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Fußball: A-Liga-Spitzenreiter spielt in Lüchtringen souverän auf – SV Albaxen nähert sich Klassenerhalt – mit Kommentar

Bad Driburg macht halbes Dutzend voll

Kreis Höxter

Der TuS Bad Driburg spielt in der A-Liga am Freitagabend beim TuS Lüchtringen souverän auf und macht das halbe Dutzend in der Aufstiegsrunde mit einem 6:1-Erfolg voll. In der Abstiegsrunde nähert sich der SV Albaxen mit dem 3:1-Heimsieg gegen den SuS Gehrden/Altenheerse dem Klassenerhalt.

Von Aaron Reineke

Stefan Rode (vorne) trifft für den SV Albaxen beim 3:1-Sieg gegen den SuS Gehrden/Altenheerse dreimal. Foto: Jürgen Drüke

Der TuS Bad Driburg setzt sich am Freitagabend in der A-Liga-Aufstiegsrunde mit 6:1-Toren beim TuS Bad Driburg durch und steuert weiterhin souverän auf Kurs Richtung Bezirksliga. In der Abstiegsrunde vergibt die SG Brenkhausen/Ovenhausen nach einem starken Auftritt zu viele Chancen gegen TiG Brakel und muss sich unter Wert 0:3 geschlagen geben.

Aufstiegsrunde

TuS Lüchtringen – Bad Driburg 1:6 (1:4). Der Spitzenreiter nimmt auch die Hürde Lüchtringen. Im Sollingstadion brachten Alex Hopp (18.) und Stefan Hartmann (26.) die Gäste in Führung. Kurz darauf verkürzte Lüchtringens Leander Pieres auf 1:2 (28.). Durch einen Doppelschlag kurz vor der Pause durch Jonas Wiechers-Wiemers (43.) und Hendrik van der Kamp (45.) zog die Hustadt-Elf davon. Im zweiten Durchgang schraubten dann Marcel Prib (84.) und Tarik Ünal (89.) das Ergebnis auf 6:1 in die Höhe. „Wir sind das Spiel seriös und sehr konzentriert angegangen. Spielerisch war es auf dem Platz sehr schwer, aber wir haben es mit einem Mix aus Passspiel und intensiver Zweikampfführung gut gelöst“, freute sich Dennis Hustadt über den Einsatz seiner Jungs.

SG Marienmünster/Rischenau – FC Germete-Wormeln 0:0. Das Nord-Süd-Duell in Rischenau endet torlos. „Germete stand sehr gut und hat kaum etwas zugelassen. Ein absolutes Unentschieden-Spiel. Wir konnten unsere Stärken nicht ausspielen und so ist die Punkteteilung am Ende gerecht“, sah SG-Trainer Andreas Niemann ein Duell auf Augenhöhe.

SV Bredenborn – SG Scherfede/Rimbeck/Wrexen 2:2 (0:1). Kevin von Thenen brachte die Gäste nach einer halben Stunde in Führung. Nach der Pause drehte Bredenborn die Partie zunächst durch einen Doppelpack von Justin Gehrke (58./69.). Doch das letzte Wort hatte dann wieder die SG, die vier Minuten vor dem Ende durch Malte Schauf zum Ausgleich kam. „In der ersten Halbzeit hat Bredenborn ordentlich Druck gemacht. Wir konnten jedoch immer wieder Nadelstiche setzen und in Führung gehen. Nachdem wir dann in Rückstand geraten sind, haben wir hinten raus noch mal alles nach vorn geworfen und uns mit einem Punkt belohnt. Ein faires Spiel und aufgrund unserer Chancen ein verdientes Remis“, war SG-Trainer Karl Schröder zufrieden.

FC Blau-Weiß Weser - Warburger SV. Die Gäste konnten aufgrund mehrerer Coronafälle und Verletzungen nicht antreten. Somit gehen die drei Punkte kampflos an den FC.

