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DFB-Pokal: Christian Franz-Pohlmann spielt Sonntag mit Duisburgs Frauen in Bielefeld

Harte Wochen nach dem Neuaufbau

Bielefeld (WB). Als Trainer des FSV Gütersloh hat er das Duell mit den Fußballerinnen des DSC Arminia knapp verpasst: Just als die Bielefelderinnen im vergangenen Jahr den Sprung in die 2. Bundesliga schafften, wagte Christian Franz-Pohlmann den Sprung ins deutsche Oberhaus. So feiert der 37-Jährige seine Pflichtspiel-Premiere gegen Arminia erst am Sonntag – im DFB-Pokal-Spiel seines MSV Duisburg auf der Alm (14 Uhr).

Henrik Wittenborn

Ein bestens bekanntes Gesicht in Ostwestfalens Frauenfußball: Christian Franz-Pohlmann trainierte einst den FSV Gütersloh in der 2. Bundesliga. Am Sonntag ist er im DFB-Pokal mit dem MSV Duisburg beim DSC Arminia zu Gast. Foto: Wolfgang Wotke

Ganz unbekannt ist die Arminia Franz-Pohlmann natürlich trotzdem nicht. Dass der DSC in den vergangenen Jahren »sehr gut entwickelt« hat, ist so gesehen ein Stück weit auch das Verdienst des heutigen Duisburger Trainers. Mit Valentina Vogt, Nina Lange, Sarah Grünheid, Vivien Brandt, Annabel Jäger und Laura Liedmeier hat er zu seinen Zeiten beim OWL-Nachbarn vom FSV Gütersloh – Franz-Pohlmann führte das Team bis auf Platz drei der zweiten Liga und die B-Juniorinnen zur Deutschen Vizemeisterschaft – eine Reihe aus Arminias Kader bereits selbst trainiert. Für den Trainer ist der MSV nach dem Engagement in Jena die zweite Station in Deutschlands höchster Spielklasse.

Wiedersehen mit Symela Ciesielska

Am Sonntag rückt die ostwestfälische Vergangenheit mit zahlreichen Bekanntschaften allerdings in den Hintergrund. »Wir schauen auf uns und haben unsere eigene Spielphilosophie, die wir durchbringen wollen«, sagt Christian Franz-Pohlmann. Der 37-Jährige übernahm den MSV in der Sommerpause von der ehemaligen Nationalspielerin Inka Grings – und stand vor einem Neuanfang. »Wir mussten eine neue Mannschaft zusammenstellen. Das war nicht ganz einfach«, sagt der Coach. Zwölf Abgängen standen elf Zugänge gegenüber. Darunter auch ein bei Arminia bekanntes Gesicht: Mittelfeldspielerin Symela Ciesielska zog im Sommer nach Duisburg und tauschte gleichzeitig das DSC-Trikot gegen das der Meidericher. »Symela hat starke Konkurrenz auf ihrer Position, entwickelt sich allerdings in eine gute Richtung«, sagt Franz-Pohlmann.

Dreimal mit 0:1 verloren

Hinter ihm und den Duisburgerinnen liegen harte Wochen in der Allianz Frauen-Bundesliga. Der Spielplan meinte es nicht wirklich gut mit dem MSV und bescherte dem Aufsteiger der vergangenen Saison unter anderem bereits Spiele gegen die Topteams vom SC Freiburg (0:1), Turbine Potsdam (0:1) und dem VfL Wolfsburg. Gegen den Deutschen Meister und Pokalsieger war der MSV dem ersten Punktgewinn nahe, unterlag letztlich allerdings mit 0:1. »Wir strotzen damit natürlich nicht vor Selbstbewusstsein, aber das Pokalspiel wird nicht mit der Liga zu vergleichen sein.«

»Sarah und Maxi haben enorme Qualität«

Für Franz-Pohlmann zählt der komplizierte Ligastart am Sonntag nicht. »Das ist ein neues Spiel in einem neuen Wettbewerb, auf das wir uns sehr freuen.« Gleichwohl weiß er um die Stärke der Bielefelderinnen – besonders im Offensivbereich. »Sarah Grünheid und Maxine Birker haben enorme Qualität. Ich rechne nicht damit, dass sich Arminia gegen uns hinten reinstellen wird.«

Wie kompliziert der Almauftrieb für Bundesligisten sein kann, bekam in der vergangenen Saison schon der VfL Wolfsburg zu spüren. Arminia kämpfte im Dezember 2016 leidenschaftlich und zog beim 0:2 nur knapp den Kürzeren.

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