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Fußball-Landesliga: Defensivreihen dominieren beim 0:0 zwischen Peckeloh und Steinhagen

Langweilig wie noch nie

Altkreis (WB). Ein später 2:2-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit beim letzten Duell um Punkte, davor ein Spektakel beim Hallenmasters-Finale und vor einigen Jahren ein verrücktes 4:4. Das Derby der beiden Fußball-Landesligisten SC Peckeloh und Spvg. Steinhagen hat bis dato mit hohem Unterhaltungswert überzeugt. Das 0:0 am gestrigen Sonntag ist dagegen das Kontrastprogramm – eine Partie, die schnell vergessen sein wird.

Stephan Arend

Steinhagens größte Chance: Der aufgerückte Ex-Peckeloher Marvin Hornberg scheitert im 1:1-Duell an SCP-Schlussmann Tom Weber. Foto: Sören Voss

»Das schlechteste Derby seit Jahren. Das war kein Werbung für den Fußball«, spricht Jan Fahrenwald nach 92 zumeist langweiligen Minuten Klartext. Was die Offensivbemühungen beider Teams angeht, steht Peckelohs Fußball-Obmann sicherlich mit seiner Meinung nicht alleine da. Der SCP hat nach Standardsituationen seine beiden besten Chancen. Hakan Bayer verfehlt per Kopf nach Heinsch-Ecke die Führung nur knapp (39.). Noch näher am 1:0 sind die Gastgeber in der 78. Minute, als Steinhagens Keeper Pascal Sanker einen Freistoß-Kracher von Marvin Heinsch mit den Fingerspitzen an die Latte lenkt.

Auf der Gegenseite hat die Spvg. die erste große Gelegenheit der Partie. Doch der aufgerückte Marvin Hornberg scheitert nach Zuspiel in den freien Raum von Vidoje Matic im 1:1-Duell an Peckelohs Torwart Tom Weber. Genau diese Pässe in die Tiefe spielt die Spvg. im weiteren Verlauf zu ungenau und lässt so einige vielversprechende Umschaltsituationen liegen. Nur noch einmal muss Weber seine Klasse unter Beweis stellen, als er einen Schuss von Nick Mdoreuli aus kurzer Distanz per Reflex entschärft.

So gibt es in einem fairen Derby statt brenzliger Strafraumsituationen viele Zweikämpfe, Kopfballduelle, Halbchancen aber auch Stockfehler sowie Fehlpässe zu sehen. Das 0:0 ist auch deshalb das folgerichtige Ergebnis, weil beide Defensivreihen aufmerksam und konsequent zu Werke gehen und dem Altkreisduell so den Stempel aufdrücken. Somit ist nicht alles schlecht an diesem Nachmittag vor weniger Zuschauern als erwartet. Nur werden die Fußballfans, die zuhause geblieben sind und stattdessen das Bundesliga-Spiel von Hertha gegen Bayern gesehen haben, heute ihren Arbeitskollegen mehr zu erzählen haben.

Peckeloh: Weber; Pixa, Hall, Kosecki, Weinreich – Bayer – Steinkamp (60. Ikeakhe), Schmidt (64. Colak), Heinsch, Shabani – Rustige (69. Gülünay).

Steinhagen: Sanker; Hornberg, Wieland, Siekmann, Schoebel – Bürmann, Kipp (87. Freyermuth) – Herden, Matic, Kreutzer – (72. Winder), Mdoreuli (60. Herrmann).

Zuschauer:  250.

Die nächsten Spiele – Sonntag, 8. Oktober, 15 Uhr: Steinhagen - Bad Lippspringe, Holsen - Peckeloh.

Derby-Stimmen

Markus Kleine-Tebbe (Trainer SC Peckeloh): Es ist immer bitter, zuhause nicht zu gewinnen. Beide Mannschaften haben bei schwierigen Bodenverhältnissen viele Fehler gemacht, und oft ist es bei Halbchancen geblieben. Steinhagen hat wie erwartet tief gestanden. Da kann man sich jederzeit einen Konter fangen.

Daniel Keller (Trainer Spvg. Steinhagen): Ein leistungsgerechtes Remis. Peckeloh war bei Standards gefährlich. Wir müssen bei unseren Umschaltaktionen sauberer spielen oder cleverere Entscheidungen treffen. Dann schießen wir auch ein Tor.

Dennis Kipp (Spvg. Steinhagen): Beide Mannschaften hatten einige wenige Möglichkeiten. Wer in Rückstand geraten wäre, der hätte es heute schwer gehabt. Ein gerechtes Ergebnis. Wir haben kein Gegentor kassiert. Darauf können wir aufbauen.

Benedikt Schoebel (Steinhagen): Wir waren defensiv stark und haben gut gegen den Ball gearbeitet. Gefehlt hat dagegen der letzte Ball in die Tiefe. Doch man muss auch Peckeloh ein Kompliment machen. Der SCP hat gut verteidigt.

Tom Weber (Peckeloh). Wir hätten das Derby natürlich gerne gewonnen. Doch nach dem Spielverlauf war nicht mehr drin – ein gerechtes 0:0.

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