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Handball-Oberliga: SF Loxten verliert trotz ansprechender Leistung 30:32

Euphorie als Rucksack

Versmold-Loxten  (vos). Die Leistung war nicht schlecht, aber auch nicht stark genug für einen zählbaren Erfolg: SF Loxten hat trotz energischer Aufholjagd gegen LIT Tribe Germania in der Handball-Oberliga eine 30:32 (15:18)-Niederlage kassiert.

Aktivposten: Mit sechs Toren gehörte Neuzugang Max Schäper beim 30:32 gegen LIT zu den auffälligsten Loxtenern in einem hart umkämpften Heimspiel. Foto: Sören Voss

Es waren zwei kurze Loxtener Schwächephasen, die die im Positionsangriff überzeugenden Gäste effizient ausnutzen, um schließlich ihr gutes Dutzend mitgereister Anhänger jubeln zu lassen. Nachdem SFL den kleinen Fehlstart beim 8:9 (16.) souverän repariert hatte, folgte mit der Zeitstrafe gegen Timo Menger die erste, aus Loxtener Sicht, richtig ärgerliche Passage, in der LIT seine zweiminütige Überzahl zu drei Toren nutze und auf 15:10 davonzog (23.). Besonders bitter war der letzte Treffer, bei dem LIT-Keeper Linus Happel seinen auf einen Gegenstoß spekulierenden Gegenüber Daniel Plum direkt überlistete.

Zusammen mit dem reaktionsschnellen Happel hatten die Gäste aus dem Mindener Land zwar nur einen kleinen, doch dafür individuell umso stärker besetzten Kader mitgebracht. Im Rückraum stach das Trio Julien Knickmeier, Jan-Eric Speckmann, Jannik Gartmann heraus, wobei sich die Loxtener nach der Pause speziell darauf konzentrierten, Letztgenannten auf rechts zu stoppen.

Mit der seitlich versetzten 5:1-Deckung gegen den Linkshänder, der für TuS N-Lübbecke schon Bundesligaerfahrung gesammelt hat, schien dann ein probates Gegenmittel gefunden zu sein. Auch dank des Doppelpacks des eingewechselten Paul Blankert verwandelten die Frösche den 13:18-Rückstand in eine 21:20-Führung (40.). Die Loxtener Anhänger unter den 550 Zuschauern sprangen auf, als Torwart Pascal Welge sich mit zwei Paraden zurückmeldete und Timo Menger millimetergenau das 25:24 servierte (48.).

Auch das junge SFL-Team war euphorisiert, wollte aber jetzt zu schnell zu viel. Statt der Vorentscheidung folgte ein mehrminütiges, übermotiviertes Fehlerfestival mit zwei Fehlwürfen sowie dem Schrittfehler von Max Harnacke, einem Pfostentreffer sowie einem Stürmerfoul von Blankert plus dem Lattentreffer von Jan Patzelt als negativen Höhepunkten. In Folge der Fülle verpasster Großchancen lagen die Gastgeber fünf Minuten vor Abpfiff 25:29 zurück, so dass die dritte Saisonniederlage nicht zu verhindern war.

Von Trainer Thomas Lay gab es aber trotzdem lobende Worte: »Wir haben gut gedeckt und konnten uns gegen einen exzellenten Gegner wehren. Die Euphorie, die uns geholfen hat, den Rückstand aufzuholen, ist zum Rucksack geworden. Wir waren leider zu hektisch und unglücklich im Abschluss.«

Daten & Fakten

SF Loxten: Welge (bis 22; ab 40.), Plum (22. bis 40.); Schäper (6), Stinhans (n.e.), Menger (4), Blankert (2), Kalms (3), Harting (1), J. Patzelt (4), Harnacke (4), Weigel (n.e.), Steinkühler (6/3), Meyer (n.e.).

LIT Tribe: Körtner (n.e.), Happel; Kruse, Finke, Ransiek, Borcherding (2), Speckmann (7), Borgmann (4), Gartmann (7), Knickmeier (10/5), Kliver (1).

Stationen: 2:5 (6.), 5:9 (14.), 8:9, 10:12, 10:15 (23.), 15:18 (HZ), 22:21 (41.), 25:24, 25:29 (55.), 29:31, 30:32.

Zeitstrafen: 3:0 – Zuschauer: 550.

So geht es weiter: Sa., 11. November, 19.15 Uhr Gevelsberg-Silschede (A).

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