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Fußball/Handball: Christoph Lewanzik bestreitet am Wochenende zwei wichtige Spiele

Steinhagens sportliche Allzweckwaffe

Steinhagen  (WB). Doppelter Einsatz für Christoph Lewanzik: Auf den langjährigen Handball-Golagetter der Spvg. Steinhagen warten am Wochenende zwei wichtige Spiele in zwei Sportarten. Samstag Abend kämpft der bald 34-Jährige mit den Verbandsliga-Handballern in Hüllhorst um den Klassenerhalt, Sonntag, 16.15 Uhr (Carl-Severing-Schule) geht es mit den Ü32-Kickern seines Vereins gegen Beli Orlovi Srbija um den Einzug ins Endspiel der Altliga-Hallenrunde.

Gunnar Feicht

Spvg. Steinhagens sportliche Allzweckwaffe: Als Ü32-Fußballer steht Christoph Lewanzik Sonntag im Halbfinale der Hallenrunde. Foto: Jens Horstmann

»Das Handballspiel ist erheblich wichtiger als der Spaßfußball.« »Chrille« setzt deutliche Prioritäten. Schließlich war die Abstiegsnot der Spvg. in seiner Kernsportart der Grund, warum er nach dem Laufbahnende im Mai 2018 für den Saisonendspurt noch einmal eingesprungen ist. Aber das Multitalent ist auch für die Ü32-Fußballer eine echte Verstärkung: »Mir hat die bisherige Saison jedenfalls viel Freude bereitet. Bis zu meinem ersten Treffer hat es zwar einige Zeit gedauert, aber wie beim Handball geht’s eben auch darum, Tore vorzubereiten.« Seine Rolle unter den alteingesessenen Fußballern sieht er so: »Ich bin so etwas wie der Wirbelwind in der Truppe und mit meiner Laufleistung, glaube ich, schon ganz wertvoll. Auch wenn es darum geht, die gegnerischen Kombinationen zur zerstören.«

Lewanzik macht es jedenfalls großen Spaß, mit ausgewiesenen Hallenspezialisten wie Nico Vosspeter oder Pascal Hofbüker in einer Mannschaft zu kicken. Respekt und Anerkennung der »Gelernten« hat er sich in den Jahren zuvor als Torjäger der Handballer beim vereinsinternen Steinhagener Fußball-Hallenturnier erworben. Bei der Spvg. gibt es da ohnehin keine Scheuklappen: Fußballer Bastian Bunte schwenkte mit Anfang 30 in der Kreisliga-Mannschaft (Spvg. III) ganz ins Handball-Lager um, in der »Dritten« gehört mittlerweile auch der ehemalige NRW- und Oberliga-Fußballer Janis Theermann (TuS Dornberg, VfL Theesen) zum Stamm.

Als leidenschaftlicher Wettkampfsportler saugt Christoph Lewanzik bei seinen erfahrenen Teamkollegen viele Details auf, die die spezielle Taktik auf dem kleinen Hallenspielfeld ausmachen. »Aber mir macht es auch deshalb Riesenspaß, weil ich die meisten Gegner eben noch nicht kenne. Ich kann immer befreit aufspielen«, sagt er schmunzelnd. Dass die Hallenmeisterschaft erstmals in einer Doppelrunde mit Spielbetrieb an jedem Wochenende aufwartete, hat dafür gesorgt, dass bei Lewanzik vom sportlichen Ruhestand keine Rede sein kann: »Meine Frau hat schon gesagt, dass die Woche eigentlich zwei Tage mehr haben müsste. Aber wir haben zum Glück einen großen Kader. Und die Stimmung ist so gut, dass wir die unterschiedliche Qualität der Spieler unter einen Hut bringen.«

Auch gegen Beli Orlovi Srbija will das Siegerteam der Vorrunden-Gruppe 2 mit der richtigen personellen Mischung zum Erfolg kommen. Der Gegner hat ebenfalls Qualität, belegte in der Parallelgruppe ungeschlagen Platz zwei und erreichte gegen Staffelsieger DSC Arminia zweimal ein 4:4. Im Viertelfinale hat das Team um Ivan Kandic, Güven Aydin und Ümit Ciflik Vorjahreskreismeister Jöllenbeck mit 3:1 ausgeschaltet. Christoph Lewanzik geht das Duell wie immer mit großem Ehrgeiz an, aber für ihn ist es die Kür des Sportwochenendes. Nach der Pflicht im Verbandsliga-Abstiegskampf mit den Handballern: »In Hüllhorst müssen wir uns alle den Hintern aufreißen und unseren Siegeswillen und Teamspirit auf die Straße bringen.«

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