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Frustrierte Bulldogs steigen nach 14:28-Heimpleite gegen Bonn Gamecocks in die Football-Regionalliga ab

Ein Stern verblasst

Bielefeld (WB). Es hat nicht gereicht. Die Bielefeld Bulldogs haben  im Abstiegs-Endspiel gegen die Bonn Gamecocks einmal mehr jene Qualität vermissen lassen, die ein Sieger-Team braucht. Nach dem  14:28 (0:7/0:7/0:7/14:7) und Sturz auf den vorletzten Platz steht der Abstieg in die Football-Regionalliga fest!

Jörg Manthey

Blicke ins Leere: Florian Stengl (links) und Kai Stockfisch haben das Abstiegs-Endspiel gegen die Bonn Gamecocks zurecht mit 14:28 verloren und können als Vorletzter den Abstieg in die Football-Regionalliga nicht mehr abwenden. Foto: Jörg Manthey

Oben leuchtete der Vollmond, und unten im Stadion Rußheide verblasste ein Stern.  Auch die vorher so hochgelobte »Geheimwaffe« Denny Meyer (»Es war mir eine Ehre, diese Schlacht mit euch geschlagen zu haben«) konnte keine Magie   entfalten.  Headcoach Dick Bergstrom, der College-Pädagoge, resümierte im Schluss-Huddle in Moll-Tönen. »Das tut weh. Wir sind alle extrem enttäuscht. Das ist eine Lektion für uns. Und ich rede nicht über Football. Ich rede übers Leben.«  Diese Lektion, die fünfte  Niederlage im sechsten Heimspiel,  führte die Bulldogs am   Samstagabend schnurstracks in ein Tief. Dazu genügte eine allenfalls solide Vorstellung der Bonner Kampfhähne. War es beim 48:55 gegen Elmshorns Piraten  die Bielefelder Defense, die versagte, so blieb am Samstag vor etwa 600 Zuschauern die Offense  blass und kam lange nicht mal in die Nähe der Endzone. Für die harmlose  erste Halbzeit (0:14) fand Bergstrom nur eine Vokabel. »Terrible.« Furchtbar. Entsetzlich. Grausam.

Lars Borchwald brachte die  Gamecocks  nach einem   37-Yards-Pass seines Quarterbacks Sebastian Schopen in Führung. Schopen fand  auch Jan Wattenberg. Beide Extrapunkte verwertete Borchwald – 0:14 (14.).  »Unsere Offense ist nicht ins Rollen gekommen«, sagte Sportdirektor Heiko Schreiber. »Wir sind mit dem Druck nicht klargekommen, den Bonns  Defense auf uns ausgeübt hat.« Dass Quarterback    Niklas Gorny  vor der Pause umknickte und sich fortan nur noch humpelnd fortbewegen konnte, sollte  die limitierten Möglichkeiten weiter einschränken. Schreiber: »Uns haben die Optionen gefehlt.« Etwa »die Sicherheit eines amerikanischen Quarterbacks« (Pascal Bröhl). »Unsere Aktionen waren  zu vorhersehbar.«

Bröhl scheitert mit zwei Versuchen

Bröhl scheiterte in der ersten Hälfte mit  zwei Fieldgoalversuchen. »Das Timing  hat nicht gepasst.« Fatal sei zudem gewesen, dass die Bulldogs die Turnovers nicht in Punkte ummünzen konnten. Im ersten Viertel fingen Bröhl und Max Haselbach je eine  Interception. Stachen  mal gute Aktionen  wie ein Gorny-Pass auf E. J. Drewery kurzu vor Ende des dritten Viertels – Touchdown! – so machten eigene Strafen den Ertrag  wieder rückgängig. Das Schlussviertel war gerade 14 Sekunden jung, da schickte Gorny erneut Drewery auf die Reise. Extrapunkt Bröhl – 7:21. Wie gemalt für eine Aufholjagd. Doch Schopens Touchdownlauf 250 Sekunden vor Schluss brach endgültig die Moral der konsternierten Hunde. Darüber konnte auch E. J. Drewerys Ergebniskorrektur (PAT Bröhl) zum 14:28-Endstand nicht hinwegtäuschen.

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