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Fußball-Bezirksligist kassiert 0:4-Niederlage gegen den VfL Holsen

Finaler Schuss vor den Bug

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB). Der VfB Schloß Holte hat seinen letzten Testkick vor Saisonbeginn in der Fußball-Bezirksliga verloren. Gegen den ehemaligen Holter Landesliga-Rivalen VfL Holsen kassiert die Truppe um Trainer Stefan Studtrucker ein 0:4 (0:4).

Carina Teckentrup

Dozgin »Dodo« Bulut (Mitte) und seine Mannschaftskollegen vom VfB Schloß Holte legen sich in der ersten Hälfte der Partie gegen den ehemaligen Landesliga-Rivalen zu wenig ins Zeug. Der zweite Durchgang läuft zwar besser, bleibt aber torlos. Foto: Patrick Pollmeier

Der ehemalige Profi von Arminia Bielefeld ist nach dem Spiel stinksauer. Er muss mit ansehen, wie Holsen die Partie in die Hand nimmt und dem leidenschaftslosen VfB »die Dinger reinknallt, wie es nur geht.«

Mannschaft pennt direkt vor der Trainerbank

Das geht in der 9. Minute los: beim Einwurf direkt vor der Holter Trainerbank pennt die Mannschaft um Kapitän Kevin Kröger und lässt den VfL mit dem Ball die komplette Seitenlinie entlanglaufen. Der Querpass vor das Holter Tor findet einen Abnehmer am langen Pfosten – Omar Khaled haut das Leder zum 0:1 (9.) rein.

Stefan Studtrucker

»Wir waren nicht in der Lage, Laufwege zu unterbinden und den Angriff nicht zuzulassen«, moniert Studtrucker. Das 2:0 (24.) resultiert daraus, was er sarkastisch als »neue Idee« bezeichnet. Torwart Philipp Smerat bringt seinen Abstoß 20 Meter weit auf Dozgin Bulut, der allerdings einen Gegenspieler im Rücken hat. »Dodo« will sich noch befreien, das gelingt ihm aber nicht. Leonhardt Wetsch nutzt die Gelegenheit. »So was kann nicht sein. Wenn das passiert, muss man gewissenhaft mit der Kugel umgehen«, fordert Studtrucker.

Omar Khaled trifft insgesamt drei Mal

Und es kommt noch schlimmer: Holsens Khaled legt innerhalb von zwei Minuten noch zum 0:3 (29.) und 0:4 (31.) nach. »Ich bin echt bedient. Damit bin ich nicht einverstanden, das ist nicht die Art und Weise wie ich das haben will«, findet Studtrucker deutliche Worte.

Kabinenpredigt wirkt – zweite Hälfte torlos

Der zweite Durchgang läuft nach einer Kabinenansprache durch den Trainer besser, bleibt aber torlos – für beide Teams. »Da waren wir aggressiver, haben uns Torchancen erarbeitet, weniger zugelassen und gefährliche Situationen früher erkannt«, berichtet Studtrucker. Seine Mannschaft ist nun präsenter und zeigt mehr Leidenschaft. Julian Lakämper steht schon vor dem finalen Pass über die Linie, will sich den Ball noch einmal zurechtlegen, dieser verspringt ihm und so kann sich VfL-Keeper Tim Wächter vor den Ball werfen. »Die zweite Hälfte hätten wir auch gewinnen können, aber immerhin haben wir ein 0:0 erreicht.«

Denkzettel zum passenden Zeitpunkt, aber weiter Vertrauen ins Team

Studtrucker will aus dem Spiel Schlüsse ziehen, was Training und Personal angeht. »Man kann sich doch nicht so vorführen lassen, gegen eine Mannschaft, wo ich eben nicht vor Ehrfurcht erstarren muss. Das ist richtig in die Buxe gegangen und zur richtigen Zeit ein Schuss vor den Bug.« Vertrauen hat er aber weiterhin in sein Team. »Ich weiß, dass die Jungs besser sein können, als das was sie gezeigt haben.« Zum ersten Ligaduell am kommenden Sonntag ist die Spvg. Steinhagen zu Gast.

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