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Handball-Verbandsliga: 29:28 gegen Harsewinkel – Steinhagen schaltet nach 14:4 ab

Ferienmodus nicht bestraft

Steinhagen (WB). 20 Minuten liefert Spvg. Steinhagen eine Handball-Gala, 30 Minuten plätschert das Verbandsliga-Derby gegen TSG Harsewinkel vor sich hin, die letzten zehn Zeigerumdrehungen ist die Cronsbach-Crew bereits gedanklich in den Herbstferien. Am Ende zittert sie ein 29:28 (15:7) ins Ziel.

Sören Voss

Christoph Lewanzik, Sebastian Brüggemeyer, Tim Ansorge, Joachim Vogel und Jonas Maiwald bejubeln den Steinhagener Derbysieg gegen Harsewinkel. Foto: Sören Voss

Spvg.-Trainer Torben Gottsleben pustet nach einer turbulenten Schlussphase kräftig durch: »Wir sind mit eineinhalb blauen Augen und zwei Punkten davongekommen. Aber wer 50 Minuten gut spielt und zehn Minuten Mist, der hat trotzdem verdient gewonnen.«

Die Punkte neun und zehn, mit denen die Spvg. der Liga-Spitze auf den Fersen bleibt, hat sie sich zu Beginn des Spiels durchaus erarbeitet. Die Startphase ist vor beachtlichen 600 Zuschauern das Beste, was die Gottsleben-Schützlinge bisher in dieser Saison gezeigt haben. Aggressiv und aufmerksam in der 3:2:1-Abwehr, Variabel und energisch im Abschluss – 14:4 heißt es nach 24 Minuten. Fabian Karnath setzt sich von Linksaußen oder als Einläufer durch, Tim Ansorge ist am Kreis schwer zu stoppen und Simon Schulz trifft trotz des ihm zugewiesenen Positionsverteidigers.

Harsewinkel fehlt es hingegen an Körpersprache und auch Torwart Johnny Dähne ist kein Faktor, weil er nach 15 Minuten ausgewechselt wird und nicht mehr zurückkehrt.

Die zweite Halbzeit erinnert lange an ein Trainingsspiel. Zu groß erscheint der Rückstand der Gäste, um noch einmal für Spannung zu sorgen. Doch während die Spvg. den Derbysieg im Hinterkopf offenbar schon verbucht hat, gibt die junge TSG-Formation nicht auf. Angeführt von Florian Bröskamp pirschen sich die Harsewinkler heran und riskieren bei 22:29-Rückstand (55.) mit einer offenen Manndeckung alles. Steinhagen wird nervös und produziert statt Tore jetzt Unmengen an Ballverluste. Sechs Gegentreffer in Folge, plötzlich steht es 29:28. Immerhin ist die Spvg. clever genug, den letzten Angriff in Überzahl so lange auszuspielen, dass selbst nach dem Fehlwurf des insgesamt unglücklichen Christoph Lewanzik Sekunden vor Schluss Harsewinkel keinen Angriff zum möglichen Ausgleich mehr fahren kann.

»Das Ergebnis ist aber auch so schmeichelhaft«, gibt Gäste-Trainer Manuel Mühlbrandt zu. »Nicht Steinhagen war unfassbar gut, sondern wir unfassbar schlecht und ängstlich. Es spricht aber für die Truppe, dass wir noch einmal zurückgekommen sind.«

Daten & Fakten

Spvg. Steinhagen: Brüggemeyer, Köhne; Peperkorn (1), Lewanzik, Maiwald (2), Lünstroth (1), Vogel (1), Karnath (7), R. Kasper (2), Höner (n.e.), Schulz (8/2), Lindemann (2), Ansorge (5).

TSG Harsewinkel: Dähne (bis 15.), Kaup (ab 15.); Schüpping (3), St. Claire (2), Hilla (1), Doherty (1), Schneider (2), S. Bröskamp (4), Brown (n.e.), F. Bröskamp (6), Kalter (4/3), P. Pelkmann (2), Dreiszis (3).

S tationen: 3:0, 6:2 (7.), 10:4, 14:4 (24.), 15:7 (HZ), 20:10 (37.), 21:14, 26:17 (50.), 29:22 (55.), 29:28.

Zeitstrafen: 4:4.

Zuschauer: 600.

So geht es weiter: Sa., 11. November, 17.30 Uhr LIT II (A).

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