1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Gold im dritten Anlauf

  8. >

Boxen: Weltergewichtler Erik Brunner vom BC Vorwärts ist Deutscher U18-Meister

Gold im dritten Anlauf

Bielefeld  (WB). Vorwärts-Boxer Erik Brunner hat sich bei den Internationalen Deutschen Jugend-Meisterschaften erstmals die Goldmedaille und den Titel gesichert. Für den 18-jährigen Bielefelder war es der dritte Anlauf, nachdem er in den Vorjahren jeweils den dritten Platz belegt hatte.

Peter Unger

Erik Brunner dominierte seine Gegner bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft; zur Freude von Coach Alexander Bich. Foto: Unger

»Endlich mal kommt wieder ein Deutscher Meister aus unseren Reihen«, strahlt Pressesprecher Dieter Bunte. Ebenso groß ist die Freude beim BC Vorwärts-Vorsitzenden Dr. Dirk Sundermann, der am ersten Trainingsabend nach den Titelkämpfen und unter dem Beifall der Vorwärts-Boxer den Meister-Pokal überreichte.

Gelungener Auftaktkampf

Der S.C. Colonia 06 hatte Deutschlands besten Boxnachwuchs aus allen Gewichtsklassen der Jahrgänge 2001 und 2002 in die Domstadt geladen. Und mehr als 1000 Zuschauer strömten an vier Tagen in die Sporthalle Süd, um die potenziellen Profis von Morgen anzufeuern. Insgesamt kämpften 120 Boxer in den Achtelfinals um das Weiterkommen. Aufgrund einer glücklichen Auslosung startete Erik Brunner vom Boxclub Vorwärts erst im Viertelfinale, wo er im Weltergewicht (bis 69 kg) als Vertreter des Boxverbandes Nordrhein-Westfalen auf John Gerhausen vom Boxverband Südwest traf. »Dieser Kampf ist für uns wirklich sehr gut gelaufen«, berichtet Heimcoach Alexander Bich, der ihn auch in Köln am Ring betreute.

Dritte Runde die stärkste

Obwohl Erik Brunner die erste Runde klar für sich entscheiden konnte, hatte er erst ab der dritten Runde nicht nur den Gegner, sondern auch seine Nervosität im Griff. »Erst in der Pause hat Erik realisiert, worum es in diesem Kampf eigentlich geht«, schmunzelt Alexander Bich. »Dafür war die dritte Runde eindeutig die stärkste.« Nach dem klaren 5:0-Sieg gegen Gerhausen, immerhin ein erfahrener Boxer mit bereits 50 Kämpfen, traf Erik Brunner auf Leo Cvitanovic vom Boxverband Baden-Württemberg. In diesem Fight wurde der Bielefelder deutlich mehr gefordert, da er auf einen körperlichen starken Gegner traf.

»Manchmal fehlt noch die Geduld«

Aufgrund seiner guten Kondition und seiner Schnelligkeit konnte ihn sein Pendant nie ernsthaft gefährden. »Erik ist nicht nur physisch sehr stark, sondern auch sehr beweglich«, lobt Alexander Bich seinen versierten Schützling. »Allerdings muss er noch lernen, seine Kraft besser einzusetzen. Manchmal möchte er den Kampf zu schnell beenden. Da fehlt ihm einfach noch die Geduld, den Gegner auch mal kommen zu lassen.« Während Erik Brunner im Halbfinale die erste Runde noch für sich entscheiden konnte, ging die zweite Runde unentschieden aus. Dank der klaren Wirkungstreffer in der dritten Runde, wo er deutlich aktiver war und wesentlich mehr in den Kampf investierte, erreichte er schließlich das ersehnte Finale.

Finalgegner muss wegen lädierter Nase passen

Da sein Finalgegner Gianni Dedic aus dem Landesverband Bayern aufgrund einer lädierten Nase verletzungsbedingt nicht mehr antrat, wurde Erik Brunner kampflos zum Internationalen Deutschen Jugendmeister im Weltergewicht gekürt. »In diesem Kampf wären die beiden zum zweiten Mal aufeinander getroffen«, erläutert Alexander Bich. »Bereits im Oktober beim NRW-Cup hatte Erik gegen seinen Finalgegner Gianni Dedic klar gewonnen. Insofern wäre Erik in Köln auch als Favorit in den Ring gestiegen.«

Startseite
ANZEIGE