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Landesliga: VfB Schloß Holte verliert 1:2 gegen Mastholte und ist neues Schlusslicht

War es das jetzt schon?

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Schockstarre in Schloß Holte: RW Mastholte setzt den Lucky-Punch in der Nachspielzeit und schickt den VfB per verwandelten Elfmeter an das Tabellenende. Mit 1:2 (0:0) unterlag der VfB zu Hause.

Hendrik Fahrenwald

Mastholte-Torwart Kevin Kaupmann boxt sich gegen VfB-Stürmer Henrik Bredenbals durch. Mit 1:2 unterlagen die Schloß Holter zu Hause gegen den ehemaligen Tabellenletzten, der sich nun zweiten Saisonsieg vor den VfB schob. Foto: Hendrik Fahrenwald

Der absolute Tiefpunkt ist erreicht. Das VfB-Interims-Trainerduo aus André Koslowski und Daniel Bartke sitzt schweigend auf der Trainerbank. Ein paar Holter Spieler suchen das Gespräch mit dem Schiedsrichter. Kevin Schubert schlägt die Hände über sein Gesicht zusammen.

Elfmeter in der 91. Minute

Ihm wird vom Unparteiischen-Gespann vorgeworfen, dass er in der 91. Minute einen Mastholter unfair im eigenen Strafraum gestoppt hat. »Ein unglücklicher Elfmeter«, findet Koslowski. Er habe kein Vergehen gesehen, ebenso wie Schiedsrichter Lucas Kamp, der erst auf den Hinweis seines Assistenten auf den Punkt zeigt. Von dort aus verwandelte Patrick Kahr und brachte sein Team vom letzten Tabellenplatz runter.

Neues Schlusslicht ist der VfB, und das insoweit zurecht, weil es die Holter nicht verstanden, das Kellerduell für sich zu entscheiden. Ein klarer Spielplan war nur in den ersten Minuten der Partie zu erkennen. Größtenteils war das Holter Spiel, zur Überraschung der VfB-Trainer, eine Aneinanderreihung von Zufallsprodukten. »Es war das erste Mal, das taktische Vorgaben nicht erfüllt wurden«, sagt Bartke. »Man muss sich nun dahingehend hinterfragen.« Für die Selbstanalyse wollen sich die Holter Zeit lassen.

»Das werden wir in einer ruhigen Minute machen«, sagt Koslowski. Droht nicht nur der Abstieg, sondern nun auch der Abschied des VfB-Gespanns? Gewiss ist nur, dass die Spieler derzeit nicht ihr volles Potenzial abrufen. »Wir bringen unsere gute Trainingsarbeit nicht auf den Platz, das ist auch Kopfsache«, sagt Koslowski.

VfB steht mit leeren Händen da

Mit »Köpfe hoch«, motivierte Kevin Kröger seine Mitspieler nach dem 0:1 in der 54. Minute. Die Gäste nutzten, nach einer zerfahrenen ersten Hälfte, ihre erste Chance in der zweiten Halbzeit. Zehn Minuten später traf auch der VfB: Eine Hereingabe von Maximilian Ulrich leitete Kapitän Kröger vor dem RW-Fünfer an Henrik Bredenbals weiter. Der VfB-Stürmer fackelte nicht lange und traf zum Ausgleich – 1:1 (64.). Dass die Holter in der Schlussviertelstunde auf ein 3:5-2-System umstellten und mit aller Macht den Erfolg suchten, zeigte auf, wie wichtig der erste Heimsieg gewesen wäre.

Nun allerdings steht der VfB zum fünften Mal in dieser Serie mit leeren Händen dar und muss sich erstmals mit dem Tabellenende abfinden.

VfB: Rogalla - Weigmann (80. Ajredini), Rutowicz, Schubert, Hofmann - Kalemci, Bobaj, Ulrich, Klippenstein (61. Lakämper), Kröger - Bredenbals.

Tore: 0:1 Timo Bölter (54.), 1:1 Henrik Bredenbals (64.), 1:2 Patrick Kahr (90.+1).

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