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Fußball-Landesliga: 2:2 nach 0:2 gegen starke Verler

SC Peckeloh kämpft sich zurück

Versmold-Peckeloh  (WB). Trotz klarer fußballerischer Überlegenheit des Gegners noch einen Punkt gerettet: Fußball-Landesligist SC Peckeloh hat gegen die bärenstark besetzte Regionalliga-Reserve des SC Verl nach 0:2-Pausenrückstand mit 2:2 ein Remis erkämpft – extrem schmeichelhaft, aber ein Lohn für den Mut, nie aufzustecken.

Gunnar Feicht

Mann mit Torgarantie: Alban Shabani hat den Ball aus dem Getümmel zum 2:2 ins Netz bugsiert und feiert mit den Teamkollegen. Foto: Gunnar Feicht

Wohl selten waren die Peckeloher beim Abpfiff eines Punktspiels auf eigenem Platz so froh über ein Unentschieden. Zum Jubeln fehlte den meisten die Luft, sie sackten entkräftet auf den Rasen. »Das war keine normale Landesliga-Mannschaft, das war die stärkste Gäste-Elf, die ich in den letzten zwei, drei Jahren hier erlebt habe. Nach 70 Minuten war die Partie eigentlich entschieden.« SCP-Trainer Markus Kleine-Tebbe fasste den Eindruck der gut 100 Zuschauer treffend zusammen. Die Verler hatten in Heinz, Brosowski, Schallenberg, Ekalle und Liehr fünf Akteure aus dem Regionalliga-Aufgebot dabei, auch Luis Klante (dritter Torwart) und zwei weitere Akteure gehören zum erweiterten Kader der Verler Ersten.

»Und die haben richtig vollen Einsatz gezeigt«, beobachtete Markus Kleine-Tebbe. Die fußballerisch und zweikampfstarken Gäste zogen ein so druckvolles Kombinationsspiel auf, dass die Platzherren oft nur hinterher rannten. Nach der ersten Verler Chance hätte Peckeloh dennoch in Führung gehen können. Aber nach einer Ballstafette über Eloy Berger und Marvin Heinsch scheiterte der freigespielte Alban Shabani am Torwart. Erneut wurde Shabani im Strafraum gebremst (15.), dann war der gegnerische 16er für den SCP bis zur Pause Sperrgebiet.

Verl verstärkte den Druck. Nach Möglichkeiten für Ron Schallenberg (10.) und Fabian Brosowski (14.) musste Alexander Bulanov in höchster Not auf der Linie retten (26.). Der starke Anton Heinz hatte am Flügel zuvor Berger und Pixa verladen. Florian Pixa unterlief kurz darauf ein Handspiel, als er versuchte eine Freistoßflanke per Kopf zu klären. Den anschließenden Elfmeter parierte Chris Timke zwar glänzend, aber weil die Gäste beim Abpraller schneller schalteten, durfte Fehlschütze Janik Steringer dennoch zum 0:1 abstauben. »Werdet endlich wach«, rüttelte Markus Kleine-Tebbe seine Elf auf. Doch Verl dominierte weiterhin. Nachdem er per Distanzschuss (37.) noch knapp vorbei gezielt hatte, traf der quirlige Angreifer Cem Kilic zum 0:2 (39.).

Bis zur 65. Minute änderte sich wenig an den eindeutigen Kräfteverhältnisse. Chris Timke mit starken Reaktionen und diverse Körperteile seiner Vorderleute verhinderten bei Verler Chancen Schlimmeres. Der unermüdliche Sercan Özdil schuf endlich Entlastung, wurde zunächst aber abgeblockt (61.). Nach einer weiteren Kopfballchance für Shabani (73.) schocke Özdil den Gegner: Vom linken Flügel zwirbelte er eine Freistoßflanke unerreichbar zum 1:2 in den entfernten Torwinkel.

Jetzt wackelte der angeknockte Favorit, Peckeloh zeigte Moral, setzte entschlossen nach. Erst scheiterte Florian Pixa, halblinks freigespielt, am Torwart, dann ließ eine weitere Standardsituation (Eckball) den SCP jubeln: Irgendwie bugsierte Shabani die Kugel zum 2:2 über Linie. Markus Kleine-Tebbe: »Der Gegner war heute eine Klasse besser, ein richtiges Brett. Aber Hut ab vor den Jungs, wie sie noch mal wiedergekommen sind.«

Peckeloh: Timke – Pixa, Berger, Kosecki, Bulanov, Ikeakhe (53. Weißen) – Schnadwinkel, Steinkamp – Heinsch (71. Felsmann) – Özdil (89. Dieckmann), Shabani.

Tore: 0:1 (28.) Steringer, der zunächst per Handelfmeter an Timke scheitert, aber nach dem Abpraller erneut von links bedient wird; 0:2 (40.) Kilic nach Doppelpass über die linke Seite frei vor Timke; 1:2 (76.) Özdil, mit angeschnittenem Freistoß von der linken Seite; 2:2 (83.) Shabani nach einem Eckstoß aus dem Getümmel.

So geht’s weiter: So., 2. September, 15 Uhr Hövelhofer SV (A).

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