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2. Frauen-Bundesliga: DSC unterliegt Herforder SV nach 3:2-Führung noch 3:4

Hausberger wird Arminias Abwehrchefin

Bielefeld (WB). Nein, so etwas wie ein Lieblingsgegner wird der Herforder SV nicht mehr für die Fußballerinnen des DSC Arminia. Nach dem 0:3 im Hinspiel endete auch das zweite Treffen in der Schüco-Arena mit einem 3:4 (2:1)-Reinfall. Trotz des tristen Finales beendet Arminia seine erste Saison in der 2. Frauen-Bundesliga auf einem beeindruckenden fünften Tabellenplatz.

Jörg Manthey

Der 1:1-Ausgleich durch Sarah Grünheid (Nummer 23), mit 17 Saisontreffern die drittbeste Liga-Schützin. Foto: Hans-Werner Büscher

Für die kommende Qualifikationssaison zur eingleisigen 2. Liga hat am Samstag mit Innenverteidigerin Sandra Hausberger (23), österreichische U-Nationalspielerin, eine neue Abwehrchefin ihre Zusage gegeben. »Die ist richtig bärenstark«, erzählt Wuckel. Auch Mittelfeldspielerin Valentina Vogt (18), zuletzt Herforder SV, schließe sich nach einer Fußballpause dem DSC an. Wuckel stellt deren bombastisches Zweikampfverhalten heraus. »Wir werden 2017/18 eine viel stärkere Mannschaft haben. Und unsere Planungen sind noch nicht abgeschlossen.«

Früher Rückstand

Beim frühen Rückstand (8.) sah die zuvor verabschiedete Lena Göllner gar nicht gut aus. Das 0:1 durch Herfords Torjägerin Giustina Ronzetti, die gestern dreimal traf, ging auf das Konto der zu inkonsequent einsteigenden Innenverteidigerin. Direkt im Gegenzug köpfte Sarah Grünheid zum 1:1-Ausgleich ein (10.). Es entwickelte sich ein fehlerreiches Derby mit viel Mittelfeldgeplänkel. Mit einem abgefälschten Distanzschuss erzielte Lena Schulte zunächst das 2:1 für den DSC (43.), doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte schaffte erneut Ronzetti den Ausgleich; sie war Lena Göllner entwischt.

In der 50. Minute verursachte Celine Preuß ganz ungeschickt einen Elfmeter an der durchgebrochenen Ronzetti. Vivien Brandt »roch« die untere linke Ecke und parierte. Aus abseitsverdächtiger Position veredelte Maxi Birker einen schicken Pass Laura Liedmeiers. Am Ende ihres Solos umkurvte sie auch noch SCH-Torfrau Kira Kutzinski und schob zur neuerlichen 3:2-Führung (59.) ein.

»Wir haben uns in den Zweikämpfen dämlich angestellt«

Binnen weniger Minuten belohnte der Gast seine nie abebbende Moral mit den zwei entscheidenden Treffern: Erst glückte Gina Kleinedöpke das 3:3 (61.), und dann verwandelte Giustina Ronzetti in der 66. Minute einen von Tanja Thormählen verschuldeten Strafstoß. »Schade und ärgerlich. Wir haben uns in den Zweikämpfen dämlich angestellt«, monierte Markus Wuckel, der ab der 73. Minute auf eine Dreier-Abwehrkette umgestellt hatte.

Arminia rannte wohl auch an, aber zu planlos. Birker, Ciesielska, Liedmeier oder Thormählen und Jäger per Kopf vergaben nennenswerte Gelegenheiten. Herford war schneller im Umschaltverhalten und beschwor mit einfachen Mitteln immer wieder Gefahrenmomente herauf. Doch Vivien Brandt, die bei einer Ecke (84.) vor dem Herforder Kasten auftauchte, ließ nichts mehr zu. »Wir haben uns zu sehr unter Druck gesetzt und zu wenig bewegt«, resümierte Lena Göllner.

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