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Handball-Oberliga: Beim 32:23-Sieg für SF Loxten gegen TuS 97 Jöllenbeck stechen Welge und Hölmer heraus

Im Schongang zum Rekord

Versmold-Loxten (WB). Mit 23, 24, 31 sowie 29 Punkten hat SF Loxten die vier Spielzeiten seit dem Oberliga-Aufstieg abgeschlossen. Beim 32:23 (11:11) gegen TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck haben die Frösche jetzt die Zähler 32 plus 33 eingefahren und einen Vereinsrekord aufgestellt. Diese Bestmarke kann in den drei abschließenden Partien noch ausgebaut werden.

Sören Voss

Wieder jubeln die Frösche: Pascal Welge (Mitte/mit Marian Stockmann und Kim Harting) ist mit 22 Paraden einer der Matchwinner. Foto: Sören Voss

Die erste Halbzeit gegen den Nachbarn aus Bielefeld war allerdings alles andere als rekordverdächtig. Die Gastgeber legten vor 550 Zuschauern zwar mit den drei Treffern von Jan Schröder zum 3:2 krachend los, hielten dieses Niveau aber nicht. Die Abwehr machte einen ordentlichen Job, doch die miese Chancenauswertung verhinderte, dass die Loxtener ihre handballersche Überlegenheit auch schon vor der Pause auf die Anzeigetafel brachten.

Nils Patzelt versemmelte gleich drei Gegenstöße gegen einen insgesamt starken Gäste-Keeper David Weinholz, Simon Schulz setzte einen Siebenmeter links neben das Tor. »Wir haben nicht die positive Arroganz gezeigt, die wir mit unseren Stärken an den Tag legen könnten. Wir haben vorne viel liegen gelassen«, bemängelte SFL-Coach Dirk Schmidtmeier später.

Jöllenbeck, im Tabellenkeller auf jeden Punkt angewiesen, verkaufte sich ordentlich. Beim 6:5 (15.) und 12:11 (31.) lagen die Gäste jeweils kurz in Führung, dank des guten Zusammenspiels mit Kreisläufer Lukas Heins meldeten sie sich auch nach dem 12:17 noch einmal mit dem 18:19-Anschluss zurück. Trotzdem versprühten die »Jürmker« nie die Überzeugung, etwas Zählbares mitnehmen zu können. Es war verhältnismäßig still in der Sparkassenarena. Als würden alle Zuschauer wissen, was kommt. Und so kam es dann auch: Loxten spielte einmal mehr seine breite Personaldecke aus und zermürbte Jöllenbeck regelrecht – ohne allerdings dabei selbst an seine Grenzen gehen zu müssen.

»Es war für ein Derby etwas emotionslos«, fand auch Schmidtmeier. Der Coach sah trotzdem »eine gute Mannschaftsleistung«, aus der zudem zwei Akteure herausstachen: Routinier Sebastian Hölmer setzte in seinem vorletzten Heimspiel mit einer bärenstarken Leistung in Abwehr und Angriff noch einmal ein Ausrufezeichen. Als wollte er sagen, »guckt euch an, was ihr vermissen werdet«, wuchtete »Hölmi« den Ball spektakulär zum 25:18 in den Winkel.

Dass sich SFL gegen immer müder werdende Gäste mit einem 8:1-Lauf auf 28:19 absetzte, lag aber auch an Torwart Pascal Welge. Nach sechs Paraden im ersten Durchgang hielt er in der zweiten Halbzeit 16 von 27 Wurfversuchen. Eine Fangquote von fast 60 Prozent und eine starke Form für das nächste Derby am Freitag bei der TSG Altenhagen-Bielefeld, wo Loxten noch nie gewonnen hat und mit einem Sieg wieder etwas für die Vereinschronik tun könnte.

Daten & Fakten

Loxten: Welge (1.-60.), Possehl (bei 7m); Hölmer (6), Harnacke (5), Meyer (5/3), J. Patzelt (4), Schröder (4), Schäper (2), Menger (2), N. Patzelt (2), Schulz (2/1), Harting, Stockmann, Steinlechner.

TuS 97: Weinholz, Trittin (ab 43.); Heins (5), Clausing (5), Reinsch (3/2), Grothaus (2), Kraatz (2), Klusmann (2), Jahr (2), Meyer (1), Ludwigs (1), Niehaus, Röttger,

Stationen: 4:2 (7.), 5:3, 5:6 (15.), 8:6, 10:8, 11:11 (HZ), 11:12, 17:12 (41.), 19:18 (47.), 25:18, 28:19 (56.), 31:21, 32:23.

Zeitstrafen: 3:1.

Zuschauer: 550.

So geht es weiter: Fr., 29. März, 20 Uhr, TSG AH-Bielefeld (A).

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