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Alemannia Aachen und SC Wiedenbrück warten noch auf den ersten Saisonerfolg

Punktlos empfängt sieglos

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die Reisen auf den Aachener Tivoli hätte sich der SC Wiedenbrück in den vergangenen Jahren sparen können. Fünfmal bereits ist der Fußball-Regionalligist zur Alemannia gefahren – und fünfmal ohne Punkte heimgekehrt. Das soll sich am Freitagabend (Anstoß 19.30 Uhr) ändern.

Dirk Heidemann

Der gegen Mönchengladbach eingewechselte David Loheider dürfte nach seiner guten Vorstellung nun in Aachen in der Startelf stehen. Im erwarteten Kampfspiel könnte die Physis des Wiedenbrücker Stürmers sein großer Vorteil sein. Foto: Wolfgang Wotke

»Es wäre an der Zeit, dort mal etwas zu holen«, sagt SCW-Trainer Björn Mehnert, der im Februar dieses Jahres eine 0:3-Niederlage seiner Mannschaft am Tivoli notieren musste. Allerdings: Das Ergebnis täuschte über den Spielverlauf hinweg, vor allem in der ersten halben Stunde waren die Wiedenbrücker das deutlich bessere Team. Am Freitagabend dürften die Chancen auf ein erstes Erfolgserlebnis beim ehemaligen Europapokal-Teilnehmer noch größer sein. Denn die Alemannia ziert mit null Punkten das Tabellenende der Regionalliga West, entsprechend groß lastet der Druck auf den Hausherren. »Mit Viktoria Köln und Oberhausen hatte Aachen aber auch zwei echte Schwergewichte. Es gibt sicherlich leichtere Auftaktprogramme«, will Mehnert die dürftige Bilanz seines Gegenübers Fuat Kilic allerdings nicht überbewerten.

Zumal seine Mannschaft mit bislang erst zwei Remis ebenfalls noch auf den ersten Saisonsieg wartet. Beim 1:1 gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach war der SCW am vergangenen Samstag dicht dran. »Ich tue mich schwer damit, das Unentschieden als Erfolg zu werten. Aber es war wichtig für die Moral, weil wir viel investiert haben, und ein Schritt in die richtige Richtung«, sagt Mehnert. Auffällig: Wie schon zuvor in Straelen und auch gegen den SC Verl konnten die Wiedenbrücker am Ende noch zulegen. »Wir hatten bislang immer ein bisschen mehr im Tank als der Gegner. Das zeigt, dass wir in der Vorbereitung gut gearbeitet haben. Jetzt müssen wir versuchen, das auch in Ergebnisse umzumünzen«, so der Coach.

In Aachen erwartet der 41-Jährige ein absolutes Kampfspiel mit hoher Aggressivität und Laufbereitschaft. Zwar könnten beide Mannschaften auch gut kicken, gefordert seien aber wieder einmal die Grundtugenden des Fußballs. »Es geht nichts über die Basics. Vor allem in der Regionalliga«, wiederholt Björn Mehnert, was er bereits vor der Partie gegen Gladbach gesagt hatte. Der als einsatzfreudig geltenden Alemannia schreibt der Wiedenbrücker Coach eine besondere »Zweikampf-Affinität« zu, die sie gerade vor heimischem Publikum auch ausleben werde. Personell kann Björn Mehnert bis auf die langzeitverletzten Viktor Maier und Marwin Studtrucker aus dem Vollen schöpfen. Die gegen Mönchengladbach nach ihren Einwechslungen überzeugenden Daniel Schaal und David Loheider dürften diesmal gute Chancen auf einen Einsatz von Beginn an haben.

So könnte der SC Wiedenbrück spielen: Hölscher - Latkowski, Twyrdy, Duschke, Schaal - Geisler, Zech - Hüsing, Muhovic (Brinkmann), Schikowski (Müller) - Loheider.

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