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2. Tennis-Bundesliga: TP Versmold gewinnt 5:4 in Bielefeld und hat Sonntag ein Endspiel

Hoffnung auf ein Happyend

Versmold  (WB). TP Versmold kämpft weiter um den Verbleib in der 2. Tennis-Bundesliga. Nach dem 5:4 (3:3) beim Bielefelder TTC dürfen sich Daniel Masur und Co. vor dem am Sonntag stattfindenden letzten Spieltag Hoffnungen auf ein Happyend machen.

Sören Voss

Starke Vorstellung: Versmolds Daniel Masur besiegt im Spitzeneinzel den Bielefelder Louis Weßels 6:3/7:5. Foto: Sören Voss

In der bisher so verflixten Saison könnte das OWL-Derby für die Versmolder vielleicht doch noch die Wende zum Guten einleiten. »Gefühlt war es jede Woche eng und ist immer gegen uns gelaufen. Umso wichtiger war es, dass wir jetzt gezeigt haben, dass wir auch solche Spiele gewinnen können«, pustete der sichtlich mitgenommene Teamchef Karsten Wolf nach dem letzten Matchball durch.

Der Tennistag auf der mit 300 Zuschauern gut gefüllten Anlage an der Uni hatte für die Gäste mit der überraschenden Niederlage von Isaak Arvidsson begonnen. Vielleicht auch weil er Jannik Rother im Vorjahresduell noch mit 6:0/6:2 dominiert hatte, wollte der Schwede den Sieg gegen den ehemaligen Haller frühzeitig erzwingen, produzierte dabei aber zu viele einfache Fehler – kein Wunder, dass Arvidsson zwischendurch einen Ball in Richtung Fachhochschule prügelte. Geplagt von Problemen im Bauchmuskel-Bereich schenkte der Versmolder im Championstiebreak zwei Punkte nach Doppelfehlern ab und verlor 2:6/6:1/7:10.

Nicht viel besser machte es Laurentiu Erlic, der nach 3:1-Führung nur noch ein einziges Spiel holte und dem soliden Lars Hendrik Behlen 6:3/6:1 unterlag. Obwohl Robert Olin beim 5:7/4:6 gegen Matthias Wunner den Kürzeren zog, ging es mit einem 3:3 in die Doppel, da die drei übrigen Versmolder Einzeltrümpfe stachen: Marvin Netuschil hielt Valentin Günter souverän 6:1/6:3 in Schach und Johann Willems legte im Entscheidungs-Tiebreak ein 7:1 vor, ehe er gegen Kevin Kaczynski ein 6:4/2:6/10:6 bejubeln durfte. Im mit Spannung erwarteten Topspiel überzeugte Daniel Masur ebenfalls. »Wally« ließ sich gegen Louis Weßels nie aus der Ruhe bringen und bezwang den Bielefelder, der zuletzt in Essen bei einem ITF-Turnier siegreich gewesen war, mit 6:3/7:5.

In den Doppeln entwickelte sich ein an Spannung kaum zu überbietendes Nachbarschaftsduell. Versmold holte in allen drei Spielen jeweils den ersten Satz und durch das Duo Netuschil/Christian Samuelsson auch das erste Spiel, ehe das große Zittern begann. Masur/Arvidsson unterlagen Weßels/Günther im Championstiebreak, so dass die Entscheidung im letzten Doppel fallen musste. Den ersten Matchball vergab Johann Willems beim Volley noch kläglich, den zweiten hingegen verwandelte Robin Olin zum erlösenden Erfolg. »Derbysieger, Derbysieger«, hallte es aus dem Versmolder Jubelkreis.

Was der Sieg wert war, werden die Versmolder erst am Sonntag erfahren, wenn es daheim gegen BW Aachen geht (Beginn 11 Uhr). Teamchef Wolf weiß allerdings schon jetzt: »Wenn wir es nicht schaffen, hat es nicht an diesem Wochenende, sondern am vergangenen gelegen.«

Die Ergebnisse: Weßels - Masur 3:6/5:7, Günther - Netuschil 1:6/3:6, Kaczynski - Willems 4:6/6:2/6:10, Rother - Arvidsson 6:2/1:6/10:7, Wunner - Olin 7:5/6:4, Behlen - Erlic 6:3/6:1, Weßels/Günther - Masur/Arvidsson 3:6/7:6(2)/10:7, Kaczynski/Rother - Samuelsson/Netuschil 4:6/4:6, Behlen/Wunner - Olin/Willems 5:7/6:7(6).

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