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Hallenfußball-Stadtmeisterschaften: VfB wird Zweiter, Ausrichter FC Kastrioti Dritter

PSV sorgt für die große Überraschung

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Fußball-Stadtmeisterschaften am gestrigen Sonntag haben einige Überraschungen geboten. Der PSV Stukenbrock-Senne stößt den Titelverteidiger VfB Schloß Holte nach fünf Pokalgewinnen in Folge vom Thron.

Carina Teckentrup

Spielertrainer Sebastian Räker (links) und seine Jungs vom PSV Stukenbrock-Senne unterbrechen die jahrelange Siegesserie des VfB Schloß Holte und werden Stadtmeister. Das direkte Duell der beiden Teams geht mit 3:1 an den B-Ligisten. Foto: Patrick Pollmeier

»Es gab nichts zu meckern. Ich hatte vorher den VfB und den FC Kastrioti als Sieger auf dem Zettel. Es muss bei so einem Turnier alles passen – und das tat es heute«, bilanziert PSV-Spielertrainer Sebastian Räker.

Frühe Führung für den Außenseiter – Räker trifft aus der eigenen Hälfte

Das direkte Duell des B-Ligisten aus Stukenbrock-Senne und dem Bezirksligisten zählt am Ende des Turniertages. Vor der entscheidenden Partie hat der PSV acht Punkte auf dem Konto, der VfB steht mit zehn Punkten da. Nach dem Anpfiff dauert es keine volle Minute, da liegt der PSV durch einen sehenswerten Distanzschuss von Räker mit 1:0 vorn. Er zimmert den Ball aus der eigenen Hälfte ins Tor des VfB. Oliver Palawiks legt zum 2:0 nach. Der VfB scheitert zwei Mal knapp – stattdessen setzt Räker zum 3:0 nach. Vier Minuten vor Schluss steigt der Druck für den Titelverteidiger. VfB-Spieler Sebastian Penner erlöst seine Vereinskameraden etwa eineinhalb Minuten vor Schluss mit dem 1:3-Anschlusstreffer.

Stefan Studtrucker

Es tummelt sich zum Ende zwar in der PSV-Hälfte, aber der VfB bleibt glücklos und erntet den Vizemeistertitel. »Wir haben uns hier und da nicht so toll angestellt, hätten zwingender und cleverer sein müssen. Da fehlte wie schon gegen den FC Stukenbrock hinten heraus etwas. Wir sind nicht schnell genug zum Abschluss gekommen. Im Spiel lief es für den PSV etwas glücklich. Am Ende des Tages haben sie aber den Titel verdient, weil sie aufopferungsvoll alles geleistet haben, was dazu nötig war«, zeigt sich VfB-Trainer Stefan Studtrucker mit dem zweiten Platz versöhnlich. »Wir haben den VfB fast nur ausgekontert. Man muss den Gegner kommen lassen. Deswegen haben wir uns gegen den FC Stukenbrock so schwer getan«, sagt Räker.

Bobajs FC Kastrioti wird Dritter

Der FC Kastrioti Stukenbrock – ebenfalls B-Ligist – ist am Ende punktgleich mit dem VfB und hat das bessere Torverhältnis. Die Mannschaft von Spielertrainer Milaim Bobaj muss sich aber mit dem dritten Platz begnügen, weil sie den direkten Vergleich mit dem VfB mit 1:4 verliert. Der FC Stukenbrock II geht zwar mit einem Punkt als Letzter vom Platz, liefert aber dafür ausgerechnet gegen den VfB ein überraschendes 1:1-Unentschieden. »Wir sind zwar schlecht ins Turnier gekommen, haben aber beim 0:1 gegen den FC Kastrioti gesehen, dass es mit Leidenschaft und Biss doch geht, nicht komplett unterzugehen. Es hat Spaß gemacht und ich bin hochzufrieden mit unserem Auftritt – nur nicht mit unserer Platzierung«, sagt FCS-Trainer Siggi Wecker.

Prüfer sieht mit junger Truppe kein Land mehr

SW Sende verbessert sich zum Vorjahr zwar um zwei Plätze und wird mit Siegen gegen den FCS und den SCW Liemke Vierter, Jürgen Prüfer ist allerdings wenig zufrieden. »Wir haben gerade zum Schluss keinen guten Eindruck hinterlassen. Wir versuchen aber das Beste zu liefern. Der PSV und Kastrioti kommen in der Halle einfach besser zurecht. Wir sehen mit unserer jungen Truppe dann kein Land mehr.« Im letzten Spiel des Tages kassieren die Sender mit 8:0 gegen den FCK die höchste Niederlage des Tages.

Stadtmeister feiert mit zwei Fässern Bier

Auch Franz Smuga kann zum Schluss nur schwer lächeln. Der SC Waldeslust Liemke kratzte im Vorjahr noch am Titelgewinn und wurde Vizemeister. Außer einem 1:1 gegen den späteren Turniersieger und einem 3:2-Sieg gegen den FCS, der im Spielverlauf sogar noch auf 2:2 herankommt, gelingt in diesem Jahr aber nichts so recht. »Das war eine Katastrophe. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Gegen Sende sind wir gut gestartet, waren nach dem 2:2 aber zu leichtfertig. Kastrioti haben wir beim 1:6 einfach gewähren lassen. Das war bisher unser schlechtestes Hallenturnier.« Alles andere als schlecht läuft es dagegen für den PSV – auch nach dem Turnier: Co-Trainer Wolfgang Räker und der Verein lassen für den Titelgewinner noch zwei Fässer Bier springen.

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