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Westfalenliga: VfL feiert Heimsieg gegen Rödinghausen II

3:1 – Theesen löst die Blockade

Bielefeld (WB). Große Freude und kollektives Durchatmen beim VfL Theesen: Der Westfalenliga-Aufsteiger kämpfte sich im Heimspiel gegen den SV Rödinghausen II zum ersten Saisonsieg. Dank einer starken zweiten Halbzeit feierte der VfL am Ende einen verdienten 3:1 (0:0)-Erfolg.

Arndt Wienböker

Augen zu und durch: Theesens Kapitän Alessio Giorgio (rechts) kam mit seinem VfL zu einem 3:1-Heimsieg gegen den SV Rödinghausen II. Nach der Pause verdiente sich Theesen mit viel Kampf und Offensivdrang die ersten drei Saisonpunkte. Foto: Thomas F. Starke

Von Beginn an waren im Biekra-Sportpark viele Emotionen mit im Spiel. Auf und neben dem Platz ging es lautstark zur Sache. So entwickelte sich eine umkämpfte Partie, die in der ersten Hälfte jedoch ohne spielerische Glanzlichter blieb. Eine erste Schrecksekunde musste Theesen in der dritten Minute überstehen, als Rödinghausens Jonas Burke nach einer Ecke freistehend ans Außennetz köpfte. Die erste Gelegenheit für den Aufsteiger hatte Memos Sözer, dessen Schuss aus 18 Metern von SVR-Keeper Luca Beermann entschärft wurde (13.). Wenig später köpfte Yatma Wade nach einer Ecke von Sözer nur knapp übers Tor (16.).

Vor der Pause »zu verhalten«

Danach blieben die Theesener Angriffsbemühungen spätestens am gegnerischen Strafraum hängen. VfL-Keeper Florian Ernst hielt sein Team im Spiel, als er aus kurzer Distanz Sieger im Duell mit Burke blieb. Der Nachschuss-Versuch von Klostermann wurde in letzter Sekunde geblockt (26.). In Minute 39 war die Partie für Marvin Höner dann beendet. Der ehemalige Regionalligastürmer des SV Rödinghausen, der bereits in der Woche zuvor wegen muskulärer Probleme pausieren musste, schied mit einer Oberschenkelverletzung aus. Für ihn kam Kai-Niklas Janz.

»In der ersten Halbzeit waren wir zu verhalten. Das war langweilig und nicht das, was wir spielen wollen«, erklärte VfL-Trainer Andreas Brandwein, der seine Mannschaft aufforderte, mehr Mut zu zeigen. Und tatsächlich konnte der Aufsteiger die Blockade lösen. Zunächst verhinderte Florian Ernst ein Eigentor, als er nach einer Ecke zur Stelle war (54.). Dann legte der VfL den Vorwärtsgang ein und eroberte sich die Spielkontrolle. Kurz nachdem ein Tor von Memos Sözer wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt worden war, spielte Futsal-Nationalspieler Sözer einen feinen Pass in die Schnittstelle der SVR-Abwehr. Sturmkollege Yatma Wade eilte davon und behielt im Abschluss die Nerven – 1:0 (56.). Theesen drückte weiter aufs Tempo. Kapitän Alessio Giorgio verzog aus zwölf Metern nur knapp (69.).

Mitten in die Theesener Drangphase fiel der Ausgleich. Nach einer Ecke stand Haktab Omar Traore völlig frei am zweiten Pfosten und hatte keine Mühe, zum 1:1 einzuschieben (70.). Doch davon ließ sich der VfL diesmal nicht aus der Spur bringen. Kai-Niklas Janz profitierte von einem Fehler des Ex-Arminen Tom Fuhrmann und vollendete zur erneuten Führung (73.).

Coach fliegt aus Coaching-Zone

Nun kochten auf der Theesener Bank die Emotionen über. Brandwein ließ eine Bemerkung in Richtung des Schiedsrichtergespanns fallen und wurde der Coaching-Zone verwiesen. Hinter der Absperrung erlebte er, wie seine Mannschaft die Partie endgültig für sich entschied. Nachdem Giorgio zuvor freistehend an Beermann gescheitert war, bediente er Sözer, der seine starke Leistung mit dem Treffer zum 3:1 krönte (87.). Danach hätten Janz und Wade sogar noch erhöhen müssen, aber der Ärger über diese ausgelassenen Großchancen war schnell wieder verraucht. »Wir haben das mit unseren Möglichkeiten gut gemacht und den Gegner mit viel Einsatzwillen in Schach gehalten. Ich bin total zufrieden. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg auch hochverdient«, freute sich Andreas Brandwein.

Auch Memos Sözer war gut aufgelegt: »Wir freuen uns über die ersten drei Punkte. Heute haben wir unsere Chancen genutzt und weniger Fehler gemacht als in den ersten beiden Spielen.« Rödinghausens Coach Martin Sek ärgerte sich über den Spielverlauf und das Drumherum: »Drei individuelle Fehler haben uns den Sieg gekostet. Wir haben aber auch nicht gut gespielt und uns auf das Spiel des Gegners eingelassen. Wir haben uns provozieren lassen.«

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