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Vor dem Saisonstart: Fichte-Trainer Mario Ermisch zufrieden – Kompakte Wellensieker

»Die jungen Leute sind lernwillig«

Bielefeld  (WB/jm). Die Vergangenheit ist abgehakt. Beim VfB Fichte blicken sie nach dem Abstieg in die Fußball-Landesliga nur noch nach vorn. Der Ist-Zustand des Teams wenige Tage vor dem Meisterschaftsstart sei »soweit okay«, meint der anspruchsvolle Trainer Mario Ermisch. Das ist wohl als Lob zu verstehen.

Rückkehrer Orkun Tosun (25), neuer Alter aus Gütersloh, führt den VfB Fichte als Kapitän in der Landesliga. Foto: Jörg Manthey

Mit drei Torhütern und 20 Feldspielern geht der VfB Fichte in die Saison. Vor dem ersten Anpfiff gegen den Hövelhofer SV (So., 15 Uhr, Rußheide) scheint allerdings noch allerlei vage. »Wir haben viel experimentiert. Es gibt noch keine Stammformation und auch kein vorrangiges System«, berichtet Ermisch, der gleichwohl einen zufriedenen Eindruck macht. Die junge Truppe sei lernwillig, die Stimmung gut, der Zusammenhalt ebenfalls. »Es macht Spaß.«

Klar ist: Orkun Tosun (25), Rückkehrer-Routinier vom FC Gütersloh, wird die Kapitänsbinde tragen. Klar ist auch, dass dieser neuformierte VfB Fichte noch etwas Zeit braucht. »Taktisch sind wir noch nicht ganz so weit. Das wird aber auf Strecke gut werden.« Schließlich soll auch in der Saison viermal pro Woche trainiert werden. Ein erkennbares Plus sei die Kondition. »Unsere jungen Leute können 90 Minuten Dampf machen.« Neuzugänge wie Innenverteidiger Muhammet-Ali Özel vom FC Türk Sport hätten sich gut entwickelt, auch der vom VfL Ummeln gekommene Marcel Rohde verbessere sich stetig.

»Wir brauchen viele Chancen für unsere Tore«, hat der Trainer aber registriert. Dass der Franzose Benjamin Fumu Mulamba zuletzt prächtig aufgelegt war und beim 4:0-Sieg in Avenwedde alle vier Tore erzielte, hält den VfB Fichte nicht davon ab, weiter nach einer Offensivkraft Ausschau zu halten. Ermisch: »Die Nummer 9 ist noch nicht vergeben.«

SCB will flexibler auftreten

Mal obenauf, mal unten: Bezirksligist SCB 04/26 hat in der Vorbereitung die gesamte Klaviatur beherrscht. Aktuell sind noch acht Spieler im Urlaub. Trainer Jan Barkowski ist zufrieden, wie sich die Neuen präsentieren. »Mit Andi Janzen haben wir uns gut verstärkt. Er soll Dennis Lobitz die Last nehmen, alleine Tore zu schießen.« Robin Welge hat sich als Abwehr-Stabilisator entpuppt, Kutsal Bekmezci räumt als »Sechser« ab. Sollte es gelingen, die Effektivität der Vorsaison zu kombinieren mit einer größeren Flexibilität, ist Barkowski nicht bange. »Wir haben in der Vorbereitung gemerkt, dass viele Mannschaften defensiv spielen. Da müssen wir Lösungen finden. Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, flexibler aufzutreten.« Größere Baustellen macht der Trainer keine aus. Aktuell bangt er um Nadir Serroukh (Bänderdehnung im Knöchel).

VfR-Torausbeute ausbaufähig

Beim Ligarivalen VfR Wellensiek haben sich die elf Neuen »gut eingelebt«, findet Trainer Dominik Popiolek, der in sein drittes Jahr am Rottmannshof geht. Mit dem erreichten Leistungsstand »ist er im Großen und Ganzen zufrieden. Sportlich ist alles in Ordnung.« Große Einschränkung: »Bis auf die Torausbeute, die ist ausbaufähig! Daran müssen wir noch arbeiten.« In Abwesenheit eines Knipsers sollen es »mehrere Schultern« richten. Als große Stärke macht Popiolek »die Kompaktheit im Defensivverband« aus. Die drei Langzeitverletzten Maneke Bondzio-Becker, Moritz Schmidt und Douglas Vollmer sind kurz davor, wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen. Hinsichtlich des Saisonziels gibt sich Popiolek defensiv. »Von Platz eins bis Platz acht ist alles möglich.«

gute Trainingsbeteiligung

SuK Canlar-Trainer Zafer Atmaca stellt die nach dem vorgenommenen Umbruch »sehr gute Trainingsbeteiligung« heraus. »Es waren kaum Spieler in Urlaub.« Rechtzeitig zum Bezirksliga-Anpfiff, dass die Multi-Kulti-Truppe ins Lipperland zum Aufsteiger SG Hörstmar/​Lieme führt, verabschiedet sich ein Quartett in die Ferien. »Da mache ich mir aber keinen Kopf. Unsere Kaderbreite ist ein Plus, der Konkurrenzkampf eine neue Stärke von uns«, so Atmaca. »Wir haben viele Position qualitativ gut doppelt besetzt.«

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