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Fußball: SV Hägers neues Trainerduo funkt nach Begegnung im Krankenhaus auf einer Wellenlänge

Spaßfaktor soll Bremse lösen

Werther-Häger (WB/hosh). Als eine der ersten Mannschaften im Altkreis ist Fußball A-Ligist SV Häger in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Nach einigen Enttäuschungen in der vergangenen Spielzeit hat das neue Trainer- Team mit „Chef“ Temel Hop und „Co“ Gökay San die Erwartungen etwas heruntergeschraubt.

Hägers Trainer-Duo Temel Hop (links) und Gökay San (rechts) flankiert die Neuzugänge – hinten weiter von links: Mathis Kämper, Thomas Lange, Orhan Ece, Furat Sansar; vorne: Leonard Tuxhorn, Simon Schüler, Thies Lander, Bernhard Kortenbusch. Foto: Jens Horstmann

„Die vergangene Serie verlief schon enttäuschend. Fußballerisch waren wir nicht schlechter als die anderen Teams oben. Aber es kamen viele Kleinigkeiten unglücklich zusammen, so dass wir zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs trotz unseres Potenzials nur Siebter waren“, blickt Gökay San zurück. Temel Hop zieht aus der mäßigen Bilanz folgende Schlüsse: „Wir wollen zunächst mal ein richtiges Team bilden und den Spaß zurückbringen. Der ist aufgrund der Enttäuschung in der vergangenen Saison irgendwann verloren gegangen.“ Daher startet Hop auch bewusst früh. Er will mit möglichst vielen gemeinsamen Einheiten ein neues Mannschaftsgefühl aufbauen. „Und nach der langen Pause muss man sich überhaupt wieder an den Fußball gewöhnen.“

Für beide Verantwortlichen ist es die erste Trainerstation. Gökay San hat den Vorteil, dass er nach rund 15 Jahren beim „kleinen HSV“ den Verein in- und auswendig kennt. „Die Konstellation mit Göki ist für mich der Idealfall. Als Pascal Hofbüker angekündigt hatte aufzuhören und ich als Trainer angefragt wurde, wollte ich unbedingt einen ‚Co‘. Und da mein guter Freund Hüseyin Geceli aufgehört hat, kam nur Gökay in Frage.“

Näher kennengelernt haben sich beide kurioserweise im Kreißsaal, wie San erzählt: „Wir kannten uns nur flüchtig. Aber dann sind unsere Töchter in derselben Nacht in demselben Krankenhaus geboren. Und wir hatten uns beide den gleichen Namen ausgesucht. So sind wir richtige gute Freunde geworden.“ So hat gewissermaßen die Entbindungsstation eine sportliche Verbindung gestiftet. Einer der beiden soll während der Partien immer die Trainerbank besetzen. „Wenn wir beide spielen müssten, dann wäre das ein schlechtes Zeichen. Eigentlich soll einer immer am Rand stehen und das Geschehen überblicken“, so Hops Plan.

Beide sind aber grundsätzlich auch als Spieler eingeplant. Wobei die Trainernovizen von ihrem Kader überzeugt sind: „Unser Team ist trotz einiger Abgänge immer noch gut. Furat Sansar bringt viel Erfahrung mit und Pascal Hofbüker macht als Spieler weiter. Die Spieler aus der Reserve und A-Jugend haben auch Potenzial.“ Doch im Vordergrund soll erst mal eine gute Stimmung stehen: „Möglichst jeder soll sich wohlfühlen. Dann erreicht man immer mehr.“

Namen & Fakten zur Saison 2020/21

Abgänge: Daniel Kesegi (eigene Reserve), Marius Nagel (TuS Langenheide), Aytug Gecim (SC Halle), Nico Hofbüker (TuS 08 Senne I), Silas Morgenroth (Trainer TuS Bruchmühlen II), Hüseyin Geceli (Laufbahn beendet).

Zugänge: Furat Sansar (TuS Brake), Orhan Ece (BSV West), Thomas Lange, Mathis Kämper, Philippe Demmer (alle eigene Reserve), Bernhard Kortenbusch, Thies Lander, Simon Schüler (alle A-Jugend).

Kader ohne Zugänge: Felix Beine, Jannick Gennrich, Alexander Romnov, Bent Slotta, Chris Heidemann, Henning Lotzmann, Patrick Michel, Caspar Rode (fehlt mit Kreuzbandriss bis Ende 2020 aus), Oliver Seifert, Marcel Kindt, Marvin Morgenroth, Lucas Pohlmeier, Maximilian Romoth, Temel Hop, Gökay San, Justus Seifert, Johannes Theune, Eduard Vorat, Pascal Hofbüker, Frederic Kollmeier (Stand-by).

Trainer: Temel Hop im Team mit „Co“ Gökay San (beide im ersten Jahr).

Saisonziel: einstelliger Tabellenplatz.

Favoritentipp: VfL Ummeln, SG Oesterweg.

Testspiele: 25.07., 13 Uhr GW Pödinghausen; 01.08., 13 Uhr VfL Holsen II; 08.08., 18 Uhr Kastrioti Stukenbrock (A); 13.08., 19 Uhr TuS Langenheide (A); 20.08., 19.15 Uhr TuS Jöllenbeck (A); 27.08., 19.30 Uhr SC Enger; 30.08., 12 Uhr Dornberg II (A).

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