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Fußball: FC St. Pauli führt sein Rabauken-Camp in Steinhagen mit 49 Kindern durch

Endlich wieder kicken

Steinhagen (WB). Zum sechsten Mal findet in dieser Woche nun schon das Rabauken-Fußballcamp des FC St. Pauli auf der Anlage der Spvg. Steinhagen statt. Dabei hatten die Verantwortlichen auch das Glück des Tüchtigen und legten mit ihrer Planung eine echte Punktlandung hin. „Wäre der Termin eine Woche eher gewesen, hätten wir alles absagen müssen“, erklärt Steinhagens Organisator und Jugendleiter Oliver Erdmann.

Jens Horstmann

Was gibt es Schöneres, als in den Sommerferien den ganzen Tag zu kicken? Foto: Jens Horstmann

Als der Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik die Lage für den Kreis Gütersloh wieder verschärft hatte, sei es ihm auch „bleich um die Nase geworden.“ Zumal aufgrund der Corona-Krise natürlich nicht nur weniger Werbung gemacht werden konnte, sondern sich auch die Teilnehmerzahl reduzierte. „Eigentlich beginnen wir so ab Februar, März mit der Werbung. Genau da ging ja die Krise aber los“, so Erdmann weiter. Doch als sich die Lage immer weiter entspannte, sei auch nochmal ein Schwung von Anmeldungen gekommen, so dass am Montag 49 Kinder auf der Matte standen.

Den ganzen Tag draußen

„Die haben natürlich alle total Bock, endlich wieder zu kicken und sind total happy“, sagt Erdmann. Doch natürlich herrschen auf der Anlage strikte Hygienevorschriften, inklusive regelmäßiger Desinfektion, räumlicher Trennung der Gruppen selbst beim Essen. Und die Trainer tragen den ganzen Tag eine Maske. Die Kabinen bleiben auch bei Regen geschlossen, alles findet im Freien statt. Sogar die Stadion-Tür wird abgeschlossen, so dass niemand die Sportanlage am Cronsbach betreten kann. „Eine Sache darf nicht passieren – ein Corona-Ausbruch im Camp. Also selbst wenn sich ein Kind zu Hause ansteckt, müssen wir das Risiko einer Weiterverbreitung gegen Null halten“, erklärt Steinhagens Jugendleiter. Dafür habe es einen regelmäßigen Austausch mit den Camp-Verantwortlichen zu Erstellung und der Durchführung der Hygiene-Vorschriften gegeben. „Seit April wurden schon in zwölf Bundesländern Camps durchgeführt, die Trainer sind da total sensibilisiert. Und auch die Gemeinde Steinhagen hat uns ja klare Leitplanken für eine Durchführung gegeben. Nur deshalb können wir das Camp anbieten und dafür sind wir auch sehr dankbar“, betont Erdmann.

Trainer sind sensibilisiert

Eine weitere Herausforderung stellt die Verpflegung dar. In den vergangenen Jahren sorgte Peter Krebs vom Graf Bernhard für das Mittagessen und brachte auch die Trainer des FC St. Pauli bei sich unter. Doch das Hotel gibt es nicht mehr. „Das lief immer super. Da sind wir natürlich verwöhnt“, so Erdmann. Nun kommt die Verpflegung vom Hotel Büscher aus Quelle, und die Trainer sind in einer Ferienwohnung am Gasthof Tatenhausen untergebracht. Auf dem Rasen kehrt dagegen, so gut es eben möglich ist, Normalität ein. Erdmann: „Natürlich war es sonst noch etwas stimmungsvoller, gerade neben dem Platz. Aber das ist eben dieses Jahr so. Ich bin trotzdem total glücklich, dass wir alles im Rahmen der Möglichkeiten umsetzen können.“ Jeden Tag trainieren die Kinder von 9.30 bis 16 Uhr auf Kunstrasen und dem angrenzenden Trainingsplatz in verschiedensten Spiel- und Übungsformen. Zudem bekommt jeder Teilnehmer seine persönliche Ausstattung geschenkt. Traditionell endet das Camp am Freitag mit der Mini-WM.

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