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SC Verl will »Jungböcken« vom 1. FC Köln die Stirn bieten – freier Eintritt zum Volksfest

Bloß nicht verkatert aufs Verler Leben

Verl (WB). Trainer Guerino Capretti spricht von einer schönen Konstellation, wenn sein Fußball-Regionalligist SC Verl am Freitag um 19 Uhr den U21-Nachwuchs des 1. FC Köln erwartet und passend dazu das Volksfest Verler Leben seinen Auftakt erfährt. »Wir haben Dorffest und wollen natürlich mit der Mannschaft nach unserem Spiel dort den Sieg feiern«, gedenkt der 36-Jährige, sich die Partystimmung keinesfalls vermiesen zu lassen.

Christian Bröder

Flügelflitzer Patrick Kurzen (links), hier beim 1:1 gegen Wuppertaler SV, will mit dem SC Verl am Freitagabend den U21-Nachwuchs des 1. FC Köln schlagen und im Anschluss mit der Mannschaft auf dem Volksfest Verler Leben feiern. Foto: Wolfgang Wotke

Gegen die jungen »Geißböcke« soll der zweite Saisonsieg her, denn wer will schon verkatert auf ein Volksfest? Die Laune ist gut. Auch wenn man sich am jüngsten 0:0 bei Aufsteiger Kaan-Marienborn nicht gerade hatte berauschen können.

0:0 in Kaan-Marienborn ist gut aufgearbeitet worden

»Wir wollten den Sieg am Ende ja erzwingen, es hat nicht ganz funktioniert. Es ist aber nicht so, als wenn wir uns mit dem Unentschieden zufrieden gegeben hätten. Ich bin der Meinung, dass wir alles versucht haben«, fasst Capretti seine Eindrücke zusammen. Die konsequente Aufarbeitung der vierten Punkteteilung der laufenden Saison lässt aus seiner Sicht die Schlussfolgerung zu, dass man zwar »den Ball gut laufen lassen und Chancen kreiert, aber eben trotz unserer offensiven Ausrichtung in einem 4-1-4-1-System mit zwei Zehnern das Tor nicht getroffen« habe.

Schnellen Abschlüssen und Standardsituationen ist deshalb beim Rangsechsten (7 Punkte, 5:3 Tore) auch ein Hauptaugenmerk der Trainingswoche gewidmet worden, denn gegen den aktuellen Tabellenvorletzten (3, 5:8) soll’s vorne endlich wieder klingeln. »Wir müssen geduldig sein, denn sie stehen sehr tief und kompakt«, erklärt der SCV-Coach der den »Effzeh« am 19. August bei dessen 0:2 in Essen beobachtet hat.

Sportclub fehlen Julian Schmidt, Bastian Müller und Nico Hecker

Personell muss der SC Verl (wie berichtet) auf Mittelfeldmann Bastian Müller verzichten, der mit einem Muskelfaserriss »mindestens zwei Wochen ausfallen wird«, so Capretti. Zudem fehlen ihm Nico Hecker (»Ein Einsatz käme noch zu früh«) und Julian Schmidt, der wegen seiner Verletzung am 4. September die Ergebnisse einer MRT-Untersuchung beim Neurochirurgen erhält.

Passend zum Volksfest: Freier Eintritt in der Sportclub-Arena

Wie viele Zuschauer am Freitagabend den Weg in die Sportclub-Arena finden, ist für Raimund Bertels schwer einzuschätzen, denn der Sportclub lädt zum kostenlosen Besuch (ausgenommen sind »Stammtisch« und »1924«-Karteninhaber) der Partie ein. »Ich hoffe einfach, dass viele Besucher vom Verler Leben den Weg zu uns in Stadion finden«, sagt der 51-jährige Vereinsvorsitzende.

Gerne erinnert sich Raimund Bertels an seine sieben Jahre währende Zeit als aktiver Spieler beim SC Verl zurück, als er selber noch mit der 1. Mannschaft nach Heimspielen zum Verler Leben »auf Schlür« gegangen ist: »Wir haben viel gelacht und Spaß gehabt. Eines war aber auch immer Gesetz: Man verliert kein Heimspiel zum Verler Leben...«

So könnte der SC Verl spielen: Brüseke - Schmik (Sansar), Mikic, Stöckner, Sansar (Sewing) - Kurzen, Schallenberg, Schröder, Stojanovic (Liehr) - Haeder, Langemann (Hammel).

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