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2. Tennis-Bundesliga: BTTC glücklos gegen Primus TuS Sennelager – Wunner verletzt

0:9 – aber kein Klassenunterschied

Bielefeld  (WB/jm). Diese Abfuhr ist keine Überraschung: Tennis-Zweitligist Bielefelder TTC hat am Sonntag sein Heimspiel gegen das mit sechs Ausländern bestückte Team Hämmerling TuS Sennelager mit 0:9 verloren. Schon nach den Einzeln hieß es 0:6 (2:18 Sätze). Insgesamt war’s ein verheerender Rückschlag für das Satzverhältnis des BTTC.

Matthias Wunner knöpfte Sennelagers Dima einen Satz im Einzel ab und verletzte sich später im Doppel: Hüftbeugerzerrung, Einsatz am Freitag fraglich. Foto: Mike-Dennis Müller

Sieben von acht hart umkämpften Sätzen sowie beide Champions-Tiebreaks (Wunner, Behlen) gingen letztlich an den Gegner. Der Grund, warum die Bielefelder aussichtslos ins Hintertreffen gerieten. »Ich bin nicht enttäuscht. Es war definitiv kein Klassenunterschied. Wir haben viele Chancen vergeben. Selten haben wir so viele Breaks und Spielbälle nicht genutzt«, berichtete Trainer Georg Magnus; emsig bemüht, die Motivation trotz der tristen Optik hochzuhalten. »Es geht noch um jeden Punkt.«

Hüftbeuger gezerrt

Schlimmer als die Niederlage empfand Magnus das verletzungsbedingte Aus Matthias Wunners im Doppel: Hüftbeuger gezerrt, Aufgabe, Einsatz am Freitag gegen Versmold wohl fraglich.

Sennelager demonstriert Klasse

Sennelager hatte am Freitag auch ohne die Topspieler Tsung-Hua Yang und Antoine Hoang nachhaltig seine Klasse demonstriert, als Tabellenführer TK Blau-Weiss Aachen, zu dem Zeitpunkt noch ohne Punktverlust, bei Temperaturen von weit mehr als 30 Grad im Schatten mit 8:1 (17:3 Sätze) eingeseift wurde. BTTC- Georg Magnus war Augenzeuge dieser Lehrstunde, mit der sich das Team Hämmerling TuS Sennelager auf den Liga-Thron setzte. Allerdings spielte Aachen auch ohne seine fünf topgesetzten Spieler.

Günthers Wiedersehen mit Ex-Klub

Für Valentin Günther (ATP-941) war es am Sonntag ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. Der 20-Jährige hatte für Sennelager am Anfang des Durchmarschs von der Bezirksklasse bis in Liga zwei den Schläger geschwungen, war mit Sennelager 2012 Meister in der Bezirksklasse und 2013 Meister in der Bezirksliga geworden. Danach verschlug es ihn über Brackwede zum BTTC. Gleichwohl sprach Günther von einem »ganz normalen Heimspiel ohne besondere Emotionen«. Optimistisch hatte er die Siegchance für den BTTC im Vorfeld auf »50:50« eingeschätzt, sollte aber alsbald eines Besseren belehrt werden. Auch Günther sollte in seinem Match gegen den Spanier Roberto Ortega-Olmedo (ITF 318) trotz nie abebbenden Kampfgeistes nichts ausrichten können.

0:6 nach den Einzeln

Im ersten Einzelblock konnte Maximilian Wilde ebenso wie Kevin Kaczynski anfangs eine 4:3-Führung nicht ins Ziel bringen. Mit 4:6 und 5:7 gingen die Durchgänge an Sennelager. Matthias Wunner konnte nur im zweiten Satz gegen Dragos Dima (der Rumäne baute seine Einzelbilanz auf 7:0 aus) aufmucken, die Niederlage im Champions-Tiebreak aber nicht abwenden. Da stand es schon 0:3 aus BTTC-Sicht. Im zweiten Block musste Jannik Rother deutlich gegen den 23-jährigen Portugiesen Frederico Ferreira Silva, Linkshänder, in seine erste Einzelniederlage dieser Saison einwilligen (1:6/1:6). Lars Behlen erarbeitete mühsam ein 7:6 im ersten Satz, um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen.

Abstiegskampf bleibt spannend

»Einen oder zwei Punkte wollten wir in den Doppeln noch holen«, kündigte Georg Magnus nach dem 0:6 an. Die Hoffnung war vergebens. »Sennelager hat überragend gespielt und wird auch Erster werden«, gratulierte Georg Magnus dem OWL-Nachbarn schon mal vorzeitig zur Meisterschaft.

Der Abstiegskampf in der Nordstaffel der 2. Liga bleibt spannend. Noch stehen der LTTC RW Berlin (6:8 Punkte), der Club an der Alster Hamburg (4:8), der beim 6:3-Streich in Versmold sämtliche Doppel gewann, Suchsdorfer SV (4:8) und TP Versmold (2:10) hinter den Bielefeldern (6:6). Mithin hat das BTTC-Heimspiel am Freitag (13 Uhr) gegen Versmold Endspielcharakter: Dieser Sieg ist Pflicht fürs Saison-Happyend!

Die Derby-Statistik

Einzel: Matthias Wunner – Dragos Dima 2:6/6:3/4:10, Maximilian Wilde – Philipp Scholz 4:6/6:7(4), Kevin Kaczynski – Ivan Gakhov 5:7/2:6, Jannik Rother – Frederico Ferreira Silva 1:6/1:6, Valentin Günther – Roberto Ortega-Olmedo 5:7/3:6, Lars Behlen – David Pichler 7:6(7)/2:6/5:10.

Doppel: Valentin Günther/Jannik Rother – Roberto Ortega-Olmedo/Ivan Gakhov 5:7/1:6, Matthias Wunner/Maximilian Wilde – Dragos Nicolae Madaras/David Pel 3:4/Aufgabe Wunner, Kevin Kaczynski/Lars Behlen – Frederico Ferreira Silva/David Pichler 4:6/5:7.

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