1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Versmold
  6. >
  7. Stärkste Phase nicht veredelt

  8. >

Handball-Oberliga: SF Loxten erkämpft in Gladbeck ein 26:26

Stärkste Phase nicht veredelt

Versmold-Loxten  (WB/guf). Die Auswärtsspiele der Sportfreunde Loxten sind nichts für schwache Nerven: Nach dem 20:20 in Augustdorf hat der Handball-Oberligist beim Vorjahres-Vize VfL Gladbeck ein 26:26 (14:13) erkämpft.

Torschütze zum 23:24: Malte Weigel hat in der hektischen Schlussphase einen wichtigen Anschlusstreffer erzielt. Foto: Nico Seifert

Wie zwei Wochen zuvor ist die Partie von einer dramatischen Schlussphase geprägt. Diesmal noch verschärft durch den Umstand, dass wegen der defekten Hallenuhr in Gladbeck Ungewissheit über die noch zu absolvierende Spielzeit herrscht. Gut anderthalb Minuten vor Schluss bringt Torjäger Max Krönung den VfL 26:25 nach vorn. Der neunfache Torschütze Heiner Steinkühler ist gegen seinen Lieblingsgegner zum 26:26 erfolgreich – noch 39 Sekunden auf der altertümlichen Tischstoppuhr. 16 Sekunden vor Ablauf nimmt Gladbeck in Ballbesitz die Auszeit, bei einer weiteren Unterbrechung gibt es drei Versionen zur verbleibenden Zeit. »Dalian hat dann noch mal aufs Tor geworfen und Calli Welge gehalten. Da war die Uhr meines Erachtens aber schon runter.« Trainer Thomas Lay kann durchschnaufen.

»Unterm Strich geht das Remis in Ordnung. Wir waren in der ersten Halbzeit etwas besser, Gladbeck dann nach der Pause«, bilanziert Lay mit zeitlichem Abstand. Der Coach muss bei Anpfiff auf Nils Patzelt wegen einer Sprunggelenkverletzung (MRT am Montag) verzichten. Trotzdem startet SFL mit zwei Toren von Steinkühler und einem von Rechtsaußen Max Harnacke optimal (3:0/7.). Ab der 15. Minute folgt eine richtig starke Phase: »Die Abwehr stand wie eine Eins, Calli hat dahinter gut gehalten. Das hat sich bis zum 14:10 recht leicht angefühlt«, kommentiert Thomas Lay diesen Abschnitt. Ärgerlich, dass Gladbeck mit drei Toren (davon zwei Konter) bis zur Halbzeit wieder alles offen gestaltet: »Da waren wir im Angriff etwas zu ungeduldig«, nennt der Coach die Gründe.

Im zweiten Durchgang übernimmt Loxten beim 17:16 und 18:17 noch zweimal die Führung, läuft danach bis zum 25:25 durch Max Schäper (57.) aber immer einem Ein- oder Zwei-Tore-Rückstand hinterher: »Gladbeck war da etwas abgezockter und hat das Kreisläuferspiel über Janus forciert. Uns haben in dieser Phase einige Zeitstrafen weh getan«, sagt Lay, der aber die Entscheidungen durchaus für angemessen hält. Kämpferisch hat der Coach an der Leistung seines Teams wieder einmal nichts auszusetzen. Die Loxtener halten im Hexenkessel der gut gefüllten Halle voll dagegen und verdienen sich den Auswärtspunkt.

Daten & Fakten

Gladbeck: Büttner; Brockmann, Sankalla (4/2), Kunze, Enders, Krönung (7/2), Giesbert (2), Diergardt (1), Janus (5), Dalian (2), Schmiemann, Blissenbach (4), Krause (1).

Loxten: Welge (bis 45./ab 55.), Plum (45.-55.); Schäper (3), Stinhans, Menger (1), Blankert, Kalms (2/1), Harting, J. Patzelt (3), Harnacke (7), Weigel (1), Steinkühler (9), Meyer.

Zeitstrafen: VfL 2, SFL 5; Siebenmeter: VfL 4/5 (Krönung scheitert beim Stand von 16:16 an Welge), SFL 1/1.

Stationen: 0:3 (7.), 4:5 (11.), 6:6 (14.), 6:8, 7:10 (20.), 8:12 (23.), 10:14 (25.), 13:14 – 15:14 (33.), 17:18 (40.), 20:18 (44.), 22:20 (49.), 22:21, 25:23 (56.), 25:25 (57.), 26:25, 26:26 (60.).

So geht’s weiter: Sa., 21. Oktober, 18 Uhr LIT Tribe Germania (H).

Startseite