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Fußball: Der Wertheraner Paul Huxohl wechselt in den Seniorenbereich und wird Co-Trainer der U23 des SV Rödinghausen

Huxohl wechselt in den Seniorenbereich

Rödinghausen/Wert...

Es ist der nächste Schritt in seiner Trainer-Laufbahn und es soll noch lange nicht der letzte sein. Paul Huxohl (26) aus Werther wechselt beim SV Rödinghausen vom Junioren- in den Seniorenbereich und wird in der kommenden Spielzeit Co-Trainer der U23 in der Fußball-Westfalenliga.

Klaus Münstermann

Der Wertheraner Paul Huxohl wird in der kommenden Serie Co-Trainer der U23 des SV Rödinghausen in der Westfalenliga. Foto: SV Rödinghausen

„Ich ziehe diese Aufgabe der Cheftrainerrolle im C-Jugendbereich vor, weil ich es für das Richtige in Bezug auf meine weitere Entwicklung als Coach sehe“, sagt Huxohl, der an der Universität Bielefeld Mathematik, Deutsch und Religion auf Lehramt studiert.

Daniel Lichtsinn, früher beim TSV Amshausen aktiv und heute Jugendkoordinator in Rödinghausen, holte Huxohl gemeinsam mit Malte Mönnig 2019 an den Wiehen. Gemeinsam gelang den beiden mit der U15, wenn auch durch die coronabedingte Wertung der Saison begünstigt, der Sprung in die Regionalliga. Das Westfalen-Blatt berichtete am 24. Juli.

Vor dieser Spielzeit trennten sich ihre Wege und beide übernahmen nach jahrelanger Arbeit als Gespann, nun jeweils einen Cheftrainerposten. Mönnig bei der U16 in der Bezirksliga und Huxohl bei der U14 in der Landesliga. „Ich habe mehr Verantwortung, muss an alles denken und das Trainerteam managen“, sagt B-Lizenzinhaber Huxohl.

Seine Truppe ist neben dem SC Preußen Münster II, die einzige, die sich aus dem Jungjahrgang der C-Junioren zusammen setzt. „Die Hauptaufgabe ist, die Jungs an das Großfeld zu gewöhnen. Schließlich sollen sie in der kommenden Serie in der Regionalliga spielen“, erklärt Huxohl. Das scheint ihm sehr gut zu gelingen. Von den vor der Corona-Pause absolvierten fünf Partien ging nur eine verloren – 0:3 gegen eben diese Preußen, die Tabellenführer sind. Huxohls Truppe belegt unter elf Mannschaften der Staffel 1 den fünften Platz.

Dass der Trainings- und Spielbetrieb seit zwei Monaten ruht, bedeutet nicht, dass Huxohl nichts zu tun hat: „Wir geben den Spielern Laufpläne an die Hand und einmal pro Woche kommt die Mannschaft online zusammen.“ Vom Corona-Blues gibt es dabei keine Spur. „Wenn die Kamera zum Videomeeting angeht, herrscht gute Stimmung“, erzählt Huxohl, der altersgerechte Sachen anbietet, die Spaß machen und für Abwechslung sorgen. „Zu einem Meeting habe ich Christian Derflinger aus unserer Regionalliga-Mannschaft eingeladen und bei dem vor Weihnachten habe ich ein Fußball-Quiz veranstaltet“, so Huxohl. Das kommt bei den 13-Jährigen gut an. „Aus dem 21 Spieler umfassenden Kader haben noch nie zwei oder mehr Spieler eine Videositzung verpasst. Die Teilnehmerquote liegt nahezu bei 100 Prozent.“

Das alles ist natürlich auch SVR-Jugendkoordinator Daniel Lichtsinn nicht verborgen geblieben. „Dass er mich gefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte als Co-Trainer bei der U23 in der Westfalenliga zu arbeiten, zeigt seine Wertschätzung meiner Arbeit“, sagt Paul Huxohl. „Ich habe den Anspruch auf höchstem Niveau zu arbeiten. Und dafür ist der Unterbau einer Profimannschaft natürlich ein Super-Einstieg.“

Dass er selbst kaum älter als die meisten seiner künftigen Spieler ist, macht dem 26-Jährigen überhaupt nichts aus. „Das Alter spielt keine Rolle. Die Kompetenz ist ausschlaggebend“, sagt Huxohl selbstbewusst und sieht sich mit Trainer Björn Hollenberg (32) auf einer Wellenlänge. „Wir sind uns vom Typ her sehr ähnlich und beide sehr kommunikativ. Ich glaube, dass ich von ihm viel lernen kann“, sagt Huxohl, der schon einen weiteren Schritt auf dem Weg nach oben geplant hat. Die B-Elite-Lizenz soll her. Über dieser gibt es im vierstufigen Trainerlizenzsystem des DFB nur noch die A-Lizenz.

„Ich habe mit der Hospitanz am DFB-Stützpunkt in Steinhagen die Voraussetzungen für den B-Elite-Lizenz-Lehrgang erfüllt und warte nun auf den Abschluss des Bewerbungsverfahren. Ich hoffe, den Lehrgang 2021 machen zu können“, sagt Huxohl.

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