung für den HSV, dann trifft Frank Seltrecht »endlich« zum 1:0 (68.).

Als sich der Trainer aus dem Stuhl erhebt, wehrt sich seine Elf endlich

Björn Mehnert, der bis dahin das Treiben nahezu regungslos ertragen hatte, erhebt sich nun aus seinem Stuhl und beginnt mit dem Coaching. Auch seine bis dahin lethargische Mannschaft beginnt nun, sich zu wehren, großen Anteil daran haben die eingewechselten Muhovic, Andre Mandt, der sehr agile Marco Pollmann und später auch David Schaal. Innenverteidiger Marcel Leeneman wird nach vorne beordert, für den Ausgleich ist allerdings David Loheider (82.) zuständig. Julian Linnemann hätte dem SCW die Verlängerung ersparen können, doch seinen Kopfball (88.) pariert HSV-Schlussmann Dominik Meyer (einst FC Gütersloh) glänzend. Noch einmal ist der SC Wiedenbrück im Glück, als Siegemeyer in der 103. Minute einen Kopfball von Sebastian Laigle an die Latte lenkt – das hätte durchaus das 2:2 sein können.

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