Vor genau 20 Jahren kommt es in der Fußball-Bundesliga zum verrücktesten Duell um den Titel

Schalke ist Meister – für fünf Minuten

Werther

Am 19. Mai 2001 kämpft Schalke 04 im spannendsten, verrücktesten Duell der Bundesliga-Geschichte um den Titel. Fan Lennart Röthemeyer aus Werther ist live dabei. Auf dem Rasen zählt der Steinhagener Jörg Böhme zu den Hauptdarstellern. Beide erinnern sich.

Von Gunnar Feicht und Stephan Arend

19. Mai 2001: Da ist die Schalker Welt noch in bester Ordnung. Matchwinner Jörg Böhme hat die Königsblauen zum Sieg gegen Unterhaching geschossen und jubelt mit Emile Mpenza. Foto: imago

Altkreis. Einige Hundert der 65.000 im Parkstadion tanzen schon nach Hamburgs spätem 1:0 gegen den FC Bayern auf der Tribüne. Als Schiedsrichter Hartmut Strampe dann auf Schalke abpfeift, da stürmen Tausende das Spielfeld, der Jubelsturm ist ohrenbetäubend. „Aber immer mehr blickten auf die Videowand an der Südkurve und sahen: Bayern spielt ja noch! Als Patrik Andersson schließlich den Freistoß ins HSV-Tor knallte, da war es von einer Sekunde auf die andere totenstill.“ Lennart Röthemeyer spürt noch heute, wie ihm das Blut in den Adern gefriert. In jenem bizarren Moment heute vor 20 Jahren, als Schalke 04 für fast fünf Minuten Deutscher Fußballmeister gewesen ist und dann mit Bayern Münchens Treffer zum 1:1 beim HSV ins Tal der Tränen stürzt.

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