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Landesliga: VfB Schloß Holte siegt 3:1 zu Hause gegen SC Vlotho

Standard-Tore vom Bierdeckel

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Mit einem 3:1 (1:0)-Heimerfolg gegen den SC Vlotho zieht der VfB Schloß Holte in der Landesliga am Konkurrenten vorbei und rückt auf Platz 7 vor.

Hendrik Fahrenwald

Ausgelassener Jubel: Innenverteidiger Kevin Kröger köpft den VfB Schloß Holte in der 40. Minute in Front. Im Hintergrund jubelt Stürmer Henrik Bredenbals. Alle Tore des Nachmittags resultierten aus Standardsituationen. Foto: Hendrik Fahrenwald

Mit Nachwirkungen der Feierlichkeiten ihres Trainers Mario Lüke am Freitagabend hatten die Holter nicht zu kämpfen. Stattdessen präsentierte sich das mit Elan und frühem Zug zum Tor. Lükes Geburtstagswunsch von drei Punkte schien sich zu erfüllen.

Memos Sözer traf nach vier Minuten mit einem Freistoß aus zentraler Position kurz vor dem Sechszehner den Querbalken. Julian Lakämper scheiterte mit einer Hereingabe im Fünfmeterraum am SC-Schlussmann (7.). Anschließend setzte er einen Abschluss von der Strafraum-Seitenkante an den linken Pfosten (13.). Aus ähnlicher Distanz ließ Nikolas Kompodietas das Leder am rechten Pfosten vorbeirauschen (25.). Der auf den Holter Lippen liegende Torjubel blieb dabei noch aus. Ebenso wie beim Kopfball von Henrik Bredenbals, der aus 12 Metern den Ball nur Zentimeter über die Latte brachte.

Von Vlotho hob sich bisher nur die Defensivleistung hervor, weil im Spiel nach vorne meist ab der Überquerung der Mittellinie Schluss war. Kurz vor dem Seitenwechsel durften die Holter endlich ihren Torschrei loswerden: Klippenstein holte einen Eckball heraus, ließ sich an der Bande von einem Hund noch einmal wachbellen und zog bei der gefühlvollen Hereingabe von Sözer zwei Spieler auf sich, die Platz für VfB-Verteidiger Kevin Kröger machten. Dieser köpfte den Ball kraftvoll ins Netz, breitete seine Arme aus und empfing seine Mitspieler zum Jubel (41.).

Schnelle Dämpfer – schnelle Antwort

Im zweiten Durchgang folgte der schnelle Dämpfer: Vlothos Daniel Reineke glich freistehend nach einer Ecke aus (49.). Wenig später rettete​ VfB-Torwart Marcel Rogalla sein Team gegen SC-Spieler Sascha Schmikal sogar vor dem Rückstand (51.). Dann jedoch fanden die Holter ihre schnelle Antwort: Erst warnte Milaim Bobaj die Gäste mit einem Lattentreffer aus 18 Metern vor. Dann schlug Innenverteidiger Tobias Rutowicz, der Bredenbals zum 2:1 anschoss, zu. Dem voraus ging, wie beim 1:0, ein Eckball (55). Und wenn man Lüke Glauben schenken mag, resultierten die Treffer aus einer Lehrstunde während seiner Geburtstagsfeier. »Die ersten beiden Tore gehen auf mein Konto. Ich habe den Jungs die Standards auf einem Bierdeckel aufgezeichnet.« Nur aus dem Spiel heraus wollte es einfach nicht klappen. Klippensteins Flanke setzte Bredenbals unbedrängt aus kurzer Distanz mit dem Kopf am Tor vorbei (60.).

In der Schlussphase schlich sich der Schlendrian ein: Innerhalb von einer Minute hielt Rogalla sowohl gegen Kai Krüger als auch gegen Leon Sobottka im Eins-gegen-Eins​ (81.). Doch es ging gut aus: Vorne holte der eingewechselte Maximilian Ulrich einen Elfmeter heraus, den Sözer zum 3:1-Endstand verwandelte.

VfB: Rogalla - Weigmann, Rutowicz, Kröger, Hofmann - Bobaj, Kompodietas, Lakämper (78. Ulrich), Sözer, Klippenstein (87. Baehr) - Bredenbals (60. Kalemci).

Tore: 1:0 Kevin Kröger (40.), 2:0 Tobias Rutowicz (55.), 2:1 Daniel Reineke (48.), 3:0 Memos Sözer (87.)

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