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Hallenfußball: VfB wird Dritter beim 27. Senne-Cup – Feim Statovci bester Torwart

Der Gastgeber sichert sich die Krone

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Spaß haben und alte Bekannte wiedersehen – das hat beim 27. Senne-Cup im Vordergrund gestanden. Ausrichter SJC Hövelriege gewinnt erstmals seit 2006 das Traditionsturnier der Herren in der Krollbachhalle in Hövelhof.

Carina Teckentrup

VfB-Spieler Dozgin Bulut (links) liefert sich mit seiner Mannschaft sehenswerte Duelle. Im Halbfinale gegen Landesligist Hövelhofer SV ist im Neunmeter-Schießen Schluss. Danach erobert der VfB gegen den TuS Lipperreihe noch Platz drei. Foto: Patrick Pollmeier

Senne-Cup der Herren

Der A-Ligist besiegt am Sonntagabend den Hövelhofer SV aus der Landesliga mit 2:0 im Finale und jubelt nicht nur wegen des Pokals, sondern vor allem wegen des gewonnenen Mannschaftsabends im eigenen Vereinsheim. Mitorganisator und Trainer Christoph Bretschneider freut der Sieg über den Silvestercup-Gewinner besonders. Seine Nummer 10, Atedhe Ramadani, wird zudem zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Die Torschützenkrone sichert sich indes der VfB Schloß Holte. Aus vier Spielern mit je fünf Treffern – und anderen auch VfB-Verteidiger Marco Weigmann – wird Kevin Klippenstein ausgelost. Er erhält einen Sonderpreis. Eindeutiges Votum beim Titel des besten Torwarts: Hier sahnt Feim Statovci ab, der den VfB in so mancher Situation mit starken Paraden im Spiel hält. Eine davon ist das Neunmeterschießen – das einzige im Herren-Turnier – gegen den Hövelhofer SV. Bei der Neuauflage des letztjährigen Finales wird bis zuletzt mitgefiebert.

Sebastian Penner erzielt den 1:1-Ausgleich und bringt den VfB damit ins Schussduell. Beim Bezirksligisten finden sich schnell drei Schützen. Dozgin Bulut tritt als Erster an und verschießt. Statovci zeigt im Gegenzug seine Klasse und hält den Neunmeter des HSV. Dessen Torwart Dominik Meyer ist bei Penners Schuss ebenfalls am Ball und verhindert die VfB-Führung. Chris Malena verwandelt zum 2:1 für den HSV, Kevin Kröger zieht für die erleichterten VfB-Fans zum 2:2 nach. Statovci hält Kevin Malenas Versuch. VfB-Spieler Dennis Keller zimmert den Ball allerdings weit über den HSV-Kasten. Mit dem Tor zum 3:2-Sieg schießen sich die Hövelhofer ins Finale. Im Spiel um Platz drei besiegt der VfB den TuS Lipperreihe mit 5:1. »Ich bin sehr zufrieden, wir haben uns insgesamt gut verkauft. Das ist ein gut aufgezogenes Turnier«, lobt VfB-Trainer Stefan Studtrucker. Einzig die 2:5-Niederlage gegen den Delbrücker SC II ärgert ihn. »Da haben wir uns auskontern lassen.« Und mit einem Schmunzeln fügt er hinzu: »75 Prozent der Neunmeter gegen Hövelhof verschossen – ganz schön viel. Aber wichtig ist, dass die Jungs Spaß hatten. Sie haben die Schützen unter sich ausgemacht. Ich hatte aber kein schlechtes Gewissen mit der Wahl«, ergänzt »Studti«. Sein Team schied am Samstag in der Vorrunde des stark besetzten Hohenfelder Cups des SC Wiedenbrück aus.

Beide Hallenturniere dienten als »Auflockerung«, bevor gestern der Ernst des Fußballerlebens mit der Vorbereitung auf die restliche Saison losging.

Der SC Waldeslust Liemke schafft es beim Senne-Cup in das Viertelfinale. Gegen den TuS Lipperreihe ist mit einer 1:2-Niederlage aber Schluss. Der TuS um Ex-Kastrioti-Coach Mirko Westermeier führt mit 0:2, als die Liemker einen hohen Ball in die Lipperreihe Hälfte schlagen. SCW-Trainer Franz Smuga rutscht noch ein »Nicht hoch, was macht ihr da?« heraus, bevor Timo Reinhold einen Augenblick später das Leder zum 1:2 ins Tor bugsiert und Smuga die Schadenfreude der Liemker Bank über sich ergehen lässt. Er nimmt es mit Humor. »Wir haben einen ordentlichen Auftritt geliefert, gerade beim 2:2 gegen Hövelhof. Wir haben ein hallentaugliches Team, hätten aber enger an den Gegenspielern dran sein müssen«, sagt Smuga und betrachtet die erste Teilnahme am Senne-Cup seit etwa sieben Jahren als erste Trainingseinheit. »Wenn die Turniere in der Nachbarschaft sind, haben sie einen besonderen Reiz.«

Schon am kommenden Freitag sind die Liemker wieder an Ort und Stelle. Dann richtet der SC GW Espeln den 6. Déjà-Vu nightcup aus. Wenn der SCW die Qualifikation am Freitag übersteht, warten am Samstag neben dem Gastgeber unter anderem der HSV, der SJC und der FC Kaunitz auf die Liemker.

Auch der PSV Stukenbrock-Senne ist in der Qualifikationsrunde dabei. Beim Senne-Cup geht die Mannschaft von Spielertrainer Sebastian Räker in der Vorrunde gegen den DSC II und den VfB zwar leer aus, ergattert aber einen Punkt für den 3:3-Ausgleich in der letzten Sekunde des Duells gegen A-Ligist SV Marienloh. »Statovci hat überragend gehalten, sonst hätten wir schon 2:0 gegen den VfB geführt«, sagt Räker, der im Tor für den verletzten Dominik Jelen einspringt. Mit Manuel Langlitz ist auch schon einer von insgesamt drei Neuzugängen beim Senne-Cup dabei. »Er hat sich gut angestellt.« Der FC Stukenbrock um Trainer Siggi Wecker fährt ohne Punkte nach der Gruppenphase nach Hause.

»Man darf verlieren, aber nicht 9:0 gegen Mastbruch«, sagt Wecker. Gegen den späteren Sieger gibt es eine 1:4-Niederlage. Gegen Lipperreihe zeigen die Stukenbrocker den von Wecker geforderten Biss und liegen nach nicht einmal einer Minute schon mit 2:0 vorne, büßen den Vorsprung aber ein und unterliegen am Ende mit 3:4.

Senne-Cup der Reserven

Beim Senne-Cup der Reserven am Sonntagvormittag schafft es nur der FCS III in das Halbfinale, unterliegt aber mit 1:2 nach Neunmeterschießen gegen den späteren Finalteilnehmer SJC III. Das Spiel um Platz drei verlieren die Stukenbrocker mit 0:5 gegen Espeln II/III. Liemke III und der VfB III scheiden in der Gruppenphase aus.

Senne-Cup der Damen

Die SG Hövelriege/Stukenbrock schafft es auch ohne Punkte ins Viertelfinale. Dort ist gegen den späteren Turniersieger und Vorjahresgewinner SV 03 Geseke aber Endstation.

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