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Handball: SF Loxten gewinnt Turnierfinale in Werther nach 16:19 noch mit 24:21

Zweite Luft trotz Polterabend

Werther  (WB). Auch wenn es zwischenzeitlich im Finale nicht danach aussah, durfte Handball-Oberligist Sportfreunde Loxten am Ende der Wertheraner Handballtage den 500-Euro-Scheck für den Sieger einstecken. 24:21 hieß es bei Abpfiff eines spannenden Finales für die »Frösche«. Endspielgegner TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck musste sich mit 250 Euro für Platz zwei begnügen.

Jens Horstmann

Gute Laune beim Turniersieger SF Loxten: Im Oberliga-Duell gegen TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck haben die Frösche das Finale mit 24:21 gewonnen und 500 Euro Siegprämie für die Mannschaftskasse eingestrichen. Foto: Jens Horstmann

Dabei schienen die Loxtener in der zweiten Halbzeit dem Vorabend Tribut zollen zu müssen. Denn Keeper Pascal Welge hatte nach dem souveränen Vorrundensieg zum Polterabend geladen. Zielwasser schien dabei aber nicht über die Theke gegangen zu sein. Denn vor allem vor der Pause hatten der heimische Oberligist die Partie eigentlich im Griff, warf aber aus teilweise besten Abschlusspositionen in den ersten 30 Minuten 14 »Fahrkarten«.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Loxtener nicht mehr zu so vielen klaren Abschlüssen und mussten die »Jürmker« sogar auf 16:19 davonziehen lassen. Doch dann zeigten die Neuzugänge, dass sie durchaus mehr sein können als nur Ergänzungsspieler. Simon Schulz, der auch sonst mit starken Anspielen überzeugte, brachte die Sportfreunde mit zwei Siebenmetern wieder in Schlagdistanz, Außen Jasper Steinlechner stellte nach gelungener Kombination auf 20:20. Anschließend übernahm Jan Schröder und wuchtete den Ball mehrmals in die Maschen.

»Wir wollten hier von Beginn an auf den Turniersieg spielen, haben aber trotzdem ein wenig experimentiert. Natürlich müssen wir auch noch etwas zulegen, ganz besonders in der Chancenverwertung. Aber die Neuzugänge haben sich schon gut eingelebt und wir können mit dem Wochenende zufrieden sein«, lobte Kapitän Jan Patzelt den Auftritt seiner Kameraden.

Im Spiel um Platz drei behielt die TG Hörste knapp mit 22:19 die Nase vorn. Allerdings hatte Gastgeber TV Werther schon das Spiel um Platz fünf gegen Oberligist TSG Harsewinkel in den Beinen. Dennoch trat der TVW aufgrund der Absagen von Steinhagen und Mennighüffen am Sonntagmittag nochmals an.

»Ich will Werther keinesfalls abqualifizieren, aber mit den 60 Minuten kann ich nicht zufrieden sein. Wir haben genau ein einziges Mal auf den Punkt gespielt. Aber wahrscheinlich dachten wir, dass wir Werther nach deren Spiel gegen Harsewinkel kurz zuvor mal eben so im Vorbeigehen wegmachen«, erklärte Hörstes Trainer Christian Blankert unzufrieden. Auch am Vortag lief nicht alles nach Plan: »Wir sind gegen Loxten in Ehrfurcht erstarrt, so kann man nicht mithalten. Dafür haben wir uns aber gegen Harsewinkel top verkauft und aus meiner Sicht auch verdient gewonnen.« Oberliga-Neuling Harsewinkel beendete das Turnier mit einem 26:18-Erfolg gegen Landesligist Werther.

Überschattet wurde das Turnier aus Sicht der TSG von der Verletzung von Marius Pelkmann, der sich erneut einen Mittelfußbruch zugezogen hat. Als kleines Trostpflaster blieb da der Titel des besten Feldspielers, den sich TSG-Akteur Florian Bröskamp sicherte. Bester Torwart wurde Pascal Welge (SF Loxten), der beste Torschütze kam in Person von Leon Ludwigs vom TuS 97 aus Jöllenbeck.

Werthers Coach Nils Uhlig war sowohl mit den Auftritten seiner Mannschaft als auch mit der Resonanz sehr zufrieden: »Die Tage waren deutlich besser besucht als vergangenes Jahr, das Finale sahen über 300 Zuschauer. Auch der Grillwagen hat sich mehr als ausgezahlt. Wir mussten sogar Sonntag früh noch Würstchen und Steaks nachbestellen. Auch die Kuchen waren bereits Samstag vergriffen. Nur schade, dass die Absagen das Turnier getrübt haben.«

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