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2. Tennis-Bundesliga: Bielefelder TTC ohne Scott Griekspoor gegen Sennelager

Legionäre entern die Voltmannstraße

Bielefeld (WB/jm). Der Bielefelder TTC bekommt es Sonntag mit einer illustren Truppe zu tun: Das »Team Hämmerling Group TuS Sennelager« bietet als Aufsteiger zur 2. Tennis-Bundesliga ein stattliches internationales Ensemble auf. Acht der 16 gemeldeten Spieler des Tabellenzweiten, über den ganzen Globus verstreut, sind zu Saisonbeginn in der ATP-Weltrangliste unter den besten 500 Spielern geführt worden. Tsung-Hua Yang (Taipeh), Antoine Hoang (Frankreich) und Ivan Gakhov (Russland) an den Positionen eins bis drei sogar in den Top 300.

Kevin Kaczynski und der Bielefelder TTC sind am Sonntag auf eigenem Platz in der Außenseiterrolle. Foto: Mike-Dennis Müller

»Gegen diese Ausländer-Auswahl wird es sehr schwer«, orakelt BTTC-Teammanager Markus Theine. »Das soll nicht heißen, dass wir keine Chance haben. Wenn der ein oder andere über sich hinauswächst, ist vielleicht was drin.« Auch Trainer Georg Magnus wirft nicht vorzeitig die Flinte ins Korn. »Wir wollen unsere Außenseiterchance nutzen.«

Weßels im Doppel noch unbesiegt

Allerdings steht schon fest, dass der BTTC auf dem roten Sand erneut auf seinen zuletzt angeschlagenen Spitzenspieler Scott Griekspoor verzichten muss. Grund: Der Niederländer ist in die Hartplatzsaison eingestiegen. Magnus: »Ich würde ihn gerne noch einmal sehen. Er muss mit seinem Coach sprechen, ober er freigestellt wird. Aber ich sehe da eher schwarz.« So wird der BTTC wiederum auf eine deutsche Auswahl vertrauen. Ein Quartett steht schon fest: Louis Weßels (im Doppel noch ungeschlagen), Valentin Günther, Jannik Rother und Matthias Wunner. »Die geschlossene Mannschaftsleistung ist unsere Stärke. Wir verstehen uns gut. Jeder coacht jeden. Das macht viel aus«, betont Coach Magnus.

Hickhack um Patricio Heras

Dass das Hickhack um Patricio Heras beim Gegner Spuren hinterlassen hat – der Italiener ist wegen nachgewiesenem Manipulationsversuch gesperrt worden (wir berichteten) – glaubt Magnus nicht. Zu groß ist der Legionärspool. TuS-Teammanager Marc Renner: »Wir haben Heras umgehend aus dem Kader verbannt und uns von ihm distanziert.« Am Freitag gegen Aachen bot Sennelager in den Einzeln Roberto Ortega-Olmedo (Spanien), Ivan Gakhov (Russland), Frederico Ferreira Silva (Portugal), Dragos Dima (Rumänien), den Österreicher David Pichler und Dragos Nicolae Madaras (Schweden) auf.

Restzweifel beseitigen

Der Klassenverbleib ist für Georg Magnus, gestern auf Sennelagers bescheidener Drei-Platz-Anlage beim Topspiel vor Ort, trotz dreier Siege nicht in trockenen Tüchern. »Einen Sieg brauchen wir noch.« Zwei Mannschaften steigen aus der 2. Liga definitiv ab. Eventuell erwischt es noch einen dritten Klub, sollten aus dem Oberhaus vermehrt Teams aus dem Westen runterkommen. Markus Theine macht so noch »ein paar Unbekannte« aus. »Die unter uns stehenden Teams haben sich nicht aufgegeben. Aber wir haben ja in der nächsten Woche noch zwei Spiele am Freitag gegen Versmold und Sonntag in Bremen, um Restzweifel zu beseitigen.«

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