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Handball-Verbandsliga: Spvg. Steinhagen feiert wichtigen 31:27-Sieg beim Rangvierten Porta

»Bassel« und »Chrille« reißen ihr Team mit

Steinhagen (WB/guf). Im vierten Anlauf hat Spvg. Steinhagen endlich den ersten Auswärtssieg der Rückserie gelandet. Der 31:27 (13:13)-Erfolg beim Tabellenvierten HSG Porta Westfalica ist im Abstiegskampf der Handball-Verbandsliga sportlich überlebenswichtig. Denn die direkten Konkurrenten ASV Senden (30:24 gegen Hahlen) und LIT II (30:26 in Ahlen) punkteten ebenfalls doppelt.

Zeitweise unüberwindlich: Nach 6:11-Rückstand hat Keeper Sebastian Brüggemeyer seine Mannschaft Ende der ersten Halbzeit ins Spiel zurückgeholt. Foto: Gunnar Feicht

In der ersten Halbzeit blieb die Spvg. zunächst bis zum 5:6 (13.) dran, verlor dann aber nach einem 1:5-Lauf beim 6:11 und 7:12 (20.) die Tuchfühlung zum Gegner. Die 3-2-1-Deckung der Anfangsphase, die die HSG zu Fehlern zwingen sollte, erwies sich gegen Portas Spiel über den starken Kreisläufer Tretzack als die falsche Lösung. Bei einigen Szenen nach Ballgewinnen bescheinigten sich die Steinhagener im Nachhinein selbst Slapstick-Talent. Auch gegen den wendigen Porta-Youngster Marten Kollmeier sah die Abwehr – trotz Umstellung auf eine 6-0-Formation – bis zur Pause oft schlecht aus. Umso wichtiger, dass Routinier »Bassel« Brüggemeyer nach Einwechslung schnell ins Spiel fand und dank einiger Glanztaten in zwölfeinhalb Minuten bis zur Pause nur zwei Bälle passieren ließ. Mit diesem Rückhalt steigerte sich der Angriff, schaffte zur Halbzeit nach 9:13-Rückstand (23.) den Ausgleich.

Kollmeier traf noch einmal zum 14:15 (32.). »Aber das war dann seine letzte starke Aktion. Wir haben danach besser gedeckt, konnten öfter den Ball gewinnen, vor allem Christoph Lewanzik ist im richtigen Moment aus der Deckung rausgetreten«, sagte Trainer Michael Bohnemeier. Sein Team nutzte eine Überzahl zur 23:20-Führung (45.), aber die Hausherren glichen bis zum 26:26 (54.) Rückstände immer wieder aus.

Als jedoch »Chrille« Lewanzik in den letzten zehn Minuten heiß lief, waren die Portaner im Endspurt machtlos. Der reaktivierte Routinier übernahm für Jan Phillip Lindemann (Trainingsrückstand nach Urlaub) den Part im Angriff und riss seine Mitspieler mit: Vom 24:24 bis zum 28:26 erzielte er alle vier Steinhagener Treffer, nach dem erneuten Portaner Anschlusstor per Siebenmeter machten Moritz Lünstroth, Kevin Kasper und Tim Ansorge den Sack zu. »Noch nie habe ich Christoph so stark gesehen, er hat sich in jeden Ball geschmissen und die Mannschaft geradezu nach vorne gepeitscht«, schwärmte Michael Bohnemeier, der im richtigen Moment die so oft vermisste Willensleistung seiner Crew erlebte.

Spvg. Steinhagen: Köhne (bis 18.), Brüggemeyer (ab 18.); Y. Peperkorn (1), Maiwald (1), Lünstroth (3), Vogel (6), Lewanzik (7), Thiede, Lindemann (2/1), Janzen, K. Kasper (2), C. Peperkorn, J. Wagner (1), Ansorge (8). – Tore für Porta: Tretzack (8/2), Held (6), Hohlfeld (5/1), Kollmeier (4), Naumann (2), Halstenberg, Fuchs.

So geht’s weiter: Sa., 30. März, 19.30 Uhr Hüllhorst (A).

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