2. Bundesliga: Beim 32:21 hat der Tabellenzweite alles unter Kontrolle

Aufstieg vor Augen: TuS N-Lübbecke siegt auch in Wilhelmshaven

Wilhelmshaven

Der TuS N-Lübbecke hält weiter Kurs auf die 1. Liga. Beim Wilhelmshavener HV setzten sich die Handballer am Freitagabend mit 32:21 (15:9) durch und verteidigten ihr knappes Polster auf den Tabellendritten VfL Gummersbach.

Von Alexander Grohmann

Lutz Heiny bejubelt einen seiner sieben Treffer im Auswärtsspiel beim Wilhelmshavener HV. Der Rückraumspieler erwischte mit dem TuS N-Lübbecke erneut einen guten Abend, der Zweitligist ist der 1. Liga wieder einen Schritt nähergekommen. Foto: Noah Wedel

In der Nordfrost-Arena hatte die Mannschaft von Emir Kurtagic alles unter Kontrolle und fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. „Die Jungs haben es nach dem tollen Sieg gegen Gummersbach heute seriös gelöst. Wichtig war, dass wir weiter fokussiert waren“, äußerte sich der Sportliche Leiter Rolf Hermann zufrieden.

Die Lübbecker, bei denen diesmal Benas Petreikis für Roman Becvar auf der Mitte agierte, erwischten einen blendenden Start und lagen nach vier Minuten mit 3:1 in Führung. Und so ging es in der Folge weiter: Die Gäste enteilten bis auf 7:14 (24.). Auch eine zwischenzeitliche Auszeit von WHV-Coach Christian Köhrmann konnte den Lübbecke-Lauf nicht bremsen.

Rolf Hermann, Sportlicher Leiter

Hinter einer aufmerksamen Abwehr trumpfte beim TuS besonders in der ersten Halbzeit wieder ein starker Aljosa Rezar auf: Der Routinier im Tor konnte die Topform der Vorwochen konservieren und wehrte bis zur Pause neun Bälle ab. Am Ende standen 13 Paraden für den 38-Jährigen zu Buche, der seinen Teil zur frühen Vorentscheidung beisteuerte.

Im Angriff zeigte der TuS N-Lübbecke mit Lutz Heiny (links) und Dominik Ebner im Rückraum einen soliden Auftritt, ohne glänzen zu müssen. Zur Pause monierte Rolf Hermann das „fehlende Tempo in unserem Spiel“, doch auch ohne die Gegenstöße, die der Sportliche Leiter gerne gesehen hätte, brannte im zweiten Durchgang für seine Mannschaft nichts mehr an. Nachdem Rezar zu Beginn der zweiten Halbzeit den nächsten Wurf der Gastgeber entschärft hatte, zog der TuS endgültig auf und davon. Über 24:13 (43.) und 27:15 (52.) warf die Kurtagic-Sieben einen Kantersieg heraus.

Musste nicht allzu viel nachjustieren: TuS-Coach Emir Kurtagic sah einen souveränen Sieg seiner Mannschaft, wenngleich die Lübbecker beim Kellerkind kein Feuerwerk abbrannten und ihr Tempospiel diesmal so gut wie gar nicht zur Geltung kam. Foto: Noah Wedel

Erfolgreichster Schütze war Lutz Heiny mit sieben Treffern. Florian Baumgärtner, der erst in der Schlussphase genauso wie Jan-Eric Speckmann, Marvin Mundus, Marek Nissen und Ersatzkeeper Matic Gercar auf die Platte gekommen war, brachte in der kurzen Zeit ebenfalls noch drei Bälle im gegnerischen Kasten unter. „Der breitere Kader war heute sicher auch ein Vorteil von uns. Wilhelmshaven hat auch mit Blick auf die nächsten wichtigen Spiele im Abstiegskampf wohl ein paar Spieler schonen müssen“, sagte Hermann.

Trio im Gleichschritt: An der Spitze bleibt alles beim Alten

Der TuS wird den Pflichtsieg daher schnell abhaken und dann gleich wieder den Fokus auf das nächste Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV richten, das am nächsten Freitag nach der Genehmigung des Lübbecker Ordnungsamtes vor 500 Zuschauern ausgetragen werden kann. Im Aufstiegsrennen hat sich für die heimischen Handballer nichts geändert, da auch der HSV Hamburg (24:20 bei der DJK Rimpar) und Verfolger VfL Gummersbach (35:25 gegen Dormagen) am Freitag ihre Aufgaben souverän lösten. Die Kurtagic-Sieben hat somit bei noch drei ausstehenden Spielen weiter einen Punkt Vorsprung auf den Verfolger aus Gummersbach. Es bleibt dabei: Der TuS hat den Aufstieg in der eigenen Hand.

Wilhemshavener HV: Stasch, Eres – Stasch (8 P.), Eres (2 P.) – Sabljic, ten Velde (4), Maas (2), Postel, Misetic, Maretic (1), Kozul (2), Schwolow (5), Drechsler (4), Pust (1), Droge.

TuS N-Lübbecke: Rezar (13 Paraden), Gercar – Becvar, Heiny (7), Baumgärtner (3), Ebner (3), Petreikis (2), Bagaric, Strosack (2), Mundus, Dräger (2), Spohn (4), Nissen, Speckmann (1), Petrovsky (3), Skroblien (5/2).

Rote Karten: Kozul (37./WHV), Dräger (48.TuS/dritte Zwei-Minuten-Strafe).

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