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Basketball: 81:66 gegen Frankenberg – Herren geht die Luft aus

Ladies laufen ihren Gegner müde

Bielefeld (WB). Dem Rumpfkader geht die Puste aus: Stark ersatzgeschwächt hat Basketball-Regionalligist TSVE Bielefeld eine deutliche Pleite bei den Lippe-Baskets Werne kassiert. Die Lady Dolphins profitierten dafür vom Verletzungspech der DJK Frankenberg.

Henrik Wittenborn

Beim 81:66 gegen die DJK Frankenberg hatten Lefterija Temelkova (links) und die Lady Dolphins letztlich zwar keine Mühe, profitierten aber auch vom Verletzungspech der Gäste. Foto: Henrik Wittenborn

2. Herren-Regionalliga

Lippe-Baskets Werne – TSVE Dolphins 102:73 (22:14, 29:21, 20:22, 31:16). Dass Emre Atsür und seinem Team bei den heimstarken Lippe-Baskets eine harte Aufgabe bevorstehen würde, ahnte der Bielefelder Trainer schon weit vor der Abfahrt nach Werne. Sein Blick auf die Bank dürfte daran wenig geändert haben. Mit gerade einmal acht Spielern mussten die Dolphins vor gut 500 Zuschauern bestehen. Moritz Kutkuhn war privat verhindert, Nico Rixe am Knie verletzt und Enno Zörkendörfer wurde angeschlagen geschont.

Mit Sebastian Bauer, Aljoscha Lübbers und Leo Döring sammeln drei Talente in dieser Saison erst ihre ersten Erfahrungen im Herren-Basketball. »Die Voraussetzungen waren also alles andere als optimal«, sagte Atsür, der Bauer trotzdem prompt in die erste Formation beförderte – und lobte. »Sebastian hat das wirklich sehr gut gemacht.«

Bloß hatte auch der Youngster der Werner Anfangsoffensive nicht genug entgegen zu setzen. Schon nach 14 Minuten standen für die Lippe-Baskets 37 Punkte auf der Anzeigetafel. Nach dem zwischenzeitlichen 18:14 setzten sich die Gastgeber, angeführt von Jordan Rose, unaufhaltsam ab. »Wir haben es Werne nur vielleicht ein bisschen zu einfach gemacht«, sagte Atsür. Die Gastgeber schraubten ihre Wurfquoten angesichts der eher zurückhaltenden Bielefelder Gegenwehr zunehmend nach oben und gingen mit einem 51:35 in die Pause.

Aus der kamen die Bielefelder dann wiederum deutlich verstärkt, nach einem 9:0-Lauf waren die Dolphins beim 49:55 sogar wieder in Schlagdistanz. »Aber damit hatten wir unser Pulver verschossen«, sagte Atsür. Bei seinem Team schwanden jetzt minütlich die Kräfte, bei den Wernern wuchs die Spielfreude. Jordan Rose stoppte den Bielefelder Lauf mit einem Dreier zum 58:49. »Dann waren wir fix und fertig«, sagte Atsür. Werne kannte allerdings keine Gnade mit seinen dezimierten Gästen. Läufe von 11:0 und 10:2 machten den Abend für die Bielefelder Youngster noch zu einer eher bitteren Erfahrung.

Regionalliga Damen

TSVE Lady Dolphins – DJK Frankenberg 81:66 (13:12, 24:20, 29:16, 15:16). Es war nicht der Tag der DJK Frankenberg: Ohnehin nur mit sieben Spielerinnen und als klarer Außenseiter nach Bielefeld gereist, wurde es kurz vor der Pause richtig bitter für die Gäste. Innerhalb von nur zwei Minuten schieden gleich zwei DJK-Spielerinnen mit Knöchelverletzungen aus.

Die Konsequenz: Die verbliebenen fünf Frankenbergerinnen mussten die gesamte zweite Halbzeit durchspielen. Der TSVE wusste das geschickt zu nutzen. Die Dolphins stressten ihre Gäste schon unter dem eigenen Korb und provozierten so eine lange Reihe an Ballverlusten. »Das hat gut funktioniert«, sagte Bielefelds Trainer Emrah Turan.

Den Lady Dolphins reichten damit zehn Minuten im dritten Viertel, um die Partie zu entscheiden. Denn nach starkem Beginn begegneten sich TSVE und DJK zunehmend auf Augenhöhe. »Vor der Pause waren wir zu hektisch und haben zu viele Würfe genommen«, sagte Turan. Nach Wiederbeginn ließen die Lady Dolphins dann Ball und Gegner laufen, verpassten aber eine neue Bestmarke in Sachen erzielter Punkte. Die liegt nach wie vor bei 84 Zählern – aufgestellt im Hinspiel.

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