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2. Tennis-Bundesliga: 3:6-Niederlage gegen BW Aachen

Versmold steigt ab – hofft aber

Versmold  (WB/vos). Am Freitagabend hatten sich die Tennis-Profis des Versmolder Tennisparks nach dem Derbysieg in Bielefeld noch jubelnd in den Armen gelegen, am Sonntag hingegen folgte die Ernüchterung: Mit dem 3:6 (1:5) gegen BW Aachen ist der sportliche Abstieg aus der zweiten Bundesliga besiegelt worden – vorerst.

Nichts zu holen: Isaak Arvidsson und TP Versmold waren gegen das Spitzenteam BW Aachen chancenlos und haben den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga (vorerst) verpasst. Foto: Sören Voss

Obwohl die Niederlage gegen den favorisierten Titelkandidaten bereits nach den Einzeln feststand, waren die Versmolder nicht chancenlos. Zwar holte aus den ersten sechs Spielen nur Robin Olin einen 7:6/6:4-Sieg, aber auch Marvin Netuschil, Johann Willems und Daniel Masur hätten ihre Einzel durchaus gewinnen können. Netuschil hatte im Championstiebreak beim 9:8 einen Matchball, den Gegner Niels Desein mit zwei überragenden Longline-Schlägen beantwortete und dann selbst 11:9 siegte. Willems lieferte Dominik Bartels zunächst ein Duell auf Augenhöhe, kam dann aber nach verlorenem Tiebreak aus dem Tritt.

Und Daniel Masur zeigte ebenfalls ordentliches Tennis, scheiterte jedoch unter dem Strich mit 3:6/6:3/6:10 gegen einen bärenstarken Yannick Mertens. Da auch das schwedische Duo Isaak Arvidsson und Christian Samuelsson leer ausging, war der Versmolder Abstieg bereits um 14.47 Uhr früh am Sonntagnachmittag besiegelt. »Das Spiel ist ein Spiegelbild unserer gesamten Saison«, haderte Teamchef Karsten Wolf einmal mehr, denn »es war nicht so deutlich, wie es das 1:5 vermuten lässt.«

Dass sich die Gastgeber in den abschließenden Doppeln dennoch nicht hängen ließen, hatte einen speziellen Grund: Der Deutsche Tennis-Bund hat immer noch nicht über den Einspruch gegen die Spielwertung gegen Sennelager entschieden. So könnte im Fall der Fälle noch die Matchbilanz wichtig werden, weshalb die Versmolder ihre nominell beste Formation aufboten, anstatt auch den Ersatzleuten Laurentiu Erlic, Michael Pille oder Benjamin Fitzon Einsatzchancen zu geben.

Und die bereits am Freitag erprobten Kombinationen waren in zwei Fällen erfolgreich: Samuelsson/Netuschil holten beim 7:5/7:6 ebenso einen Punkt wie Olin/Willems mit 7:6/3:6/12:10. »Wir haben seriös zu Ende gespielt, damit wir uns im Nachhinein keine Vorwürfe machen müssen. Mit unserem Einspruch haben wir etwas Realistisches in der Hand«, lautet Karsten Wolfs Einschätzung.

Als »gefühlte« Verlierer machten sich aber auch die Aachener auf dem Heimweg. Denn TuS Sennelager feierte nach dem 6:3 in Hamburg aufgrund des besseren Match-Verhältnisses gegenüber den Rheinländern (53 gegen 48 gewonnene Spiele) die Meisterschaft. Unklar ist, unabhängig vom schwebenden Verfahren, ob die Paderborner kommende Saison im Oberhaus aufschlagen, da ihre kleine Clubanlage bisher noch nicht bundesligatauglich ist.

Zudem steht das DTB-Urteil aus: Sollte der Tennis-Bund entscheiden, dass Patricio Heras gegen Versmold nicht spielberechtigt gewesen ist, würde die Partie mit 9:0 für den Tennispark gewertet werden – Versmold wäre gerettet und Aachen Meister.

TP Versmold – BW Aachen 3:6 (1:5): Daniel Masur - Yannick Mertens 3:6/6:3/6:10, Marvin Netuschil - Niels Desein 6:1/1:6/9:11, Johann Willems - Maxime Authom 6:7/1:6, Isak Arvidsson - Yannik Reuter 4:6/3:6, Robin Olin - D. Bartels 7:6/6:4, C. Samuelsson - G. Gigounon 3:6/3:6; Samuelsson/Netuschil - Authom/Hornung 7:5/7:6, Olin/Willems - Gigounon/Merry 7:6/3:6/12:10, Masur/Arvidsson - Mertens/Reuter 6:7/6:1/9:11.

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