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Futsal: Defensive glänzt beim 10:0 gegen Mülheim – MCH Sennestadt patzt erneut

Das gab’s noch nie: Panthers zu Null

Bielefeld (WB/hw). Die Vorzeichen haben sich gedreht: Drei Wochen vor dem Bielefelder Derby der Futsalliga West erfüllten sich die Black Panthers einen lang gehegten Traum, gleichzeitig verlor der MCH Sennestadt überraschend seine Tabellenführung an die Futsal Panthers Köln.

Mühelos gegen Mülheim: Nick Mdoreuli (rechts) trifft beim 10:0 der Black Panthers doppelt. Foto: Peter Unger

Black Panthers Bielefeld – Primero Club de Futsal Mülheim 10:0 (4:0). Trainer Goran Novakovic freute sich nach dem jederzeit ungefährdeten Sieg über ein »sehr gutes Spiel.« Und für seine Black Panthers war es ein ganz besonderes: das erste ohne Gegentor. Nicht in der laufenden Saison, sondern in seiner Geschichte in der Futsalliga West. »Das haben wir dementsprechend gefeiert«, scherzte Novakovic.

Die Grund für dieses bisher so ungewohnte Gefühl lag für den Coach nicht nur auf dem Platz, sondern saß auch auf der Bank und hieß Raul de Azevedo. Wie berichtet, wird Novakovic seit einiger Zeit von de Azevedo unterstützt. »Und sein Augenmerk liegt auf der Defensive. Er bringt viel frischen Wind und Disziplin bei uns rein und hat einen ganz klaren Plan«, lobte Novakovic.

Gegen Aufsteiger Mülheim griff der von der ersten Minute an. Hakim Aytan (3.) traf zur frühen Führung, die Malte Siekmann und erneut Aytan mit einem Doppelpack bis zur Pause schon vorentscheidend ausbauten. Halbzeit zwei konnten die Panthers also schon nutzen, um sich für das Derby mit dem MCH Sennestadt in zwei Wochen – dazwischen liegt eine Länderspielpause – in Form zu bringen. Nick Mdoreuli (2), Abdurahim Görgin, Dennis Lobitz (2) und Aytan mit seinem vierten Treffer im Spiel sowie dem 28. in der Saison schossen die Bielefelder sogar noch zum zweistelligen Erfolg.

Dass es beim zu Null blieb, verdankte Novakovic zum einen seinem Keeper Maik Grywatz, zum anderen einem Neuling. »Was Maximilian Helf schon nach zwei Spielen abliefert, ist wirklich überragend.«

Wuppertaler SV – MCH Sennestadt 3:2 (1:1). Nur etwas mehr als eine Woche ist es her, da hätte der MCH Sennestadt mit einem Sieg gegen Holzpfosten Schwerte schon beinahe für eine Vorentscheidung auf dem Weg zur Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft sorgen können. Nach dem 3:4 gegen Schwerte und dem völlig überraschenden 2:3 beim Wuppertaler SV am Samstagabend sind die Sennestädter aber nicht nur ihre Tabellenführung los, sondern müssen wieder um die DM-Teilnahme zittern.

Dabei lief die Partie beinahe genau so wie die Pleite gegen Schwerte. Gabriel Oliveira traf mit seinem ersten Tor für den MCH zum 1:0, sah aber kurz danach wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit »Rot«. Wuppertal nutzte die Überzahl zum Ausgleich. Auch ohne seinen laut Trainer Sebastian Rauch bis dahin »besten Mann« ging der MCH durch ein Eigentor wieder in Führung.

Der WSV erzwang mit dem Flying Goalie den Ausgleich, dann wurde es dramatisch: Sennestadt traf in der letzten Minute nur den Pfosten, im Gegenzug fiel der Wuppertaler Siegtreffer. Trotz der bitteren Pleite wollte Rauch seinem Team keinen Vorwurf machen – auch wegen der prekären Personalsituation. »Wir sind nicht enttäuscht über unsere Leistung und hätten das Spiel auch ohne sechs Stammspieler gewinnen müssen.«

Es folgt eine Länderspielpause, bevor es am 9. Februar mit dem Derby weitergeht – womöglich unter umgekehrten Vorzeichen.

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