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Volleyball: Schloß Holte fühlt sich sekundenlang gerettet und verliert

Dramatischer Abstieg in der Relegation

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Volleyballerinnen des VfB Schloß Holte sind aus der Landesliga abgestiegen. In der Relegation unterlagen sie dem SV Dringenberg und gewannen gegen BTW Bünde. Dabei war die Dramatik der Pleite, die den Gang in die Bezirksliga einleitete, fast nicht zu überbieten.

Hendrik Fahrenwald

Lea Brock (Mitte) vom VfB Schloß Holte versucht, einen Schlag ihrer Gegenspielerin vom BTW Bünde im Relegationsspiel zu blocken. Ab der kommenden Saison ist die Holterin mit ihrem Team in der Bezirksliga gefragt. Foto: Patrick Pollmeier

Die Dringenberger empfingen den VfB in ihrem Hexenkessel. »Die Sporthalle war proppenvoll, lautstarke gegnerische Fans standen direkt am Spielfeldrand und teilweise noch im Flur der Grundschulsporthalle«, sagt VfB-Spielerin Justine Kohl.

Druckvolle Angriffe

Teamkollegin Lea Brock ließ die Halle jedoch mit ihren druckvollen Angriffen verstummen und feierte mit ihrem Team nach drei Sätzen eine 2:1-Führung beim Bezirksligisten. Im vierten Satz machten die Holterinnen den Sieg für Sekunden perfekt. Beim Stand von 24:22 flog ein Angriffsschlag der Dringenberger ins Seitenaus. »Unsere restliche Mannschaft stürmte auf das Feld und bejubelte den Sieg.

Sowohl von den gegnerischen Fans als auch von Dringenberg kam kein Protest«, berichtet Kohl. Doch dann kippte die Stimmung. »Nach kurzem Jubel bemerkten wir erst den Schiedsrichter, der anzeigte, dass er gesehen hat, dass unser Block den Angriffsschlag zuletzt berührt hat«, sagt Kohl.

Der Schock sitzt tief

Der Schock saß tief. »Wir schafften es danach nicht mehr, uns zu sammeln«, sagt Kohl. Dringenberg entschied nach dem abgewehrten Matchball Satz 4 und 5 für sich und brachte schon nach dem ersten Spiel den VfB an den Rand des Abstiegs.

Am Tag danach kam die bittere Gewissheit. Der Ligaverbleib war bereits vor dem zweiten Relegationsspiel nicht mehr zu schaffen. »Da Dringenberg gegen Bünde noch nach einem 0:2-Rückstand gewann, stand der Abstieg für uns bereits am Samstag fest«, sagt Kohl. »Dennoch waren wir uns einig, dass wir unserem Heimpublikum ein letztes gutes Spiel präsentieren wollten.«

Das Vorhaben ging nur teilweise auf. Zwar entschieden die Holterinnen die ersten beiden Durchgänge knapp für sich, aber erst ab dem dritten Satz konnten sie mit ihrem strukturierteren Aufbauspiel und den abgestellten Fehlern glänzen und gewannen mit 3:0. Den Abstieg verhinderte der Sieg nicht, so steht der VfB vor einem Neuanfang in der Bezirksliga.

VfB Schloß Holte: Grewe, Sudhölter, Blass, Bollmann, Meißner, Glomb, Schulz, Kapralow, Kohl.

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