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Fußball-Landesliga: Drei Shabani-Treffer bei SC Peckelohs 5:1-Revanche gegen Tengern

Offensiv-Trio verblüfft den TuS

Versmold-Peckeloh  (WB). Vor Jahresfrist wurde SC Peckeloh vom TuS Tengern mit 1:7 kalt erwischt, jetzt hat der Fußball-Landesligist auf eigener Scholle den Spieß umgedreht: Beim 5:1 (4:1) überrumpelte der eindrucksvolle Auftritt des neuen SCP-Offensivtrios die sonst so sattelfeste Abwehr des ewigen Liga-Mitfavoriten.

Gunnar Feicht

Frust auf Tengerns Bank (hinten), derweil die Peckeloher ihren dreifachen Torschützen Alban Shabani (Mitte) feiern. Großen Anteil an der Ausbeute des Goalgetters haben die Neuzugänge Baris Özdil (Nr. 18) und der überragende Jonas Weißen (rechts) gehabt. Foto: Gunnar Feicht

Dabei mussten die Platzherren zwei bittere Pillen schlucken. Zunächst der kurzfristige Ausfall von Stammkeeper Tom Weber, der wegen einer Handverletzung längerfristig fehlen wird. Dann das frühzeitige 0:1, als die Peckeloher Defensive noch nicht wach war. »Das passiert, wenn man es statt eines einfachen Balles kompliziert macht. Das kann doch nicht wahr sein, da kommen natürlich Erinnerungen an das 1:7 hoch«, schildert Markus Kleine-Tebbe die prekäre Gemütslage seines Teams nach dem Rückstand.

Umso beeindruckender, wie die Platzherren dann zurückkamen. Viermal hatten sie zuvor gegen Tengern verloren, jetzt spielten sie den Favoriten bis zur Pause streckenweise an die Wand. Dabei wurde Alban Shabani, bereits im Frühjahr der Top-Torjäger, zum Nutznießer der beiden Offensiv-Neuzugänge in der Startelf: Kleine-Tebbe: »Wir haben genau das umgesetzt, was wir wollten, damit Jonas Weißen hinter die Abwehrkette kommt. Das hat Tengern überrascht.« Der noch 18-jährige Youngster aus Warendorf präsentierte sich nicht nur technisch versiert, sondern auch durchsetzungsstark: Dreimal legte er bis zur Pause für Torschütze Shabani auf, einmal traf er selbst. In zwei Fällen war Baris Özdil Initiator der torträchtigen Situationen. Mit den Treffern in der 8., 22., 26. und 43. Minute war das Blatt gewendet.

Nach dem Wechsel stachelte die Pausenansprache von Coach Olaf Sieweke die Gästeelf noch mal zu einer Drangperiode an. Die Peckeloher ließen sich zeitweise tief in die eigene Hälfte zurückdrängen, im Abwehrzentrum standen sie jedoch sicher, gestatteten Tengern kaum zwingende Torchancen. Nur als TuS-Akteur Jan-Christoph Stühmeier nach einem Eckball freistehend verzog, brannte es so richtig vor Weber-Vertreter Chris Timke. In der 71. Minute wurde Waldemar Jurez in guter Schussposition abgeblockt. Als Markus Kleine-Tebbe danach zwei frische Kräfte brachte, befreite sich der SCP wieder und hatte die Punkte im Sack. Spätestens als sich Kevin Ikeakhe, für Shabani in die Spitze gewechselt, noch mal zu einem Spurt aufraffte und für Marvin Heinsch zum 5:1 servierte, war Tengerns Widerstand gebrochen. Youngster Jan Luca Felsmann (abgeblockt) und Ikeakhe (zu uneigennützig) vergaben weitere Chancen zum 6:1 und 7:1.

Trotzdem war Markus Kleine-Tebbe natürlich hochzufrieden mit Einsatzwillen und Spielfreude seiner Elf: »Heute muss man mal alle loben, die auf und neben dem Platz für den nötigen Spirit gesorgt haben«, sagte der Coach – froh darüber, dass er ab der 2. Minute »einen richtig geilen Heimauftakt« geboten bekam.

SC Peckeloh: Timke - Berger, Kosecki, Bulanov - Pixa, Schmidt, Schnadwinkel (59. Steinkamp), Ikeakhe - Weißen - Özdil (76. Heinsch), Shabani (72. Felsmann).

Tore: 0:1 (2.) Pawel Zieba , der halbrechts freigespielt wird und Timke überwindet, 1:1 (8.) Alban Shabani ; nach Kombination über Schnadwinkel und Weißen lupft er den Ball über den Torwart, 2:1 (22.) Jonas Weißen , der sich nach langem Pass gegen seinen Verteidiger durchsetzt und den Torwart überwindet; 3:1 (26.) Shabani , der nach Musterkombination über Özdil und Weißen nur noch einschieben muss; 4:1 (43.) Shabani , wieder nach Querpass von Weißen – Ausgangspunkt: Özdil; 5:1 (80.) Marvin Heinsch , unbedrängt nach Querpass von Ikeakhe (halbrechts freigespielt.

So geht’s weiter: So., 19. August, 15 Uhr SC Vlotho (A).

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