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Handball-Oberliga: Loxten profitiert beim 29:24 von Spielmacher Schäper und Soester Taktik

Sonderlob und simple Tore

Versmold-Loxten  (WB). Dieser Jubelkreis tat sichtlich gut: Nach drei sieglosen Spielen hat SF Loxten in der Handball-Oberliga beim 29:24 (13:9) gegen den Soester TV wieder den Weg in die Erfolgsspur gefunden.

Sören Voss

Loxten feiert: Max Schäper, Paul Blankert, Kim Harting und Timo Menger (von links) winken ihren Mitspieler in den Jubelkreis. Foto: Sören Voss

»Die letzten Spiele haben sich auch nicht wirklich schlecht angefühlt, aber heute liefen viele enge Sachen endlich mal wieder für uns. Es sind Kleinigkeiten, die dann eine ganz andere Stimmung erzeugen«, analysierte SFL-Coach Thomas Lay nach Abpfiff.

Welche Faktoren den Ausschlag für den zweiten Heimsieg gegeben hatten, war für die 600 Zuschauer nicht schwer zu erkennen. In der Offensive stach Max Schäper mit seiner Dynamik heraus. Der Ex-Hörster durfte als Spielmacher erstmals in der Startsieben ran und rechtfertigte das Vertrauen, weil er unheimlich viele Lücken riss und die gut aufgelegte Flügelzange Timo Menger/Nils Patzelt (je 6) genauso wie Jan Patzelt (ebenfalls 6) am Kreis regelmäßig glänzend in Szene setzte. Obwohl für ihn selbst »nur« zwei Treffer zu Buche standen, gab es ein Sonderlob vom sonst so kritischen Coach: »Max war unser absoluter Schlüsselspieler.«

Zu Gute kam Schäper bei seinem überzeugenden Auftritt, dass er in den Abwehraktionen verschnaufen konnte. In der Deckung übernahm nämlich, wie schon in Augustdorf, Kim Harting als gestandener Mittelblocker seinen Part – und die für Trainer Lay »mega gute« Abwehr war der zweite große Sieggarant an diesem Abend. Soest setzte – wie erwartet – permanent auf einen siebten Feldspieler und zwei Kreisläufer, die in Loxtens 6-0-Kette aber gut aufgehoben waren. Spannend zu beobachten: Bei eigenen Ballverlusten traten die Gäste nicht etwa schnellstmöglich den Rückzug an, sondern versuchten mit einem (eher aus dem Fußball bekannten) Gegenpressing, Loxtens Ballbesitzer sofort wieder unter Druck zu setzen.

Dieser Plan von TV-Trainer Dirk Lohse funktionierte allerdings nur bis kurz nach der Pause. Soest hatte sich nach 9:13-Halbzeitrückstand auf 13:14 herangepirscht (37.), musste dann aber dem kraftraubenden Spiel Tribut zollen. Weil sich Loxten nach Ballgewinnen – anders als in Halbzeit eins – nicht mehr nervös machen ließ und die Soester jetzt öfter einen Schritt zu spät dran waren, kam SFL zu fünf umjubelten Distanztreffern ins verwaiste Tor.

Keeper Pascal Welge trug sich sogar doppelt in die Torschützenliste ein und machte mit seinem 20:14 (42.) Loxtens Fünf-Tore-Lauf perfekt. Es waren diese simplen Gegentreffer, die den Gästen richtig weh taten und Loxten auf die Siegerstraße brachten – Nadelstiche und unterm Strich gravierende Kleinigkeiten, die auf diesem Niveau Spiele entscheiden.

Daten & Fakten

SF Loxten: Welge (2/bis 54.), Plum (ab 54.); Schäper (2), Stinhans (n.e.), Menger (6), Blankert (1), Kalms (3/1), Harting (1), J. Patzelt (6), Harnacke (1), Weigel, N. Patzelt (6), Steinkühler (1), Meyer.

Soester TV: Muhr, Höni (n.e.); Schnorfeil (3), Wolff (1), A. Loer (2), Picht (4), Vukoja (2), Schönle, Haake (1), Bekel (1), M. Loer (8/5), Franke (2).

Stationen: 1:2, 4:5 (17.), 8:5 (22.), 11:6 (26.), 13:9 (HZ), 14:13 (37.), 21:16 (46.), 24:18 (50.), 27:20, 29:24.

Zeitstrafen : 5:4. Zuschauer: 600

So geht es weiter: Sa., 14. Oktober, 19.30 Uhr VfL Gladbeck (A).

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