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Letzter Test vor der Saison: DSC-Frauen unterliegen Bundesligist MSV Duisburg 1:2

Arminia rührt 5:4:1-Beton an

Bielefeld (WB). Beton angerührt, einige vielversprechende Konter gefahren, mit 1:0 geführt und am Ende doch 1:2 verloren: »Ich bin nicht unzufrieden«, beteuerte Arminias Frauentrainer Markus Wuckel nach der Testspielniederlage gegen den Bundesligisten MSV Duisburg.

Jörg Manthey

Arminias Friederike Schaaf (rechts) stört hier die Duisburgerin Sabine Stoller. Foto: Mike-Dennis Müller

Die »Zebras« besaßen wohl 80 Prozent der Ballanteile, fanden gegen Bielefelds 5:4:1-Abwehrbeton aber kaum Lücken. Angesichts fehlender Kreativkräfte für die Offensive wie Maxi Birker oder Annabel Jäger konzentrierte sich Wuckel auf Schadensbegrenzung. Erst in Minute 13 sah Arminia den MSV-Strafraum. Der nächste flotte Konter brachte sogleich die Führung: Lena Funke zu Sarah Grünheid, und die fackelte nicht lange – 1:0 (27.). Arminias Goalgetterin wird an diesem Sonntag eine besondere Ehrung zuteil. Vor dem ersten Regionalliga-Anpfiff bei Germania Hauenhorst wird sie von Staffelleiterin Marianne Finke-Holtz als beste Torschützin der Vorsaison der 2. Liga Nord geehrt; es gibt einen Wimpel vom DFB.

Wuckel vermisst die Präzision

Zwei Minuten nach dem Wechsel eilte Giustina Ronzetti auf Duisburgs Kasten zu und schoss aus vielversprechender Position überweg. Nachdem Vivien Brandt zweimal eingreifen musste, scheiterte Sarah Grünheid an Meike Kämper. Ein leichtfertiger Rückpass von Celine Preuß aus kurzer Distanz ging Duisburgs Ausgleich in Minute 56 voraus. Vivien Brandt bekam den Ball nicht mehr aus der Gefahrenzone, Lisa-Marie Makas sagte Danke – 1:1. Im Anschluss an die achte Ecke erzielte Meikayla Moore aus dem Gewühl heraus das 1:2 (56.). Auch dieses Tor ordnete Markus Wuckel der Kategorie »Geschenk« zu. »Das war nicht herausgespielt.«

Grünheids nächsten Konter (75.) wehrte Kämper zur ersten und einzigen Bielefelder Ecke ab. Pendant Vivien Brandt hatte in ihrem linken Pfosten am Ende einen mächtigen Verbündeten (81., 85.). »Hätte ich alle an Bord gehabt, laufe ich die weiter vorne an. Aber die Mannschaft hat das gut gemacht«, meinte Wuckel. »Wir hatten Chancen für ein zweites Tor. Uns hat da die Präzision gefehlt.«

Bei Arminia spielt derzeit eine US-Amerikanerin vor. Sollte es zu einer kurzfristigen Einigung kommen, würde die Verteidigerin extern finanziert werden, heißt es.

Pokal-Derby gegen Gütersloh auf der Alm

DSC Arminia gegen FSV Gütersloh: Diesen ostwestfälischen Knüller in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals hat »Glücksfee« Emma Gersema, Spielführerin der C-Jugend des SV Meppen, der Region beschert. Die Freude im DSC-Lager ist entsprechend. »Heimspiel, gute Kulisse, Atmosphäre und Außenseiter – das war das beste Los, das im Topf war«, findet Trainer Markus Wuckel.

Der Regionalligist empfängt den »klaren Favoriten«, wie Wuckel urteilt, am 9. September in der Schüco-Arena. Für diesen Spielort will Präsident Hans-Jürgen Laufer sorgen. »Das ist ein Spiel, in dem die Mentalität entscheidet. Wir wollen zeigen, wer wohin gehört«, lautet Maxi Birkers freche Kampfansage an den Zweitligaprimus, derweil die Ex-Gütersloherin Annabel Jäger feixt: »Mit diesem Los hatte ich gerechnet. Wir wollen die Leistung und das Pokalergebnis aus dem Jahr 2016 bestätigen, unseren 6:2-Sieg.«

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