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Handball-Oberliga: SF Loxten verliert bei TSG A-H Bielefeld nach 17:12-Halbzeitführung noch 27:31

Wie verhext

Versmold-Loxten (WB). Es ist wie verhext. Auch im fünften Anlauf haben die Sportfreunde Loxten bei der TSG A-H Bielefeld nicht gewinnen können. Nach ganz starker erster Halbzeit und 17:12-Führung brachen die Frösche in der Schlussphase ein und müssen Platz drei in der Handball-Oberliga weiterhin den Bielefeldern überlassen.

Sören Voss

Am Kreis zunächst nicht aufzuhalten: Jan Patzelt setzt sich bei Loxtens 27:31-Niederlage gegen die TSG-Abwehr durch. Foto: Sören Voss

Eine knifflige Entscheidung hatte SFL-Trainer Dirk Schmidtmeier bereits vor dem Anpfiff zu treffen. Am Nachmittag schickte er Kim Harting und Jasper Steinlechner Textnachrichten, dass sie im Derby aussetzen müssen. »Es musste ja jemanden treffen. Das ist für den Trainer eine undankbare Aufgabe«, äußerte sich Kim Harting vor dem Anpfiff verständnisvoll.

Was der Abwehrchef dann in der ersten Halbzeit sah, dürfte ihm und den SFL-Fans unter den zahlreichen 1025 Zuschauern gefallen haben. Im 6:0-Verbund knüpften die Frösche dort an, wo sie zuletzt aufgehört hatten. Altenhagen fand wenig Durchkommen und wurde oft zu Notwürfen aus der Distanz gezwungen, die eine leichte Beute für Keeper Pascal Welge waren.

Im Angriff nahmen die Gäste ebenfalls das Selbstvertrauen aus zuletzt vier Siegen in Folge mit. Variabel und konzentriert erspielte sich Loxten zahlreiche Chancen, wobei besonders Kreisläufer Jan Patzelt mit fünf herausgeholten Siebenmetern und zwei Toren herausstach. Loxten ließ die Halle verstummen, als auf der Anzeigetafel nach acht Minuten ein 6:2 aufleuchtete. Und es kam aus Gäste-Sicht noch besser: Als die Flügelzange Nils Patzelt und Timo Menger zwei Gegenstöße versenkte, zogen sie auf 10:5 (16.) und 16:9 (26.) davon – es wäre sogar eine höhere Führung möglich, ja vielleicht sogar Pflicht gewesen. Aber Jan Schröder vergab mehrere gute Chancen und Simon Schulz setzte nach vier erfolgreichen Versuchen den fünften Siebenmeter an die Latte, so dass SFL zur Halbzeit »nur« mit 17:12 vorne lag.

TSG packt nach der Pause Ehrgeiz und individuelle Klasse aus

Am Samstag gegen Jöllenbeck hatten die Loxtener ihr Polster in der zweiten Halbzeit mühelos ausgebaut, jetzt trafen sie aber auf einen Gegner, der zwar enttäuschend gestartet war, danach aber seinen Ehrgeiz und individuelle Klasse auspackte. Angeführt von Routinier Richard Sundberg kämpfte sich die TSG zurück ins OWL-Duell und kam mit dem 18:20 (39.) auf Tuchfühlung. Trotz der Auszeit von Coach Schmidtmeier (50.) besorgte Maximilian Schüttemeyer mit seinem fünften Treffer das 26:26 (54.) und Tobias Fröbel beim 27:26 (55.) die erste Bielefelder Führung. Als hätte jemand den Stecker gezogen, lief bei den Fröschen plötzlich überhaupt nichts mehr zusammen, während die TSG mit sechs Toren in Folge vorentscheidend auf 30:26 davonzog (59.).

»Die erste Halbzeit war überragend. Danach sind wir überhaupt nicht mehr in die Gegenstöße gekommen. Die einfachen Tore haben uns gefehlt«, ärgerte sich Loxtens Siebenmeterschütze Simon Schulz. Coach Schmidtmeier war etwas ratlos: »Die gute erste Halbzeit bringt uns nichts, wenn wir danach spielen wie eine Wurst.« TSG-Interimscoach Carl Moritz Wagner war indes zufrieden: »Die zweite Halbzeit hat gezeigt, zu was wir im Stande sind. Leider zeigen wir das nur temporär. Ich wünsche mir mehr Zündkerzen und mehr Feuer.«

Daten & Fakten

TSG Bielefeld: Ullrich (1.-17.), Hendrich (17.-60.); Kroll, Kröger, Wagner (1), Fröbel (4), Krause (3), Schüttemeyer (6), Strathmeier (4), Sundberg (5), Wortmann, Bergen, Hinz (7/4), Sewing (1).

SF Loxten: Welge (1.-60.), Possehl (nur bei 7m); Harnacke, N. Patzelt (4), Stockmann (2), Schröder, Hölmer (5), Steinkühler, Schäper (1), Schulz (9/4), Meyer (1/1), J. Patzelt (2), Weigel, Menger (3).

Schiedsrichter: Janis und Torsten Brandt (Vlotho). Zeitstrafen: TSG 1, SFL 2; Siebenmeter: TSG 4/5, SFL 5/6.

Stationen: 1:3, 2:6 (9.), 6:12 (20.), 9:14, 9:16 (26.) 12:17 (HZ), 14:19 (34.), 19:21 (41.), 21:24, 24:25 (51.), 26:26 (54.), 30:26 (59.).

So geht’s weiter: Sa., 6. April, 18 Uhr ASV Hamm II (H).

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