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Fußball-Westfalenliga: Theesen bei 1:3 gegen Delbrück nicht an der Leistungsgrenze

»Halbgas reicht nicht«

Bielefeld (WB/hw/lula). Der souveräne Aufsteiger der abgelaufenen Landesliga-Saison VfL Theesen hat am Freitag die Westfalenligasaison mit einem Heim-Reinfall gegen den Delbrücker SC eröffnet. Das 1:3 war für Trainer Andreas Brandwein nicht nur im Ergebnis ein Dämpfer. »Wir haben ganz deutlich vor Augen geführt bekommen, was mit uns in dieser Liga passiert, wenn wir unsere Leistungsgrenze nicht erreichen. Mit Halbgas werden wir nicht viele Punkte holen können.«

Spielerisch auf Augenhöhe, aber glücklos: Den Start hatten sich Memos Sözer und Theesen anders vorgestellt. Foto: Peter Unger

Gerade die Art und Weise, wie sich der VfL in Spiel eins als Bielefelds klassenhöchster Amateurklub präsentierte, überraschte Brandwein dann doch – allerdings in negativer Hinsicht. »Dass wir so körperlos gespielt haben, war nicht abzusehen. Sonst hätte ich andere Leute aufgestellt.«

Eine erste Sofortmaßnahme nach dem spielerisch zwar guten, insgesamt aber enttäuschenden Auftritt: Die Probleme ins Positive drehen. »Wir haben unsere Leistungsgrenze bei weitem nicht erreicht und hätten trotzdem punkten können«, meint Brandwein. Bis Theesen an besagter Leistungsgrenze kratzen kann, könnte es allerdings noch eine Weile dauern: Mit Patrick Fräßdorf und Yves Sander fehlten zum Auftakt zwei wichtige Stützen, dazu kommen Marvin Höner (in der Vorbereitung verletzt) und Yatma Wade (Urlaub) gerade erst wieder auf Touren.

Pleite »heilsam für alle«

Zudem bestätigte sich am Freitagabend, was Brandwein schon vorher geahnt hatte. »Delbrück hatte die besseren Individualisten. Und diese Erfahrung werden wir jetzt Woche für Woche machen.« Als Unzufriedenheit mit dem in Theesen zusammengestellten Kader will Brandwein das aber nicht verstehen. »Wir haben eine gute Mannschaft beisammen, die jeden Gegner schlagen kann. Aber dafür muss bei uns absolut alles passen.« Bloß war das zum Start schlicht nicht der Fall.

Ein negativer Nebeneffekt, der sich bald ebenfalls ins Positive wenden könnte: »Delbrück war heilsam für alle. Jetzt weiß hier jeder, wo unsere Probleme liegen und dass der Klassenerhalt nicht im Vorbeigehen funktioniert«, mahnt Brandwein.

Theesens Sportlicher Leiter Heinz-Werner Stork erkannte den Gästeerfolg klaglos an. »Im Endeffekt geht das Ergebnis in Ordnung. Der 1:3-Rückstand war verdient, da haben wir einfach viel zu viele Fehler gemacht, während wir vorne nicht zwingend genug waren.«

Ziemlich enttäuscht wirkte Co-Trainer Fynn Bergmann direkt nach Abpfiff. »Manche Sachen kann man einfach nicht trainieren. Wenn man durch solch individuelle Fehler den Gegner zum Toreschießen einlädt, muss man sich nicht wundern, wenn man verliert. Beim 0:1 haben der Flankengeber und der Torschütze viel zu viel Platz, und beim letzten Gegentor darf man als letzter Mann nicht den Ball verlieren«, sprach Bergmann die offensichtlichen Dinge an.

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