1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Steinhagen
  6. >
  7. Doppelschlag: Stinhans steigt auf – und bleibt drin

  8. >

Handball: Versmolds spielender Co-Trainer coacht künftig einen Landesligisten - Steinhagen bleibt Verbandsligist

Doppelschlag: Stinhans steigt auf – und bleibt drin

Halle (WB/guf). Seit das vorzeitige Handball-Saisonende beschlossene Sache ist, steht wie angekündigt für die abstiegsbedrohten Teams fest: Sie bleiben in ihrer angestammten Klasse, es gibt keine Absteiger. Die Männerteams von Spvg. Steinhagen (Verbandsliga) und SF Loxten II (Landesliga) sind also gerettet.

Thilo Stinhans (am Ball) hat doppelt Grund zur Freude: Als Spieler der Spvg. Versmold steigt er auf, SF Loxten II coacht er demnächst in der Landesliga. Foto: Mika Krüger

Spvg. Steinhagen (Verbandsliga): André Schnadwinkel freute sich natürlich, dass das Tabellenschlusslicht weiter für die Verbandsliga planen kann, der Sportliche Leiter sagte aber auch: „Wir hätten es lieber auf sportlichem Wege geschafft, denn in den letzten Wochen vor der Zwangspause wurden die Leistungen immer besser. Jetzt haben wir leider den Stempel ‚Die sind nur drin geblieben, weil...‘ “ Wichtig sei aber, dass jetzt endlich Planungssicherheit bestehe. Laut Schnadwinkel haben unter der Prämisse Verbandsliga alle Spieler des aktuellen Kaders für die kommende Serie zugesagt: „Nach der langen Pause können wir sagen, dass beide Wagner-Brüder künftig wieder fit sind. Hoffentlich auch Leo Janzen und Joachim Vogel, die immer wieder Verletzungsprobleme hatten. Mit einer intensiven Vorbereitung unter der Regie von Christian Blankert kann die Mannschaft dann hoffentlich zeigen, dass sie diese Serie völlig unter Wert geblieben ist“, blickt Schnadwinkel voraus. Aber wie für alle Teams gilt: Wann erstmals gemeinsam trainiert werden kann, weiß derzeit niemand.

SF Loxten II (Landesliga): Thilo Stinhans, der künftige Coach des Landesliga-Drittletzten, hatte die Verbands-Entscheidung Sonntag gleich aus zwei Blickwinkel im Visier: Aus Loxtener Sicht weiß er, dass er in Zukunft einen Landesligisten trainiert, zudem ist er als spielender Co-Trainer des Kreisliga-Primus Spvg. Versmold gestern in die Bezirksliga aufgestiegen.

Was den überlegenen Aufstieg mit Versmold (35:3 Punkte) angeht, empfindet der 27-Jährige vor allem Erleichterung: „Wir haben in den letzten zwei Spieljahren zusammen nur acht Punkte abgegeben und hätten im Normalfall schon bis zur Osterpause die Meisterschaft klar gemacht. Da wäre es für Mannschaft und Verein extrem bitter gewesen, hätte man uns um den Aufstieg gebracht.“

Als neuer Coach bei SF Loxten II, wo er lange selbst in der Ersten gespielt hat, freut sich Stinhans nun auf seinen ersten Trainerjob in der Landesliga: „Für unser junges Team erhoffe ich mir frühzeitig Erfolgserlebnisse. Das wird unheimlich wichtig, damit sich eine Eigendynamik entwickelt.“ Wenn künftig Routinier Marcel Hermann nur noch im Notfall zur Verfügung steht, können sich vielleicht die Youngster mehr entfalten. Felix Eggert verlässt SFL II, Danny Sandkühler will kürzer treten und Stinhans unterstützen. Keeper Alex Kaup wird künftig wieder regelmäßig zur Verfügung steht, von TSG Harsewinkel II kommt Linkshänder Louis Düpjohann für den Rückraum. Ob Christian Bauer weitermacht, steht noch nicht fest.

Spvg. Versmold (Frauen-Verbandsliga): Beim Schlusslicht läuft noch die Beratung, ob es in der Verbandsliga weitergehen soll.

Zwei Aufsteiger zur Frauen-Landesliga

Der Handballkreis Gütersloh folgt mit seinen Regelungen zum vorzeitigen Saisonende, der Wertung der Spielzeit (mit Quotientenmodell und Aufsteiger-Wildcards) sowie dem Verzicht auf Absteigern den Vorgaben des westfälischen Verbandes. Da auch die Bezirksligen mittlerweile in der Verantwortung der Kreise liegen, bedeutet dies, dass Spvg. Steinhagen II (2.) und Union Halle (nutzt die Wildcard als Vierter) in die Frauen-Landesliga aufsteigen und bei den Männern Spvg. Steinhagen II (11.) und TuS Brockhagen (12.) Bezirksligisten bleiben.

Startseite
ANZEIGE