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Frauen-Regionalliga: DSC startet mit 5:1 in Hauenhorst

Der erste Meilenstein für Arminias Frauen

Bielefeld(WB/jm). Die Frauen des DSC Arminia haben am ersten Spieltag der Fußball-Regionalliga West gleich die erhoffte Duftmarke auf dem Weg zur Staffelmeisterschaft setzen können – zumindest 45 Minuten lang. Der Absteiger feierte beim Vorjahresachten SV Germania Hauenhorst dank einer ansehnlichen Offensivleistung in der ersten Halbzeit einen deutlichen 5:1 (4:0)-Erfolg.

Arminias Sarah Grünheid (links), vor dem Spiel vom DFB ausgezeichnet, holte den Elfmeter zum 1:0 heraus und verwandelte den zweiten zur 2:0-Führung. Foto: Mike-Dennis Müller

»Wir wussten nicht so genau, wo wir stehen. Deshalb freuen wir uns. Auch wenn sich dieser Sieg noch besser hätte anfühlen können.« Damit sprach Trainer Markus Wuckel die Chancenverwertung an.

Hauenhorst hatte im Vorfeld die Qualität seines Auftaktgegners ehrfurchtsvoll so definiert: »Arminia ist noch größerer Favorit auf den Meistertitel als die Bayern in der Bundesliga!« Der Rest war wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Nach 38 Minuten hieß es bereits verdientermaßen 4:0 für den ersten Ligaprimus. »In der ersten Hälfte haben wir das gut gemacht«, lobte Wuckel sein Team, das im Waldparkstadion Hauenhorst III in Rheine von Beginn an den Vorwärtsgang eingelegt hatte. Zwar verbarrikadierte die Germania ihren Kasten mit einer 5:4:1-Wand und machte die Räume bestmöglich eng, doch fand der DSC immer wieder Mittel und Wege, um hinter die Abwehr zu kommen.

Ronzetti erzielt erstes Saisontor

Neuzugang Giustina Ronzetti erzielte nach 18 Minuten per Foulelfmeter das erste Saisontor. Sarah Grünheid, die vor dem Anpfiff vom DFB als beste Torschützin der abgelaufenen Zweitliga-Saison geehrt wurde, war gefoult worden. Die erhöhte wenig später erneut vom Punkt auf 2:0; diesmal war Ronzetti unfair zu Fall gebracht worden. Dank einer hohen Laufbereitschaft wurden die Treffer zum 3:0 und 4:0 schön herausgespielt. Die Zielspielerinnen Ronzetti (28.) und Jäger (38.) verwerteten. Binnen einer Viertelstunde war der Drops gelutscht.

Nach dem 5:0 und dem Gefühl des sicheren Sieges schwand der Torhunger zusehends; die Konsequenz ebbte ab. Zwar konnte Annabel Jäger mit ihrem zweiten Treffer auf 5:0 erhöhen (53.), doch nur eine Minute später bestrafte die frühere U-Nationalspielerin Christina Schimpke Bielefelder Nachlässigkeiten mit dem 5:1. »Das war deren einziger Schuss aufs Tor«, ärgerte sich Wuckel über den Ball, der über Vivien Brandt im Netz einschlug. Weil sich sein Team einlullen ließ und dem Germania-Niveau anpasste – genau vor dieser schwierigen Situation hatte der Trainer in der Kabine gewarnt – konnte Hauenhorst die zweite Halbzeit ausgeglichener gestalten. Trotz allem war’s ein ziemlich schönes Teamgeschenk für Tanja Grünheid, die am Sonntag ihren 32. Geburtstag feierte. Auch wenn die DSC-Jungseniorin beim Gegentreffer nicht so ganz glücklich aussah.

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