Abstiegsrunde

TuS Vinsebeck – FC Neuenheerse/Herbram. Aufgrund personeller Probleme trat der FC am Freitagabend nicht an. Der TuS bekommt die drei Punkte deshalb kampflos.

SV Albaxen – SuS Gehrden/Altenheerse 3:1 (2:0). Torjäger Stefan Rode bringt Albaxen einen großen Schritt weiter zum Ziel Klassenerhalt. Beim 3:1-Sieg gegen den SuS besorgte der Angreifer alle drei Treffer für die Albaxer (5./43./75.). Für die Gäste reichte es nur zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 1:2 durch Lukas Hoemann (50.). „Vorne machen wir die Dinger nicht und hinten werden unsere Böcke eiskalt bestraft“, ärgerte sich Gästetrainer Michael Puhl. Sein Gegenüber Maik Schmitz war zufriedener: „Kein schönes Spiel. Gehrden hätte aufgrund guter Chancen etwas mitnehmen können. Meine Jungs haben sich heute viel Mühe gegeben und den Dreier erarbeitet.“

SG Brenkhausen/Ovenhausen – TiG Brakel 0:3 (0:1). TiG erfüllt seine Pflichtaufgabe und fuhr einen klaren Auswärtssieg ein. Souleymane Sylla brachte die Grün-Weißen nach 23 Minuten in Führung. Im zweiten Durchgang machte Angreifer Ozan Kir dann mit einem Doppelpack (49./75.) den Deckel drauf. „Wir haben gut dagegengehalten. Das einzige, was wir uns vorwerfen lassen müssen, ist unsere Chancenverwertung. Wenn man unten drinsteht, dann verspringt der letzte Ball gerne oder geht eben an die Latte“, sah Steffen Mönnekes von der SG einen engagierten Auftritt seines Teams. Die Gastgeber konnten sich trotz guter Chancen nicht belohnen.

Ein Kommentar von Jürgen Drüke

Der Fußball rollt auch am 1. Mai. Der Feiertag liegt 2022 auf einem Sonntag. An diesem Sonntag passen im Kreis Höxter die Meisterschaftsspiele von der Landes- bis ­hinunter zu den C-Ligen so gar nicht dazu. Schließlich sind fast überall Mai-Feste und Ausflüge nach zwei Jahren Pause angesagt. Unter der Pandemie hat das gesellschaftliche Leben und haben die Vereinsaktivitäten schließlich in erheblichem Ausmaß gelitten. Der 1. Mai ist deshalb als Tag des Aufbruchs so sehnlichst herbeigesehnt worden. Ein Tag, der symbolisch wie kein anderer für die Rückkehr in die Normalität steht. Der Tanz in den Mai wird in vielen Städten und Dörfern des Kreises Höxter bereits an diesem Samstagabend die Menschen zusammenbringen. In Zeiten der Quarantäne und des Abstands war schließlich zwei Jahre fast nichts möglich. Fußball am 1. Mai – das passt generell schon nicht. Sonntag für Sonntag – und nun im Frühjahr auch an Wochentagen wird um Meisterschaftspunkte gekämpft. Die Aktiven sowie ganze Mannschaften gehen sehr oft auf der allerletzten Rille. Allein deshalb hätte es an diesem 1. Mai unbedingt eine Verschnaufpause geben müssen. Bedauernswerter ist allerdings, dass die Solidarität mit den anderen Vereinen, dem Dorf, den Heimatschützen, den Feuerwehrleuten, den Wanderfreunden und den Organisatoren von Maifeiern ad absurdum geführt wird. In der 1. und 2. Bundesliga wird an diesem besonderen 1. Mai nicht gespielt. Im Fußballkreis Höxter sowie der Bezirks- und der Landesliga wird indes gekickt.

Der Fußball kann an diesem 1. Mai nur verlieren, denn an Maiausflügen und Maifeiern hätten alle Aktiven zwischen Weser, Egge, Nethe und Diemel garantiert sehr viel lieber teilgenommen.

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