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1. Squash-Bundesliga: Heimvorteil motiviert den Paderborner SC doppelt

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Paderborn

Paderborner SC zwölf Punkte, 1. Bremer SC elf Punkte: Die überlegene Doppelspitze der 1. Squash-Bundesliga Nord möchte von heute Abend bis Sonntag die Qualifikation für die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft festzurren. „Das Tableau spricht eine klare Sprache“, findet Europameister Raphael Kandra. „Wir haben den Kader dafür und sind so weit ausgereift, dass wir von hinten weg jedes Spiel gewinnen können. Egal, wie stark die Gegner kommen.“

Von Jörg Manthey

Das Aufgebot des Paderborner SC vom ersten Bundesliga-Spieltag, von links: Lucas Wirths, Trainer Hendrik Vössing, Dimitri Steinmann, Simon Rösner, Raphael Kandra, Nicolas Müller, Lennart Osthoff, Tobias Weggen, Geschäftsführerin Anna Wedegärtner und Physiotherapeut Artur Wunder. Einzige personelle Änderung für das Heimspielwochenende: Für den Schweizer „Vize“ Dimitri Steinmann rückt Cederic Lenz ins Team.

Im zweiten Teil der sogenannten Short-Season wollen die Platzhirsche im Ahorn-Ballpark nichts mehr anbrennen lassen und als Erster abschließen. Der Aufgalopp am Freitag (18 Uhr) sieht das direkte Aufeinandertreffen der beiden Topteams. Bremen, zweitältester Squashverein Deutschlands, bietet gegen den Rekordmeister vorne zwei ausländische Profis auf: den 24-jährigen Engländer Patrick Rooney (WRL 40) sowie Joeri Hapers (WRL 136) aus Belgien, 30 Jahre alt. Wobei es noch nicht klar, ob Rooney wirklich mitwirken kann. Wegen der Corona-Pandemie gestaltet sich die Einreise des Engländers äußerst schwierig.

Am Samstag (14 Uhr) heißt der PSC-Gegner L.A. Squasher Harsefeld-Stade. Zum Abschluss (Sonntag, 14 Uhr) wollen die Paderborner mit Schlusslicht SC Turnhalle Niederrhein kurzen Prozess machen. Insgesamt acht Teams tummeln sich im Ahorn-Sportpark. „Damit sind schon 80 Leute in der Anlage, die so ausgelastet ist“, erklärt PSC-Geschäftsführerin Anna Wedegärtner. Zuschauer sind nicht zugelassen, können aber trotzdem auf Ballhöhe sein: Sämtliche Paderborner Spiele auf dem Lightpower-Centercourt werden bei Sportdeutschland-TV (www.sportdeutschland.tv) übertragen.

NRW-Landestrainer und PSC-Chefcoach Hendrik Vössing, der am Dienstag seinen 27. Geburtstag gefeiert hat, gibt wie schon vor Bremen „drei Pflichtsiege“ als Marschroute aus. „Wir wollen unser Bestes zeigen. Ich möchte die Strecke nicht unterbrechen. Am Samstag haben wir einen Satz abgegeben. Ich denke, wir können auch null Sätze draus machen“, schmunzelt Vössing, zumal sein Team wiederum „wunderbar aufgestellt“ sei. „Wir können super rotieren. Keiner muss müde in den Court. Und dass wir Heimvorteil haben, motiviert zusätzlich extrem.“

Dass auch in Corona-Zeiten im Landesleistungsstützpunkt Paderborn dank Sonderstatus auf hohem Niveau weitertrainiert werden konnte, sei „ein riesengroßer Vorteil“ gewesen, so Vössing. „Bremen hat aufgezeigt, dass Spieler anderer Teams in Sachen Ausdauer oder Kraftausdauer deutlich geschwächt waren. Die wurden schneller müde, waren nicht so spritzig wie wir.“

Die Mannschaft, die in Bremen ablieferte, wird nur auf einer Position verändert: Für den Schweizer Vizemeister Dimitri Steinmann rückt Cederic Lenz ins Team. „Unser klares Ziel ist, als Tabellenführer in die Play-offs zu gehen. Am besten mit einem Ausrufezeichen“, erzählt Raphael Kandra. Black & White RC Worms, 2020 gemeinsam mit Paderborn zum Deutschen Mannschaftsmeister erklärt, dürfte beim Final Four-Turnier im erwarteten Endspiel zu einer richtig harten Nuss werden. Im Aufgebot der Vorwoche in Frankfurt standen der ehemalige Weltranglistenerste und PSA World Champion Gregory Gaultier aus Frankreich (WRL 23), Valentin Rapp (WRL 114), Yannik Omlor (WRL 106), Jens (HWR 60) und Carsten Schoor (WRL 426) im Aufgebot. Fürs kommende Wochenende ist auch der Neuseeländer Paul Coll (WRL 4) angekündigt.

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