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Die WB-Noten zur Fußball-Landesliga: einen blauen Brief gibt’s auch

Zeit für das Zwischenzeugnis

Gütersloh (WB). Hefte raus, Klassenarbeit! 14 Spiele haben die drei heimischen Klubs der Fußball-Landesliga hinter sich gebracht. Wer hat überzeugt? Bei wem ist die Versetzung gefährdet? Nach der Hälfte der laufenden Saison und vor dem Rückrundenstart am kommenden Wochenende vergleicht das WESTFALEN-BLATT den Leistungsstand.

Christian Bröder

Für den Kaunitzer Kapitän Denis Hülsebusch (Mitte) startet die Rückserie der Fußball-Landesliga am Sonntag mit dem Derby in Verl. Im Hinspiel zog Schwarz-Gelb gegen Jannik Steringer (rechts) und den SCV mit 2:4 den Kürzeren. Foto: Henrik Martinschledde

FC Kaunitz – Platz 5, Note 3+

Bevor das Team von Trainer Maik Uffelmann (31) am Sonntag um 14.30 Uhr im Derby beim SC Verl II etwas gutzumachen hat (2:4 im Hinspiel), kann man auf eine befriedigende Hinserie schauen. »So sehe ich das auch. Zuletzt haben wir doch sehr gut gepunktet«, so der Coach, für den es im Sommer »nur um den Klassenerhalt« ging. Das Ziel wirkt angesichts zum Teil hochkarätiger Zugänge (Großeschallau, Röber, Schulze), der Kaderqualität und des aktuellen Rangs leicht tiefgestapelt. Gleichwohl drückt am Furlbach der Hemmschuh: Mit nur zwei Siegen (4:0 gegen Westernkotten und 4:1 gegen Rietberg) ist man in der Heimtabelle Viertletzter, auswärts dagegen Zweiter. Das Plus zur Note gibt’s, weil Schwarz-Gelb im Oktober ein Zwischentief mit übergreifend fünf Pleiten in Folge (5:14 Tore) weggesteckt und aus den letzten fünf Spielen vier Siege (15:4 Tore) geholt hat.

Fazit: Der besondere Aufsteiger hat eigentlich das Zeug für die Top drei. Die Routiniers müssen den Weg weisen, die Youngster mitziehen und die Heimschwäche muss abgestellt werden. Dann gibt’s am Saisonende ein »Gut«!

SC Verl U21 – Platz 7, Note 3

Umbruch »as usual«: 15 Neuzugänge hat Coach Julian Hesse (29) im Sommer begrüßt, darunter elf Eigengewächse aus der U19. Beim Vorhaben, Tabellenplatz neun der Vorsaison zu verbessern, liegt man im Soll. Aber dem Trainer der Talentschmiede geht’s auch um anderes als das Sportliche: »Wir haben eine super Trainingsdichte, pflegen ein tolles Miteinander. Ein gutes Umfeld ist ein wichtiger Faktor für die Entwicklung«, so Hesse. Prunkstück ist die Offensive (37 Tore), obwohl »nach oben« berufene Fabio Kristkowitz zuletzt »merklich fehlt«. Manko: 32 Gegentore gab’s, es herrscht hohe Fluktuation im Kader und aufgrund des jungen Durschnittalters (20) mangelt es ab und an an Abgeklärtheit, ein Spiel »dreckig, aber erfolgreich« zu beenden.

Fazit:

Der Ausbildungsauftrag steht bei der U21 im Vordergrund, dafür bezahlt man auch mal Lehrgeld. Generell ist der SCV aber auf Augenhöhe. Tendenz geht Richtung »Gut«.

Viktoria Rietberg – Platz 13, Note 5+

Daheim oft hui, doch auswärts pfui! Der blaue Brief wird an die Berglage verschickt, denn Viktoria steht auf dem Relegationsplatz. »Wir sind mitten im Abstiegskampf, da brauchen wir uns nichts vormachen«, weiß Trainer Timo Hillebrenner (34), der »eine Achterbahnfahrt mit Auf und Abs« erlebt. Woran krankt’s? Das Team spielt zu wechselhaft – 4:1 gegen Spitzenreiter Fichte, 0:5 beim Letzten Vlotho. Der in der Vorsaison 19 Mal erfolgreiche Torjäger Marc Birkenhake hat nur fünfmal genetzt. Und personell »waren wir oft gebeutelt«. Beispiel: Der zur Defensiv-Stabilisierung geholte Stephan Eggert absolvierte verletzungsbedingt nur zwei Einsätze. Er wird auch Sonntag (14.30 Uhr) fehlen, wenn gegen den Rangdritten Brakel die Revanche für das 0:5 gelingen soll.

Fazit: Die Versetzung ist gefährdet, vieles lief mangelhaft. Doch wird die Kaderqualität konsequent (und auch auswärts) abgerufen, schafft Viktoria den Klassenerhalt.

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