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Frauenfußball-Masters: SCB neuer Titelträger - Werther bezwingt SCP im kleinen Finale

Bielefelder stürzen Altkreisserie

Versmold (WB). Nach drei Jahren Altkreis-Vorherrschaft hat sich beim 17. Fußball-Hallenmasters der Frauen SC Bielefeld den Titel gesichert. Im Endspiel bezwang der Landesligist vom Meierteich die Arminia-Reserve deutlich mit 3:0.

Paul Huxohl

Klare Sache im Endspiel des 17. Fußball-Hallenmasters der Frauen in Versmold: Die Regionalliga-Reserve des DSC Arminia Bielefeld musste sich im Endspiel den Damen des SC 04/26 Bielefeld geschlagen geben. Foto: Nico Seifert

Per Doppelschlag brachte Kamila Kmiecik (ehemals Arminia und FSV Gütersloh) ihren SCB vor etwa 350 Zuschauern in der Versmolder Dreifachsporthalle auf die Siegestraße. Kurz danach vergaben die tapfer kämpfenden DSC-Spielerinnen erst vom Punkt und trafen dann die Latte. Im späteren Verlauf kam nur noch wenig Gegenwehr von der Arminia. Ärgerlich: Das Aufeinandertreffen in der Zwischenrunde hatte man noch 4:0 für sich entschieden. Kurz vor Schluss machte Friderike Borchers (SCB) mit ihrem Treffer zum 3:0 den Deckel auf den Turniersieg. »Die spielerisch Überlegenheit hat Auftrieb gegeben«, jubelte Trainer Heiner Hillemeyer.

Gastgeber SC Peckeloh ist zufrieden

Das beste Altkreisteam stellten die Damen des BV Werther (Landesliga), die im »kleinen Finale« 3:1 gegen Gastgeber SC Peckeloh (Bezirksliga) gewannen und sich den dritten Rang sicherten. Für den Podiumsplatz benötigte die Mannschaft von Jennifer Damkröger allerdings einen kühleren Kopf im Neunmeterschießen: »Nach der Niederlage im Halbfinale haben wir eine super Reaktion gezeigt. Aus dem Turnier gehen wir mit einem positiven Gefühl.« Einziger Wermutstropfen für Damkröger: Die BV-Trainerin musste im Turnierverlauf mit Jasmin Kreiensiek (Bluterguss an der Wade) und Monika Brosch (Knieverletzung) die Ausfälle zweier Leistungsträger beklagen: »Dann fehlt uns einfach die Erfahrung.«

Auch beim Viertplatzierten SCP überwog die Freude. »Im Verlauf haben wir uns immer weiter gesteigert und können stolz auf uns sein. Leider hatten wir vom Punkt erneut kein Glück«, erklärte Peckelohs Trainerin Edita Medjedovic in Anlehnung an das verlorene Endspiel im Vorjahr.

Teresa Beine und Sandrine Rahmann verschossen dieses Mal aus neun Metern. Ein großes Lob sprach Medjedovic den Organisatoren sowie den hauseigenen Fans des SCP, die erneut für eine stimmungsvolle Kulisse unter dem Hallendach sorgten, aus: »Die Unterstützung von den Rängen war an beiden Tagen großartig. Auch das Ausrichten hat uns viel Spaß gemacht. Peckeloh ist ein Mega-Verein!«

Überraschende Auszeichnungen

Die Kreisligisten SV Häger und Spvg. Steinhagen strichen jeweils nach der Zwischenrunde die Segel. Für Unmut hat das Ausscheiden bei Steinhagens Coach Oliver Nestmann allerdings nicht gesorgt: »Über weite Strecken war in den Partien kein Klassenunterschied zu erkennen. Die Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Peckeloh war unglücklich.« Ein bisschen anders beurteilte André Kubisch vom SV Häger den zweiten Turniertag: »Da haben wir leider nicht so gut gespielt und den ganz großen Ehrgeiz vermissen lassen.« Ebenfalls auf Kreisebene unterwegs ist der TSV Amshausen. Trotz Platz drei in der Zwischenrundengruppe hinter der den Finalkontrahenten SCB und Arminia II durften nach Turnierende mit Lena Tarun (beste Spielerin) und Carolin Cloes (beste Torhüterin) gleich zwei Spielerinnen aus Amshausen ihre Auszeichnungen entgegennehmen.

»Wir haben damit nicht gerechnet, aber wir haben den Tipp bekommen, bis zur Siegerehrung in der Halle zu bleiben«, so das TSV-Duo über die überraschenden Trophäen. Als beste Torschützin (acht Treffer) wurde Evdokia Pantelidou von Arminia Bielefeld II geehrt.

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